Regesten zu 1449

1449 Februar 15. Lübeck
[Der Lübecker Rat] an den Rat von Lüneburg: haben ihren Brief und den Briefwechsel zwischen Hinrich Krumvoet und Albert van der Molen erhalten, mit dem Verbot an ihre Untertanen in der Vogtei Riepenburg, auf der Elbe zu fischen; werden mit ihren und den Hamburger Sendeboten darüber beraten, wenn sie in ihre Stadt kommen.
1449 Februar 20. Lübeck.
[Der Lübecker Rat] an den Rat von Hamburg: Hinrich Krumvoet zu Riepenburg hat berichtet, Albert van der Molen hätte ihren Untertanen verkünden lassen, sie dürften ohne Zustimmung des Hauptmanns zu Winsen nicht auf der Elbe fischen; senden ihren Brief an die Lüneburger in Kopie und berichten von einem drohenden Schreiben Alberts van der Molen an Hinrich Krumvoet; bitten, dass sie auch einen Brief an Lüneburg richten.
1449 Februar 22. Lübeck.
[Der Lübecker Rat] an den Rat von Lüneburg: hatten in ihren Briefen, die auch in Kopie an Albert van der Molen und Hinrich Krumvoet gegangen sind, geschrieben, dass alle Angelegenheiten bis zur Tagfahrt mit ihnen und den Hamburgern so bleiben sollten, doch hat derselbe Albert ihren Untertanen verkünden lassen, sie dürften ohne Zustimmung des Hauptmanns zu Winsen nicht auf der Elbe fischen; sollen ihren Mitratsherrn auffordern, dieses Verbot zurückzunehmen; könnten dies zusammen mit den Hamburgern nicht dulden; zudem sollen die Untertanen des Hauptmanns, die Stör fischen, diesen nach alter Gewohnheit nach Riepenburg bringen.
1449 März 12. Lübeck.
Der Lübecker Rat an den Rat von Lüneburg: klagen über die Gewalt, die ihren Untertanen in der Vogtei zu Ripenburg durch Untertanen der Vogtei des Schlosses Winsen geschehen ist; bitten, dies abzustellen, auch gegenüber ihren Freunden zu Hamburg. - Notiz über die Antwort des Lüneburger Rats.
[1449 März 12]. Lübeck.
[Der Lübecker Rat] an den Rat von Hamburg: klagen über die Gewalt, die ihren Untertanen in der Vogtei zu Ripenburg nach der Abreise der Lüneburger Sendeboten (Albert van der Molen) durch Untertanen der Vogtei des Schlosses Winsen geschehen ist; haben Lüneburg geschrieben; bitten um Hamburger Schreiben an Lüneburg und um Unterstützung, damit ihnen nicht ihre Rechte genommen werden.
1449 März 31. Hamburg.
Entscheidung des Hamburger Rats über 2 Last Lachs, die Tymme Bremer zu Hamburg an Hinrich Berndes und Jacob Gosmann verkauft hat, aber vom Schotten Jon Scherer aufgrund von Forderungen an Hinrich Berndes für sich und andere Schotten beansprucht wird; der Lachs wird Jon zugesprochen, der sich damit als ausreichend entschädigt erklärt.
1449 April 2. Lübeck.
Der Lübecker Rat und die Ratssendeboten Hamburgs in Lübeck versammelt an Lüneburg: erneuern die Beschwerde wegen der Übergriffe des Amtmanns zu Winsen, des Lüneburger Ratsherrn Albert von der Molen, gegen Einwohner zu Riepenburg; dessen Ausführungen in einem Brief haben die Einwohner abgewiesen; bitten um Herstellung der rechtmäßigen Verhältnisse und um Antwort mit dem gesandten Boten; sollen für die regulären Abgaben vom Fischfang an Riepenburg sorgen.
1449 April 5. Lüneburg.
Der Rat von Lüneburg an die Lübecker und Hamburger Sendeboten: haben ihren Brief wegen des Schlosses Winsen an den Lüneburger Ratsherrn Albert van der Molen gesandt.
1449 April 7. [Winsen].
Der Lüneburger Ratsherr Albert van der Molen an den Rat von Lüneburg: antwortet auf den Brief der Lübecker und Hamburger Sendeboten wegen des Schlosses Winsen, dass seine Vorgänger die von Lübeck beanspruchten Fischereirechte unbestritten ausgeübt hätten; bittet, weitere Übergriffe zu verhindern.
1449 April 10. Lüneburg.
Der Rat von Lüneburg an die Sendeboten des Lübecker und Hamburger Rats: haben ihren Brief wegen des Schlosses Winsen, des Pfandes des Lüneburger Ratsherrn Albert van der Molen, erhalten; schicken schriftliche Antwort van der Molens.
1449 Mai 26. Lübeck.
Rat von Lübeck an Rat von Amsterdam: der Rat von Hamburg habe berichtet, dass Johan Claesson, Bürger zu Hamburg, in Haarlem ein Terling mit Hamburger Bürgern gehörenden Laken beschlagnahmt worden sei, wegen der Arrestierung eines Schiffs, der Schiffskinder und Waren durch den Herzog von Schleswig zu Itzehoe. Da dies eine fremde Sache ist, die den Hamburger Bürger nicht betrifft, bitten die Hamburger, die Arrestierung aufzuheben, und Lübeck bittet, Haarlem entsprechend zu unterweisen. (AHL, Konzept auf Papier / UB Stadt Lübeck, 8, 1889, DCXIII, S. 660-61)
1449 Juli 31. Lübeck.
Rat von Lübeck an Rat von Wismar: die geplante Verhandlung über die Münzsachen könne nicht stattfinden, da Hamburg verhindert sei. (StA Wismar, Original / UB Stadt Lübeck, 8, 1889, DCXXX, S. 673)
1449 November 13. o.O.
Herzog Adolf von Schleswig erteilt den Ratssendeboten Lübecks und Hamburgs sowie den Vertretern Dithmarschens Geleit für die Reise nach Itzehoe, wo über den Konflikt des Herzogs mit Dithmarschen verhandelt werden soll. (AHL, Original auf Papier / UB Stadt Lübeck, 8, 1889, DCL, S. 584)
1449 November 16. Hamburg.
Vergleich zwischen Herman Nigenborgh Vikar zu S.Nicolai und Johann von Depen Vorsteher des S.Elisabeth-Hospitals über 8 Mark Rente auf dem genannten Grundstück zwischen dem Hospital und dem Besitz Hans Vullens, die Herman mit 120 Mark lübisch eigenem Geld ausgelöst hat, da er dasselbe zusammen mit dem Vikar Dietrich Rethe bewohnt. Die Rente stand dem Hospital zu und war zuvor durch Herman Nigenborgh von Johann von Depen gekauft worden, doch wurde die Auslösung als problematisch empfunden, so daß Herman die Rente weiter zahlen sollte, und seine "Nachfahren" sollten wiederum 3 Mark jährlicher Leibrente an Hermans Nichte Alleke van Stade sowie 2 Mark an seine Magd Abelke Schomaker zahlen. Diese Zahlungen enden mit dem Tod der beiden Frauen.