Regesten zu 1465

HamburgB1465.01.03 - 1465 Januar 3. o.O.
Graf Gerhard von Oldenburg an den Rat zu Lübeck: bestreitet, die Boten Bremens überfallen und beraubt zu haben. Weiter erklärt er seine Bereitschaft, sich im Konflikt mit Bremen dem Schiedsspruch Hamburgs und Lübecks zu unterwerfen. (AHL, Original, mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, DL, S. 562-63)
Hamburg1465.01.03.a - 1465 Januar 3. Eltham.
Eduard [IV.], König von England, an Bürgermeister und Rat von Hamburg: Zur Beilegung der Konflikte hätten Bürgermeister und Rat von Köln im Namen der anderen Hansestädte eine Tagfahrt in Hamburg vorgeschlagen, dann habe er seine Gesandten auf schriftliche Aufforderung nach Utrecht gesandt. Die Hansestädte hätten aber selbst nicht kommen können und dies überzeugend begründet. Verspricht, seine Gesandten nach Utrecht zu senden, wenn die verschobene Tagfahrt nun doch dort stattfinden sollte. - Ex manerio nostro de Eltham, tercio nonas Januarias. (olim StAHH, Papier / App. C to Mr. Cooper's Report on the Foedera, 1860, 19, S. 10)
Hamburg1465.01.11 - 1465 Januar 11. Hamburg.
Rat zu Hamburg an den Rat zu Lübeck: haben ihnen von der Bereitschaft Gerhards von Oldenburg geschrieben, den Schiedsspruch Hamburgs und Lübecks anzunehmen, und sie um ihre Meinung gebeten. Der Hamburger Rat sieht das als schwere Aufgabe, die die Städte überfordern könnte, ist aber bereit, Boten zu vorläufigen Beratungen nach Oldesloe zu schicken. (AHL, Original, mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, DLI, S. 563-64)
Hamburg1465.02.08 - 1465 Februar 8. Bremen.
Rat zu Bremen an die Räte zu Lübeck und Hamburg: sie haben von der Bereitschaft des Herzogtums [Schleswig] und des Landes Holstein berichtet, Frieden zu halten. Die Bremer haben sich mit dem Erzbischof von Bremen beraten, der sich dem Krieg gegen Gerhard von Oldenburg angeschlossen hat, aber auch zum Frieden mit Schleswig bereit ist. Bitten daher um Vermittlung eines Friedens. (AHL, Original, mit Resten der Siegel Bremens und Hamburgs / UB Stadt Lübeck, 10, DLVIII, S. 569-70)
Hamburg1465.02.12 - 1465 Februar 12. Hamburg.
Rat zu Hamburg an den Rat zu Lübeck: nachdem die Lübecker zwischen dem Herzogtum Schleswig und dem Land Holstein einerseits und Bremen andererseits vermittelt haben, haben die Bremer nun an sie in dieser Sache geschrieben. Lassen ihnen den Brief zukommen und überlassen ihnen die Entscheidung, was zu tun sei. (AHL, Original, mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, DLIX, S. 570)
Hamburg1465.03.26 - 1465 März 26. Bremen.
Rat zu Bremen an den Rat zu Hamburg: dankt für die Vermittlung, die Hamburg und Lübeck zwischen Schleswig, Holstein und Bremen unternommen hätten. Diese sei aber noch nicht abgeschlossen, bitten, die Vermittlung fortzusetzen. (AHL, nach aus Hamburg gesandter Abschrift auf Papier / UB Stadt Lübeck, 10, DLXIX, S. 580-81)
Hamburg1465.04.23 - 1465 April 23. Stralsund.
Bürgermeister, Rat und ganze Gemeinde zu Stralsund in einem offenen Brief: gewährt den Untertanen des Königs von England Geleit, das auf zwei Jahre ab dem kommenden Osterfest gelten soll. - Sub anno domini millesimo quadringentesimo sexagesimo quinto, die martis, vicesima tercia Aprilis. (olim StAHH, Pergament, mit Siegel / App. C to Mr. Cooper's Report on the Foedera, 1860, 20, S. 11)
Hamburg1465.04.25 - 1465 April 25. Westminster.
Eduard [IV.], König von England, an Bürgermeister und Rat zu Hamburg: habe ihren Brief von 1465 März 19 erhalten. bestätigt die Abhaltung der Tagfahrt in Hamburg an Jacobi, sofern seine Gesandten sicher in die Stadt kommen können, und gewährt Hamburg ebenso wie Lübeck Geleit für Boten, die sie im Falle neuer Entwicklungen zu ihm schicken würden. - Ex palacio nostro Westmonasterii [...] mensis Aprilis die vicesima quinta, anno regni nostri quinto. (olim StAHH / App. C to Mr. Cooper's Report on the Foedera, 1860, 21, S. 11)
Hamburg1465.05.19 - 1465 Mai 19. Segeberg.
König Christian von Dänemark bevollmächtigt Detlef von Buchwalde, Luder Rumor und Wulf Poggwisch zu den in Hamburg stattfindenden Verhandlungen zur Herstellung eines ewigen Friedens mit dem Rat von Bremen unter Vermittlung Lübecks und Hamburgs, wie es seines Bruders, Graf Gerhards von Oldenburg, wegen vereinbart wurde. (AHL, Original, mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, DXCIV, S. 604-05)
Hamburg1465.05.22 - 1465 Mai 22. Riga.
Rat zu Riga an den Rat zu Lübeck: bei der letzten Tagfahrt zu Danzig mit den preußischen Städten und ihren Sendeboten haben sie gegen den Zoll in Hamburg protestiert, der gegen ihre Privilegien verstößt. Senden ihnen Abschriften, bitten um Weiterleitung an Hamburg und um Abstellung des Zolls. (AHL, Original, mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, DXCVIII, S. 607-08)
Hamburg1465.05.31 - 1465 Mai 31. Hamburg.
Rat zu Hamburg an den Rat zu Lübeck: haben den Bürgern den Rezess der Versammlung zu Mölln zur Münze zusammen mit ihnen und den Lüneburgern vorgelegt. Dabei konnten sie keine Entscheidung über den Wert der rheinischen Gulden erhalten, ob dieser mit 20, 21 oder 22 Schillingen berechnet werden soll. Vielmehr wolle man die Entscheidung der anderen Städte abwarten. (AHL, Original, mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, DCIII, S. 613)
Hamburg1465.06.02 - 1465 Juni 2. Lübeck.
Rat zu Lübeck an den Rat zu Stralsund: wie ihnen bekannt ist, ist die im letzten Jahr angesetzte Tagfahrt zu Hamburg mit den englischen König ohne greifbare Ergebnisse geblieben. Nunmehr sei durch Bemühungen der Hamburger und mit Hilfe des deutschen Kaufmanns zu London, dessen Notar Heinrich Grevensteen ihnen das übermittelt habe, eine Tagfahrt zu Hamburg an Jacobi vereinbart worden, zu der der König seine Gesandten senden wolle. Sie werden als Haupt der Hanse für das gemeine Beste handeln und daher teilnehmen. Bitten ebenso um ihre Teilnahme und werden auch die anderen Hansestädte einladen. (StA Stralsund, Original, mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, DCV, S. 614-15)
Hamburg1465.06.10 - 1465 Juni 10. Hamburg.
Rat zu Hamburg an den Rat zu Lübeck: die letzte gemeinsame Besichtigung der Schleuse zu Bergedorf hat ergeben, dass diese im kommenden Jahr so früh wie möglich erneuert werden muss, um Schaden zu vermeiden. (Amtsarchiv Bergedorf, Original, mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, DCVIII, S. 617)
Hamburg1465.06.11 - 1465 Juni 11. Hamburg.
Rat zu Hamburg an den Rat zu Lübeck: die Bremer haben ihnen eine besiegelte Ausfertigung ihres Vertrags mit Christian von Dänemark zugesandt, die sie nunmehr mit der Bitte um Besieglung und Weitersendung weiterleiten. (AHL, Original, mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, DCIX, S. 617-18)
Hamburg1465.06.21 - 1465 Juni 21.
Bürgermeister und Rat von Hamburg machen bekannt, dass sie dem Matthias Vite und dem Hans Witteke ein jährliche Leibrente verkauft haben, in Höhe von 50 Mark (und für ein Kapital von 600 Mark). Falls einer der beiden stirbt, erhält der andere die Rente im vollem Umfang weiter, nach beider Tod erlischt jeder Anspruch.
Hamburg1465.06.27 - 1465 Juni 27. Hamburg.
Rat zu Hamburg an den Rat zu Lübeck: haben ihre Briefe sowie die Kopien der Briefe von Wismar und Lüneburg zu den Verhandlungen über die Münze in Mölln erhalten. Die Bürgerschaft sei jedoch nicht bereit, den Wert des Guldens zurückzudrängen, sondern sind zufrieden, ohne Schaden münzen zu können. Ihre Klagen über das in Hamburg gebraute Bier werden sie abzustellen suchen. (AHL, Original, mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, DCXIX, S. 628-29)
Hamburg1465.09.08 - 1465 September 8. Lübeck.
Rat zu Lübeck an den Rat zu Lüneburg: bitten sie, ihre Sendeboten am nächsten Sonntag nach Hamburg zu senden. (StA Lüneburg, Original, mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, DCLV, S. 662-63)
Hamburg1465.10.18 - 1465 Oktober 18. Stralsund.
Rat zu Stralsund an die zu Hamburg versammelten Ratssendeboten der Städte [Hamburg], Lübeck, Rostock und Wismar: konnten Herzog Wartislaw noch nicht ansprechen, da er sich noch auf einem Feldzug befindet, werden dies aber ihrer Bitte folgend nach seiner Rückkehr nachholen. (AHL, Original, mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, DCLXX, S. 677)
Hamburg1465.10.18.a - 1465 Oktober 18. Lübeck.
Rat zu Lübeck an den Rat zu Lüneburg: senden den Entwurf für einen Bündnisvertrag von Lübeck, Hamburg und Lüneburg mit König Christian von Dänemark und bitten um ihre Zustimmung. (AHL, Original, mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, DCLXXI, S. 677-78)
Hamburg1465.11.06 - 1465 November 6. Hamburg.
Rat zu Hamburg an den Rat zu Lübeck: teilen auf Anfrage mit, dass sie gern ihre Ratssendeboten zu Mittwoch nach Martini [November 13] zu Verhandlungen mit ihnen und Lüneburg über eine tohopesate entsenden. Sie werden ihre Boten auch in der Angelegenheit mit Wismar bevollmächtigen. (AHL, Original, mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, DCLXXVIII, S. 682-83)
Hamburg1465.11.08 - 1465 November 8. Hamburg.
Rat zu Lübeck an den Rat zu Lüneburg: werden demnächst die Ratssendeboten aus Hamburg für Bündnisverhandlungen zwischen ihnen sowie mit König Christian bei sich haben, bitten um Entsendung ihrer Boten. (StA Lüneburg, Original, mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, DCLXXX, S. 683-84)
Hamburg1465.11.23 - 1465 November 23.
Bürgermeister und Rat von Hamburg an Bürgermeister und Rat zu Lübeck: machen bekannt, dass sie über die Erbansprüche des Lübecker Bürgers Hans Schinkel gegenüber Metteke Annendorp entschieden haben; inseriert ist das Verzeichnis der Mitgift Mettekes, Tochter des Hamburger Bürgers Hinrich von Rode, von 1436.