Regesten zu 1433
1433, Januar
Hamburg1433.01.13 - 1433 Januar 13. o.O.
Lübeck, Hamburg, Lüneburg und Wismar einigen sich auf Änderungen in der Münzprägung. / Schütze, Verzeichnis, 457, S. 368 / Langermann, Hamburgisches Münz- und Medaillenvergnügen, S. 388.
1433, Februar
HG2.419 - Hamburg1433.02.02 - 1433 Februar 2. o.O.
Adolf [VIII.] und Gerhard [VII.], Herzöge von Schleswig und Grafen von Holstein, verkaufen Hans Kopeke, Bürger zu Hamburg, und seiner Ehefrau Gese für 140 m. lüb. zwei Teile von fünf Wispel Roggen, die sie jährlich aus der Niedermühle in Hamburg hätten. (StAHH, Threse I 710-1 I, Nn 132)
1433, April
Hamburg1433.04.03 - 1433 April 3. Lübeck.
Lübeck an Hamburg: übersendet abschriftlich einen Brief des Landes Dithmarschen und bittet um Anweisung, was es darauf antworten soll. Ersucht auf Wunsch der Herzöge Adolf und Gerhard, die Ratssendeboten, welche es nach Svendborg abordnen werde, zum 16 Apr. zur Vorbesprechung nach Lübeck zu schicken. Hat Lüneburg und Wismar gleichfalls geladen. - Screven under unser stad secrete, des vrigdages vor palmesondage, anno Domini etc. 33. (StAHH, Abschrift Hübbe's von dem seit 1842 nicht mehr vorhandenen Original / Hanserezesse, II,1, 173, S. 120-21)
Hamburg1433.04.09 - 1433 April 9. o.O.
Herren und Städte, darunter Hamburg, vermitteln in den städtischen Unruhen in Bremen. / Schütze, Verzeichnis, 458, S. 368 / Gerh. Oelrichs, Sammlung der alten und der neuen Gesetzbücher der Stadt Bremen, S. 438-39.
Hamburg1433.04.12 - 1433 April 12. Lübeck.
Lübeck an Hamburg: ersucht die nach Svendborg bestimmten Ratssendeboten statt zum 16. erst zum 21 Apr. (dinxedach na quasimodogeniti) nach Lübeck zu schicken, weil der Tag auf die Vorstellungen Herzog Adolfs aus besonderen Gründen, die es den Ratssendeboten mündlich mitteilen werde, verlegt worden sei, hat ebenso an die Herzoge, Wismar und Lüneburg geschrieben. Vermutet, dass sein Bote in ein bis zwei Tagen aus Dithmarschen zurückkehren werde, und verspricht die demselben zuteil gewordene Antwort Hamburg umgehend mitzuteilen. — [14]33 im hilgen paschedage. (StAHH, Abschrift Hübbe's von dem seit 1842 nicht mehr vorhandenen Original / Hanserezesse, II,1, 174, S. 121)
Hamburg1433.04.14 - 1433 April 4. Lübeck.
Lübeck an Hamburg: übersendet die besiegelte Friedensurkunde der Dithmarschen, der Bote werde das Weitere mündlich berichten. Bittet um Mitteilung, falls Hamburg von den in Bremen weilenden Ratssendeboten Nachrichten erhalten habe. - [14]33 des dinxedages in den hilgen dagen to paschen. (StAHH, Abschrift Hübbe's von dem seit 1842 nicht mehr vorhandenen Original / Hanserezesse, II,1, 172, S. 120)
1433, Mai
Hamburg1433.05.26 - 1433 Mai 26. Rom.
Papst Eugen IV. erneuert die von Urban IV. und Martin V. verliehenen Ablässe zum von Urban IV. eingeführten Fronleichnamsfest am fünften Tag nach der Oktav von Pfingsten. - Datum Rome apud sanctum Petrum anno incarnationis dominice millesimo quadringentesimo tricesimo tercio septimo kalendas Junii, pontificatus nostri anno tercio. (StAHH Threse Pp 106, Kanzleivermerk: De curia. C. de Thomacellis / StAHH Copiae Archivi, bei Deckblatt zu 1433)
1433, Juni
Der Rat von Hamburg an Bürgermeister und Rat von Göttingen: unterrichten sie über eine Versammlung zahlreicher loser gesellen to Sibetesborgh, die Übergriffe auf Kaufleute begangen haben und noch begehen wollen; fordern energisches Vorgehen, um Schlimmeres zu verhüten; erinnern an den Rezess des Hansetags zu Lübeck von 1417 Juni 24, nach dem das Vorgehen gegen Seeräuber von den anderen Hansestädten mitgetragen werden soll; bitten deshalb um schnelle Hilfe, da sie allein der Aufgabe nicht gewachsen sind.
Hamburg1433.06.28 - 1433 Juni 28. Hamburg.
Johan van Mynden, Bürger zu Hamburg, macht bekannt, dass er Nicolaus Schowenburg, Vikar am Dom zu Hamburg, für 45 m. 3 m. jährlicher Rente aus seinem Haus am Rödingsmarkt, zwischen den Häusern des Peter Ottensone und des Gherke Sterneberch, verkauft habe, jährlich an Juni 24. Nicolaus und seine Nachfolger sollen von allen Forderungen frei sein, Johan behält sich den Wiederkauf vor. (StAHH Cl. VII Lit Ff no. 88 vol. 1 / StAHH Copiae Archivi bei Deckblatt zu 1433)
1433, Juni
Hamburg1433.06.06 - 1433 Juni 6. Hamburg.
Hamburg an Göttingen: bittet, gemäss der Bestimmung des Recesses von 1417 Jun. 24, um schleunige Hilfe gegen die Seeräuber in Sibetesburg, zu deren Bekämpfung seine Kräfte allein nicht ausreichten. — Schreven under unser stad secrete, am sonnavende neghest na pinxsten, anno etc. 33. (StA Göttingen, Original, Pergament, mit Resten des briefschließenden Secrets / G Schmidt, UB Göttingen 2, S. 109 / Hanserezesse, II,1, 182, S. 127-28)
Hamburg1433.06.21 - 1433 Juni 21. Göttingen.
Gottingen an Hamburg: ist zur Zeit in vielfache Fehden, unse gnedige herschap van Brunswik land, lude und uns anrorende, verwickelt, so dass es über die verlangte Unterstützung gegen die friesischen Seeräuber nicht hat beraten können (so dat we — eigentliken uppe solke juwe schrifte neyne sprake hebben konden). Will nach wiedererlangtem Frieden darüber ratschlagen. — [14]33 dominica post Viti. (StA Göttingen, Papierblatt, Concept / Schmidt, UB Göttingen 2, S. 110 / Hanserezesse, II,1, 183, S. 128)
Hamburg1433.06.25 - 1433 Juni 25. Hildesheim.
Hildesheim an Hamburg: kann die verlangte Unterstützung gegen die Seeräuber nicht gewähren, weil es selbst lange Zeit mit Fehden belastet gewesen ist und grosse Unkosten gehabt hat. Will sich nach dem Verhalten der anderen Hansestädte richten. — Gescreven under unser stad secrete, des lateren dages sunte Johannis baptisten, anno Domini etc. 33. (StA Hildesheim, Missive (V) 1431—43, überschrieben: An den rad to Hamborch / Hanserezesse, II,1, 184, S. 128-29)
1433, Juli
HG2.420 - Hamburg1433.07.04 - 1433 Juli 4. o.O.
Hans van dem Berghe und Cord Gherwens quittieren Bürgermeistern und Rat zu Hamburg die Bezahlung von Sold, Lösegeld, Schadensersatz und Kostgeld während ihrer Gefangenschaft in ihrem Dienst im Krieg gegen Dänemark. (StAHH, Threse I 710-1 I, Gg 45)
HG2.421 - Hamburg1433.07.08 - 1433 Juli 8. Hamburg.
Der Notar Bertoldus Meding bezeugt, dass Hinricus Hoyer, Bürgermeister zu Hamburg, zum Nutzen zweier Vikarien in der St. Annen-Kapelle in St. Nicolai, die einst sein Vater Albertus Hoyer, Ratsherr zu Hamburg, ausgestattet habe, 14 m. Renten gestiftet und darüber Verfügungen getroffen habe. (StAHH, Threse I 710-1 I, Uu 36 [1])
HG2.422 - Hamburg1433.07.09 - 1433 Juli 9. o.O.
Hans und Hermen, Brüder, gheheten Wittecop, sowie Borghard Bardey quittieren Bürgermeistern und Rat zu Hamburg die Bezahlung von Sold, Lösegeld, Schadensersatz und Kostgeld während ihrer Gefangenschaft in ihrem Dienst im Krieg gegen Dänemark. (StAHH, Threse I 710-1 I, Gg 48)
HG2.423 - Hamburg1433.07.24 - 1433 Juli 24. o.O.
Mathias Vicke quittiert Bürgermeistern und Rat zu Hamburg die Bezahlung von Sold, Lösegeld, Schadensersatz und Kostgeld während seiner Gefangen-schaft in ihrem Dienst im Krieg gegen Dänemark. (StAHH, Threse I 710-1 I, Gg 46)
1433, Oktober
HG2.424 - Hamburg1433.10.10 - 1433 Oktober 10. o.O.
Gyse de Cluver, Knappe, verzichtet gegenüber Bürgermeister und Rat zu Hamburg auf die zuvor erhobenen Ansprüche auf das Eigentum des Johans van Achem, verstorbener Hamburger Bürgers, unter der Bedingung, dass sich Johanns Witwe Beke mit Johanns Bruder Ludeke Starke über den Nachlass vergleiche. (StAHH, Threse I 710-1 I, Gg 94)
HG2.425 - Hamburg1433.10.24 - 1433 Oktober 24. Hamburg.
Grote Bernd, Knappe, quittiert Bürgermeistern und Rat zu Hamburg auch für seinen Knecht Hinrik van der Vechte die Bezahlung von Pferden, Sold und Lohn für ihren Dienst für die Stadt. (StAHH, Threse I 710-1 I, Gg 44)
1433, November
HG2.426 - Hamburg1433.11.14 - 1433 November 14. o.O.
Volckmar Warendorp quittiert Bürgermeistern und Rat zu Hamburg die Bezahlung von Sold, Lösegeld, Schadensersatz und Kostgeld während seiner Gefangenschaft in ihrem Dienst im Krieg gegen Dänemark. (StAHH, Threse I 710-1 I, Gg 49)
1433, Dezember
HG2.427 - Hamburg1433.12.05 - 1433 Dezember 5. o.O.
Hans Rutenberch quittiert Bürgermeistern und Rat zu Hamburg die Bezahlung von Sold, Lösegeld, Schadensersatz und Kostgeld während seiner Gefangenschaft in ihrem Dienst im Krieg gegen Dänemark. (StAHH, Threse I 710-1 I, Gg 47)
HG2.428 - Hamburg1433.12.12 - 1433 Dezember 12. o.O.
Hans Kerewaghen quittiert Bürgermeistern und Rat zu Hamburg die Bezahlung von Sold, Lösegeld, Schadensersatz und Kostgeld während seiner Gefangenschaft in ihrem Dienst im Krieg gegen Dänemark. (StAHH, Threse I 710-1 I, Gg 43)
Der im Leprosenhaus vor den Toren Hamburgs lebende Schuster Christian von Hoia stiftet dem Haus 70 Mark aus seinen Gütern, sofern seine Ehefrau Gheseke vor der Aufteilung seiner Güter nach seinem Tod ebenfalls mit 70 Mark versorgt werden kann.
HG2.429 - Hamburg1433.12.20 - 1433 Dezember 20. o.O.
Hans Soltow und Hinrik Schutte quittieren Bürgermeistern und Rat zu Hamburg die Bezahlung von Sold, Lösegeld, Schadensersatz und Kostgeld während ihrer Gefangenschaft in ihrem Dienst im Krieg gegen Dänemark. (StAHH, Threse I 710-1 I, Gg 50)