Regesten zu 1451

Hamburg1451.02.06 - 1451 Februar 6. o.O.
Tideke Lüneburg, Bürger zu Hamburg, erklärt, dass er für sich, seine Verwandten und Erben gegenüber Bürgermeister und Rat von Lübeck sowie ihren Mitbürgern auf immer Urfehde geschworen hat, aufgrund der Forderungen, die er an den Ritter Magnus Green zu haben meinte. (AHL, Original mit anhängendem Siegel / UB Stadt Lübeck, 9, 1893, V, S. 4-5)
Hamburg1451.03.21 - 1451 März 21. Hamburg.
Bürgermeister und Rat von Hamburg an Bürgermeister und Rat von Lübeck: die Lübecker haben ihnen den Brief wegen des neuen Zolls auf Kaufmannswaren zur Finanzierung ihrer Ausgaben in Emden zukommen lassen, der jedoch in zwei Punkten vom Bericht ihres Sekretärs abweicht. Senden daher eine neue Fassung, in der sie den ersten Punkt von Lübeck, den zweiten aus der ursprünglichen Fassung übernehmen, und bitten, die Angelegenheit damit abzuschließen. (AHL, Original mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 9, 1893, XIII, S. 11-12)
Hamburg1451.03.26 - 1451 März 26. Berum.
Ulrich, Häuptling von Gretsiel, Norden, Brokmerland, Aurich und Lengen, an Bürgermeister und Rat von Lübeck: beschwert sich darüber, dass die Hamburger das für das ihnen verpfändete Schloss Detern zugesagte Holz nicht liefern. Zudem hätten sich die Hamburger Knechte auf Detern bei einem Überfall auf seine Leute durch Gerhard von Oldenburg an Übergriffen beteiligt, und seine Feinde seien auf dem Schloss aufgenommen worden. Hamburg solle entweder das Schloss zurückgeben oder seinen Verpflichtungen nachkommen. (AHL, Original auf Papier, geringe Siegelreste / UB Stadt Lübeck, 9, 1893, XIV, S. 12-13)
Hamburg1451.03.27 - 1451 März 27. Hamburg.
Bürgermeister und Rat von Hamburg an Bürgermeister und Rat von Lübeck: bitten um Auskunft, ob den Einwohnern von Bergedorf wie denen von Mölln der dritte Teil der Gerichtsgefälle zusteht, wie sie es gefordert haben. Hamburg habe niemand mehr, der sich erinnern könne, und die Lübecker sollten bei den Ihren nachforschen, wie es sich damit verhält. (AHL, Original mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 9, 1893, XV, S. 14)
Hamburg1451.04.23 - 1451 April 23. o.O.
Gerhard, Erzbischof von Bremen, an Hinrik Middelman, Kanoniker zu Hamburg: beauftragt ihn auf Bitten des Hamburger Rats mit Untersuchungen in dem Streitfall zwischen dem König von England und einigen Hamburger Bürgern. - Datum anno domini millesimo quadragentesimo quinquagesimo primo, die veneris vicesima tercia mensis Aprilis. (olim StAHH / App. C to Mr. Cooper's Report on the Foedera, 1860, 16, S. 8)
Hamburg1451.05.04 - 1451 Mai 4. Westminster.
Heinrich [VI.], König von England, beauftragt den Prior des Johanniterordens [Robert Bottyl], Dr. Thomas Kent und Dr. William Witham zum Ausgleich der Vertragsbrüche zwischen England und den Leuten aus Preußen und den Hansestädten. (olim StAHH / App. C to Mr. Cooper's Report on the Foedera, 1860, *16, S. 104)
Hamburg1451.07.05 - 1451 Juli 5. Hamburg.
Bürgermeister und Rat von Hamburg machen bekannt, dass sie mit Zustimmung von Bürgermeister und Rat von Lübeck für ihre Ausgaben in Emden im Kampf gegen Ulrich, Häuptling zu Norden etc., einen Zoll von (zweimal) einem Pfennig je Mark von allen über See eingeführten Waren der Hansekaufleute erheben werden, nicht aber über Waren, die auf dem Landweg kommen. Sie haben daher den Lübeckern versprochen, den Zoll nicht weiter zu erhöhen und ihn auf ihre Bitten auch ohne Widerspruch wieder abzuschaffen. Auch werden sie das Schloss Emden nicht ohne Wissen der Lübecker aufgeben. (AHL, Vidimus des lübischen Propstes Johannes Walling, mit dessen Siegel / UB Stadt Lübeck, 9, 1893, XL, S. 43-44)
Hamburg1451.07.12 - 1451 Juli 12. Hamburg.
Bürgermeister und Rat von Hamburg an Bürgermeister und Rat von Lübeck: die Lübecker haben ihren Ratssendeboten empfohlen, gegen die Vorwürfe Ulrichs, des Hauptmanns von Norden etc. Stellung zu nehmen. Senden daher ihren Klagebrief gegen Ulrich. Bitten, ihnen von dem Brief, den die Lübecker Ulrich senden, eine Abschrift zu schicken. (AHL, Original, mit geringen Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 9, 1893, XLII, S. 48)
Hamburg1451.08.13 - 1451 August 13. Hamburg.
Bürgermeister und Rat von Hamburg an Bürgermeister und Rat von Lübeck: ihr Bürger Hans Samkop, der Briefweiser, beabsichtigt, mit seinen Krämerwaren in Lübeck auf dem Markt zu stehen. Bitten, ihm dieselben Rechte zu gewähren wie sie die Lübecker Kaufleute in Hamburg haben. Siegelankündigung. (AHL, Original, Siegel teilweise erhalten / UB Stadt Lübeck, 9, 1893, L, S. 55-56)
Hamburg1451.09.22 - 1451 September 22. Hamburg.
Bürgermeister und Rat von Hamburg an Bürgermeister und Rat von Lübeck: erklären, dass sie die Lübecker im Hinblick auf die Mitbesiegelung des von der Stadt Hamburg mit den ostfriesischen Hauptleuten Ulrich und Wiarda geschlossenen Friedens schadlos halten wollen.
Hamburg1451.10.14 - 1451 Oktober 14. Hamburg.
Bürgermeister und Rat von Hamburg an Bürgermeister und Rat von Lübeck: bitten, die Güter, die der verstorbene Handlungsdiener Hans Lange hinterlassen hat, an Dietrich Kremer, den Bevollmächtigten der Witwe seines Herrn, des Hamburger Bürgers Goswin Pott, zu übergeben, da es zwischen ihr und den Erben Langes zu einer rechtlichen Auseinandersetzung gekommen ist.
Hamburg1451.11.08 - 1451 November 8. [Hamburg].
Die Oberalten der Brüderschaft unserer lieben Frauen Krönung in der St. Nikolaikirche in Hamburg, Simon Wrake und Hartich Kruse, genehmigen, mit Zustimmung ihres Priesters Johan Doring und der Oberälter- oder Älterleute Jacob Godeke, Godeke Oldendorp, Hans Weitenmoller und Claus Hane, dass eine schon früher von Albert Wulhase und Jakob Godke gestiftete Vikarie zum Altar der Brüderschaft gelegt wird, und treffen zugleich Vorkehrungen, dass die Rechte des der Brüderschaft dienenden Priesters Johan Doring und eines etwa später noch zu belehnenden zweiten Priesters durch diejenigen des jeweiligen Inhabers dieser neuen Vikarie nicht geschmälert werden.
Hamburg1451.12.28 - 1451 Dezember 28. Hamburg.
Bürgermeister und Rat von Hamburg an Bürgermeister und Rat von Lübeck: haben ihre Ratssendeboten, die unlängst zur Tagfahrt in Bremen waren, gebeten, sich dafür einzusetzen, dass Lübeck auch seine Vertreter sendet, wenn die Hamburger wegen ihres Konflikts in Ostfriesland mit ihrem Landesherrn, Herzog Adolf von Schleswig, eine Tagfahrt abhalten. Der Herzog hat nun einer Tagfahrt nächsten Montag in Trittau zugestimmt, bitten daher, die in Bremen anwesenden Ratssendeboten zu schicken, damit der Herzog über die dort geführten Verhandlungen unterrichtet werden kann. Werden gern auch ihrer Bitte nachkommen, ihre Boten zu Verhandlungen am Abend Mariae Lichtmess [1452 Februar 1] in die Herberge nach Lübeck zu senden. (AHL, Original, aufgedrücktes Siegel abgesprungen / UB Stadt Lübeck, 9, 1893, LXXII, S. 82-83)