Regesten zu 1402

Hamburg1402.00.00 - 1402. o.O.
Der Rat zu Hamburg beschließt, dass die Hamburger zu Sluis ihre eigene Hanse und Gerichtsbarkeit haben sollten. So solle gelten, dass sie jedes Jahr zu Pfingsten zwei Älterleute wählen sollten, die den Kaufleuten zu ihrem Recht verhelfen sollten. Die Älterleute sollten für ein Jahr gewählt und dann zwei Jahre nicht wiedergewählt werden. Wenn einer von ihnen wegen seiner Geschäfte abreisen müsste, würde ein neuer Ältermann gewählt werden. Missachtung gegenüber den Älterleuten werde mit 5 sol. Buße bestraft. Diese sollten Konflikte zwischen den Hamburgern und Kaufleuten schlichten und könnten diese an einem Ort zusammenrufen. (StAHH Cl. VI Nr. 1a Vol. 1 Fasc. 2b, Abschrift aus einem 1842 verbrannten Manuskript / StAHH, Copiae Archivi, Deckblätter zu 1402)
HG2 - Hamburg1402.03.17 - 1402 März 17. o.O.
Hauptleute und Gemeine der Pfarre Nordleda im Land Hadeln nehmen Bürgermeister und Rat zu Hamburg als ihre Herren und als Amtsträger an und versprechen die Zahlung der gewohnheitsmäßigen Abgaben, wie dies Herzog Herzog Erich von Sachsen-Lauenburg angeordnet hat. (StAHH Threse Bb 17)
HG2 - Hamburg1402.05.13 - 1402 Mai 13. Rom.
Papst Bonifaz IX. an den Abt des Klosters St. Peter und Paul zu Paderborn: befiehlt alle jene vorzuladen, die in Hamburg in privaten Häusern irreguläre Schulen unterhalten, zum Schaden des Domkapitels und des Scholasticus, Fridericus Deys. (StAHH Threse Xx 58)
Hamburg1402.05.25 - 1402 Mai 25. Lübeck.
Bürgermeister und Räte zu Lübeck, Hamburg, Rostock, Stralsund, Wismar, Greifswald, Lüneburg und Stettin machen bekannt, dass sie ein festes Bündnis zur gegenseitigen Hilfe auf fünf Jahre von 1402 Juni 24 an geschlossen haben. Die Rechte des Reichs und der Stadtherren sollen gewahrt werden, aber bei unrechtmäßigen Forderungen sollen sich die Städte helfen. Das gilt auch, wenn jemand zum Feind einer Stadt wird. Für militärische Konflikte wird die Zahl der von Städten zu stellenden Truppen (10-30 Mann) festgelegt. (AHL, Original, sechs Siegel / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 5, 1877, Nr. XLVIII, S. 47-49)
Hamburg1402.07.21 - 1402 Juli 21. Hamburg.
Vergleich zwischen dem Pfarrer zu Nienstedten und den Eingepfarrten zu Billwerder über den Bau der Kirche zu Nienstedten. / Schütze, Verzeichnis, 387, S. 363 / Staphorst, I,4, S. 118.
Hamburg1402.08.01 - 1402 August 1. o.O.
Johann Crummesse macht bekannt, dass er seinen Besitz in Holstein den Grafen Gerhard, Albrecht und Heinrich von Holstein übertragen habe und mit ihnen, Graf Otto von Schauenburg und den Städten Lübeck und Hamburg keinen Konflikt mehr beginnen werde. (AHL, gleichzeitige, unbesiegelte Abschrift / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 5, 1877, Nr. L, S. 50-51)
Hamburg1402.08.06 - 1402 August 6. Lübeck.
Bürgermeister und Rat zu Lübeck an Bürgermeister Marquard Schreye und Ratsherrn Hermann Lange zu Hamburg: sie haben den ihnen übersandten Brief des Königs [Albrecht von Schweden] zur Kenntnis genommen, der ein Treffen zu Boyzenburg vorgeschlagen habe, zu dem er seine Schiedsleute schicken wolle. Die Lübecker bitten, den Vorschlag anzunehmen. (AHL, Konzept auf Papier / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. DCCLXXV, S. 767)
Hamburg1402.08.18 - 1402 August 18. Hamburg.
Das Hamburger Domkapitel stiftet und bestätigt eine geistlichen Pfründe aus der Schowenburgischen Schenkung. / Schütze, Verzeichnis, 388, S. 363 / Staphorst, I,2, S. 179.
HG2 - Hamburg1402.11.01 - 1402 November 1. Hamburg.
Werner Dekan und Domkapitel zu Hamburg machen bekannt, dass Thomas Ove 15 m. Renten für die Vikarie am Altar der Heiligen Thomas und Ägidius an St. Petri, die ursprünglich Eler Nanne ausgestattet hatte, doch sind die Einkünfte durch die Flut verloren gegangen. (StAHH Threse Tt 14)