Regesten zu 1525

1525 Januar 16. Lübeck. Der gemeine Kaufmann zu Lübeck und Hamburg an Bürgermeister und Rat von Lübeck sowie die zu Lübeck versammelten Ratssendeboten der wendischen Städte: ihre Schiffe, die mit Salz und anderen Gütern im letzten Herbst nach Riga, Reval und Königsberg ausgefahren seien, hätten wegen eines Sturms in der Weichsel Zuflucht suchen müssen. Dabei hätten die Danziger sie gezwungen, ihre Güter auszuladen, und ihnen nicht gestattet, sie zu verkaufen oder wieder auszuführen. Sie bitten daher, bei Danzig darauf hinzuwirken, dass die Kaufleute ihre Waren dorthin bringen könnten, wo sie wollten. (APGd. CVIII A, lübische Abschrift / Hanserezesse III,9, 1913, 21, S. 5)
1525 März 17. Segeberg. König Friedrich von Dänemark macht bekannt, dass er Bürgermeister und Rat von Lübeck zwischen Juni 4 und Juni 24 eines von sechs Schlössern übergeben wird. Über die Dauer der Verpfändung sollen zwei holsteinische Räte und zwei Hamburger Ratsherren entscheiden. Wenn Gotland erobert wird, will der König beim Reichsrat erwirken, dass ein Austausch des Pfandes gegen Gotland erfolgt. (AHL, Danica, Nr. 294, Original, mit Siegel / AHL, Acta Danica, vol. IV / Hanserezesse III,9, 1913, 30, S. 49-51)
1525 März 25. [Lübeck]. Die Älterleute der Nowgorodfahrer zu Lübeck an die Älterleute des gemeinen Kaufmanns zu Hamburg: Kniephof sei mit seinen Schiffen beim Skagen auf und ab gelaufen, um sich zu verproviantieren und dann an die Küste Flanderns zu ziehen. Den Zoll auf rote Biere solle man noch belassen. Man solle mit dem Boten mitteilen, wieviele Schiffe zur Verfügung ständen. (Hamburg, Kommerzbibliothek, aus Band "Extract des Alterthumbs" / Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte IV, S. 225 / Hanserezesse III,9, 1913, 43, S. 56)
1525 April 19. Hamburg.
Die Testamentarien Albert Wulhases erlassen Gert Holle eine Jahresrente von der Rente von 10 Mark, welche das Testament in seinem vor dem Nikolaikirchhofe auf dem Orde der Neuenburg neben dem von Ilsebe Ritwerdes bewohnten Hause der Nikolaikirche belegenen Erbe besitzt, wofür sich Gert Holle verpflichtet, diese Rente in 6 Jahren nicht abzulösen.
1525 April 21. Lübeck. Bürgermeister und Rat von Lübeck an Bürgermeister und Rat von Hamburg: einer ihrer Auslieger sei vor die Trave gekommen und habe berichtet, dass sie in der Nacht zu April 16 bei Pukavik mit Severin Norby gekämpft und drei Schiffe erobert hätten. Daraufhin hätten Severins Leute acht seiner Schiffe verbrannt. Hätten Gott für ihren Erfolg gedankt. Die Lübecker bitten nochmals darum, da sie noch nicht geantwortet haben, Schiffe gegen Klaus Kniphof auszurüsten. (StAHH / Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte, II, 128 / Hanserezesse III,9, 1913, 61, S. 68)
1525 Mai 14. Hamburg. Bürgermeister und Rat von Hamburg an König Friedrich von Dänemark: danken für die Nachricht über den Sieg über Severin Norby. Sie werden der Bitte des Königs entsprechend Kriegsschiffe in die Nordsee ausrüsten. Dafür sollen Handelsschiffe umgerüstet werden, wenn sie von der Handelsreise zurückkehren. (RA Kopenhagen, Gemeinsch. Arch. XIII 47 m, Original mit Siegel / Hanserezesse III,9, 1913, 73, S. 74)
1525 Juni 7-19. Lübeck. Rezess der Verhandlungen der dänischen und holsteinischen Räte König Friedrichs von Dänemark mit dem Rat von Lübeck, in Anwesenheit der Ratssendeboten von Hamburg und Lüneburg, in Sachen des Konflikts mit dem abgesetzten König Christian. (AHL, Acta Danica, vol. VI / Hanserezesse III,9, 1913, 94, S. 112-53)
1525 Juni 9-17. Lübeck. Rezess der Verhandlungen der kaiserlichen Kommissare unter Herzog Albrecht von Mecklenburg und der Gesandten des niederländischen Regiments mit den holsteinischen und dänischen Räten sowie dem Rat von Lübeck in Anwesenheit der Ratssendeboten Hamburgs und Lüneburgs in Sachen des Konflikts zwischen dem aktuellen dänischen König Friedrich und seinem abgesetzten und entwichenen Vorgänger König Christian. (AHL, Acta Danica, vol. VI / Hanserezesse III,9, 1913, 93, S. 93-112)
1525 Juni 30. Hamburg. Bürgermeister und Rat von Hamburg an König Friedrich von Dänemark: haben Nachricht bekommen, dass Klaus Kniphof Mai 31 mit drei Schiffen in Schottland ausgelaufen sei und in Richtung Skagen segele. Er habe Kaperbriefe an Bord und eine sichere Zuflucht für seine Beute in Schottland. Entlaufene Mönche würden sich in der Nachbarschaft einnisten und Aufruhr schüren. Bitten, die Warnung erst zu nehmen und dagegen rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen. (RA Kopenhagen, Gemeinsch. Arch. XIII 47 m, n. 173, Original mit Siegel / Hanserezesse III,9, 1913, 167, S. 164-65)
1525 August 20. Lübeck. Älterleute des Kaufmanns von Lübeck an den Kaufmann von Hamburg: König Christian habe die bisher zu Veere in Seeland liegenden Schiffe ausgerüstet. Fordern daher dazu auf, die jetzt auf der Elbe nach Westen auslaufenden Schiffe aufzuhalten. Werden einen der Ihren senden, um mit ihnen und dem Rat über das weitere Vorgehen zu sprechen. (AHL, Acta Danica, vol. V, Konzept von der Hand des Paul vom Velde / Hanserezesse III,9, 1913, 170, S. 316-17)
1525 Oktober 21. Lübeck. Bürgermeister und Rat von Lübeck an Bürgermeister und Rat von Hamburg: teilt die Antwort der Statthalterin Margarethe mit, die so am Anfang des Monats durch Dr. Herman Zuderhusen übergeben wurde. (StAHH, Cl. VI n. a vol. 1 fasc. 9, Original, Pergament, Siegel erhalten / Hanserezesse III,9, 1913, 209, S. 335)
1525 Oktober 22. Hamburg. Bürgermeister und Rat von Hamburg an König Friedrich von Dänemark: berichten über ihren Sieg über Klaus Kniphof und bitten um Unterstützung, falls sie von Graf Edzard von Ostfriesland angegriffen werden. (RA Kopenhagen, Gemeinsch. Arch. XIII 47 m, n. 16, Original mit Siegel / Hanserezesse III,9, 1913, 210, S. 335-37)
1525 November 15. Mölln.
Rezess der Versammlung der zu Mölln versammelten Ratssendeboten von Hamburg, Lübeck und Lüneburg, betr. die gemeinsame Verteidigung, die Beziehungen zu Dänemark und anderes.