Regesten zu 1445

Hamburg1445.01.08 - 1445 Januar 8. Hamburg.
Das Hamburger Domkapitel urkundet über die Stiftung und Dotierung einer Vikarie sub titulo der heiligen 10.000 Ritter am Altar S. Dionysii in der St. Jacobi-Kirche durch Georg Radegard sowie Hildegard, Witwe Wolrad Eckhorsts alias Repslaghers und ihre Söhne, die Kleriker Ludolf und Thomas.
Hamburg1445.01.16 - 1445 Januar 16. Wien.
Kaiser Friedrich [III.] an Bürgermeister, Räte und Gemeinden der Städte Lübeck, Hamburg, Wismar, Rostock, Stralsund und anderer Hansestädte: er sei sicher, sie werden von der Verurteilung der Stadt Soest wegen Ungehorsams gegenüber Erzbischof Dietrich von Köln aus seinem Urteilsbrief erfahren haben. Da ohne Schutz und Urteilsvollzug Gericht und Urteil keinen Nutzen hätten, befiehlt er ihnen, künftig mit den Soestern keine Gemeinschaft zu pflegen, sie nicht aufzunehmen und zu verpflegen, sondern sie als Geächtete zu verfolgen und dem Erzbischof von Köln auf Aufforderung Hilfe zu leisten. (AHL Urkunden, Externa, Caesarea Nr. 191a, Pergament, rotes Siegel / Regesta Imperii, [XIII], 31, Nr. 29)
Hamburg1445.02.26 - 1445 Februar 26. Hamburg.
Die Älterleute der Bruderschaft der ersten Messe zu St. Marien Magdalenen verkaufen dem Cord Gothinge dem Älteren eine Rente von einer Mark für 15 Mark. Von der einen Mark sollen 4 Schillinge den Älterleuten zur freien Verwendung zur Verfügung stehen, 12 Schillinge sollen jährlich an die Armen im Hospital zum Heiligen Geist und in St. Georg verteilt werden, jedem 12 Pfennige.
Hamburg1445.04.04 - 1445 April 4. o.O.
Graf Otto [II.] von Holstein-Schauenburg verpfändet der Stadt Hamburg seine Hälfte, die Nordhälfte, des Finkenwerders mit allen Einkünften und dem Recht der Sperrung der Dradenau für 1200 rhein. Gulden, die er vollständig erhalten hat. Die Einlösung, frühestens nach 20 Jahren, muss dem Rat der Stadt Hamburg ein Jahr vorher angekündigt werden. Bei vollständiger Bezahlung gehen die Herrschaftsrechte wieder vollständig an den Grafen über (auch mit moderner Übersetzung).
Hamburg1445.04.29 - 1445 April 29. Hamburg.
Der Ratsherr Thidericus Luneburgh stiftet (zusammen mit seiner Frau Alheyd sowie acht Kindern) eine praebenda minor am Dom (neben anderen minderen Präbenden) für sein Seelenheil, das seiner Eltern Johann und Hoburg sowie weiterer Verwandter (Heino Swartekopp und Frau u.a.), gibt 30 m. für die Präbende und 20 m. für Seelenmessen aus Renten auf städtischen Erben und erhält dafür das Präsentationsrecht für die Präbende für sich und seine Nachkommen.
Hamburg1445.07.28 - 1445 Juli 28. Hamburg.
Bürgermeister und Rat der Stadt Hamburg stiften zum Besten der Universität in Rostock eine Jahresrente im Betrag von 10 Mark.
Hamburg1445.11.22 - 1445 November 22. o.O.
Johann von Dunn und Johan bei der Wetteringhe aus dem Land Hadeln, die zwei geschworene Knechte des Rates von Hamburg getötet haben, geloben sich dafür nach zwei Jahren freiwillig zu Hamburg stellen zu wollen.
Hamburg1445.12.21 - 1445 Dezember 21. Hamburg.
Hans Stoter bekennt, von der Bruderschaft U. L. Frauen der Losinge zu St. Johannis 15 Mark empfangen zu haben und dieselben mit 1 Mark verrenten zu wollen.