Regesten zu 1455

Hamburg1455.07,26 - 1455 Juli 26. Hamburg.
Bürgermeister und Rat von Hamburg an Bürgermeister und Rat von Lübeck: bezeugen die Aussage der Werkmeister der Leineweber, dass der Hamburger Leineweber Albert Grube wegen Schulden aus Hamburg geflohen ist und sich nunmehr in Lübeck niedergelassen hat.
Hamburg1455.08.04 - 1455 August 4. Hamburg.
Hamburg an Lübeck: der Amtmann zu Winsen, Alverich von Bodendik, hat beim Hauptmann zu Riepenburg, Hinrich Lezemann, über Übergriffe gegen die Winsener beklagt; Hintergrund ist der Streit um Fischereirechte, wobei die Winsener ihre Rechte weiter ausbauen wollen; schlagen Verhandlungen mit Herzog Friedrich von Braunschweig-Lüneburg vor; bitten die Lübecker, bestimmte Rechte des Riepenburger Hauptmanns nach ihren Akten zu prüfen.
Hamburg1455.08.22 - 1455 August 22. [Bergedorf].
Heinrich von Stiten an Bürgermeister und Rat von Lübeck: bemüht sich um die Haltung des Schlosses Bergedorf, verweist aber auf dessen schlechten Zustand, der dringend gebessert werden muss, zumal auch die Stadt Bergedorf ständig offen ist. Die durchdringende Feuchtigkeit in den Kellern bei Regen ist das geringste Übel. (AHL, Original mit aufgedrücktem Siegel / UB Stadt Lübeck, 9, 1893, CCLXIV, S. 273-74)
Hamburg1455.10.06 - 1455 Oktober 6. Lüneburg.
Herzog Friedrich von Braunschweig-Lüneburg an Hamburg und Lübeck: hat Brief zum Streit um Fischereirechte erhalten; bittet um Besendung von Verhandlungen 1455 Oktober 16.
Hamburg1455.10.07 - 1455 Oktober 7. Hamburg.
Hamburg an Lübeck: sendet vom Brief Herzog Friedrichs von Braunschweig-Lüneburg zu Verhandlungen 1455 Oktober 16; schlägt gemeinsame Besendung vor, allerdings Terminverschiebung auf Oktober 30; bittet um Antwort.
Hamburg1455.10.10 - 1455 Oktober 10. Hamburg.
Bürgermeister und Rat von Hamburg an Bürgermeister und Rat von Lübeck: berichten, dass von der Kirche zu Douwessen ein Balinger und eine Schute mit jeweils 60 Mann ausgefahren sind. Raten den Lübecker Kaufleuten, die mit kleinen Schiffen kommen, auf große umzuladen und diese zu schützen, damit sie keine Verluste erleiden. Überlässt es dem Lübecker Rat, was sie den Kaufleuten mitteilen wollen. (AHL, Original mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 9, 1893, CCLXXX, S. 284-85)
Hamburg1455.10.11 - 1455 Oktober 11. o.O.
Herzog Friedrich von Braunschweig-Lüneburg an Hamburg: hat ihre Antwort zu seinem Vorschlag von Verhandlungen 1455 Oktober 16 erhalten; wird der Terminverschiebung auf Oktober 30 nachkommen, wenn auch ungern.
Hamburg1455.10.13 - 1455 Oktober 13. Hamburg.
Hamburg an Lübeck: Herzog Friedrich von Braunschweig-Lüneburg hat ihnen wegen der Verhandlungen 1455 Oktober 30 geantwortet; senden Brief; werden Verhandlungen besenden.
Hamburg1455.10.15 - 1455 Oktober 15. Hamburg.
Bürgermeister und Rat von Hamburg an Bürgermeister und Rat von Lübeck: haben vom deutschen Kaufmann zurzeit zu Utrecht erfahren, dass in Flandern viele verbotene Waren gekauft und ostwärts verschifft wurden. Sie sollen wahrscheinlich auf der Stör nach Itzehoe gebracht und weiter transportiert werden. Bitten zusammen mit ihnen Ratssendeboten zu Herzog Adolf von Schleswig nach Itzehoe zu schicken, damit dieser den Handel zum Schaden der Städte unterbindet, was er bisher nicht zugestehen wollte. (AHL, Original mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 9, 1893, CCLXXXII, S. 286)
Hamburg1455.10.21 - [zwischen 1455 Oktober 21 und 1456 April 20]. o.O.
Kaiser Friedrich [III.] an Bürgermeister und Räte der Städte Lübeck, Hamburg, Wismar, Rostock, Stettin und Stargard: verbietet ihnen, im Streit zwischen [dem ehemaligen Bürgermeister] Otto Voge einerseits und Bürgermeistern und Rat der Stadt Stralsund rechtlich aktiv zu werden, da er den Fall an sich gezogen habe. (Erwähnt in Regesta Imperii, [XIII], 20, Nr. 82, in Brief Kurfürst Friedrichs II. von Brandenburg von 1456 Juli 12, StA Stralsund, Städtische Urkunden Nr. 1267 / Regesta Imperii, [XIII], 20, Nr. 79)
Hamburg1455.10.28 - 1455 Oktober 28. Westminster.
Heinrich VI. von England an Bürgermeister und Rat von Hamburg: ist an die freundschaftlichen Beziehungen erinnert worden, die zwischen seinen Vorgängern, ihm, den Städten der Hanse und Preußens bestanden. Der deutsche Kaufmann in London, die preußischen Städte und auch Köln haben ihn um einen friedlichen Ausgleich gebeten. Er ist daher bereit, mit Hamburg einen Waffenstillstand auf acht Jahre zu vereinbaren, aus dem die Lübecker nicht ausgeschlossen werden sollen, obwohl sie sich unmenschlich gegen ihn und seine Untertanen erwiesen haben. Die Zeit soll für Verhandlungen genutzt werden. (AHL, Original mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 9, 1893, CCLXXXIII, S. 286-88)
Hamburg1455.12.12 - 1455 Dezember 12. Lübeck.
Münzrezess zwischen Lübeck, Hamburg und Wismar: Es wird verboten, die schweren Münzen beim Wiegen auszusondern, Münzen aus den Städten zu führen und in diesen mit anderen Münzen zu zahlen als mit den eigenen. (StAHH, Abschrift, verloren / Grautoff, Historische Schriften, 3, S. 237 / UB Stadt Lübeck, 9, 1893, CCXCV, S. 299-300)