Regesten zu 1482

Hamburg1482.03.23 - 1482 März 23. Hamburg.
Testament von Lauwerencius und Anneke Segher.
Hamburg1482.03.31 - 1482 März 31. o.O.
König Johann von Dänemark an die sächsischen Herzöge: bittet, dass sie sich im Prozess der Stadt Hamburg gegen die Grafen von Mühlingen vor dem Reichskammergericht der Stadt annehmen. (HStA Dresden W.A. Loc. 1317, Barbysche Sachen, Bl. 14 / Regesta Imperii, [XIII], 11, bei Nr. 521)
Hamburg1482.06.22 - 1482 Juni 22. Hamburg.
Bürgermeister und Rat zu Hamburg bekennen, vom Rat zu Lübeck ein Darlehen von 4000 Mark lübisch erhalten zu haben, und sagen die Rückzahlung jeweils Juni 24 von 1000 Mark in den nächsten Jahren ohne Verzug und auf ihre Kosten zu.
Hamburg1482.07.09 - 1482 Juli 9. Wien.
Kaiser Friedrich [III.] kassiert die Freiheiten, die den Grafen von Mühlingen zum Nachteil der Stadt Hamburg verliehen worden waren. (vgl. Chmel, Nr. 7555 / Regesta Imperii, [XIII], 11, bei Nr. 521)
Hamburg1482.07.14 - 1482 Juli 14. Wien.
Kaiser Friedrich [III.] in einem offenen Brief: bestätigt aus kaiserlicher Machtvollkommenheit auf Bitten von Bürgermeistern und Ratsherren der Stadt Hamburg ihnen sowie deren Nachfolgern auf ewig alle Gewohnheiten und Freiheiten. So solle niemand Roggen, Weizen, Gerste, Mehl und anderes Getreide ebenso wenig wie Wein und Bier auf der Elbe an der Stadt vorbei verfrachten, vielmehr sollten die Waren in Hamburg angeboten und verkauft werden. Alle dem entgegenstehenden Verleihungen, auch von Anderen erworben, seien ungültig. Bei Missachtung des Privilegs drohen kaiserliche Ungnade und eine Strafe von 100 m. Gold, die zur Hälfte an die kaiserliche Kammer und die Stadt Hamburg fallen. (StAHH, 710-1 I Threse I, C 10, Original / ebd., A 4 a und A 4 b, in Bestätigung Maximilians II. von 1566 Mai 3 / GStA PK, I. HA., Rep. 19 Nr. 42. Fasc. 1, fol. 102v-103v / Regesta Imperii, [XIII], 20, Nr. 281 / ebd., 31, Nr. 361 / HUB, 10, Nr. 982 / Stelzner, Versuch Hamburg, 2, S. 71-75)
Hamburg1482.07.14.a - 1482 Juli 14. Wien.
Kaiser Friedrich [III.] in einem offenen Brief: bestimmt aus kaiserlicher Machtvollkommenheit, dass den Bürgern, Einwohnern und Kaufleuten der Stadt Hamburg oder deren Erben ihre Kaufmannswaren und alle Güter, die ihnen oder den Ihren zu Wasser oder zu Land durch Schiffbruch, Raub und andere Ursachen genommen würden oder verloren gingen, zurückgegeben werden sollen. Die Hamburger hätten über die Verletzung geistlichen und weltlichen Rechts geklagt und über Behinderungen bei der Verfolgung von Straftätern, daher gebe er Bürgermeistern und Ratsherren das Recht, gegen Übeltäter auf der Elbe nach Reichsrecht vorzugehen. Verstöße gegen das Privileg führen zur kaiserlichen Ungnade und einer jeweils zur Hälfte an die kaiserliche Kammer und Hamburg fallende Strafe von 50 m. Gold. (StAHH, 710-1 I Threse I, A 5 / Regesta Imperii, [XIII], 31, Nr. 362)
Hamburg1482.07.14.b - 1482 Juli 14. Wien.
Kaiser Friedrich [III.] in einem offenen Brief: macht bekannt, dass er Bürgermeistern, Ratsherren, Bürgern, der Gemeinde und allen Erben der Stadt Hamburg aus kaiserlicher Machtvollkommenheit die Gnade erteilt habe, dass jeder, der seit zehn Jahren in Hamburg wohne, ohne von seinem Herrn, dem er rechtlich, gewohnheitlich oder sonstwie mit Leibeigenschaft verbunden gewesen sei, in dieser Zeit zurückgefordert worden zu sein, zusammen mit seinen Erben aus der Leibeigenschaft entlassen sein und alle Rechte und Privilegien genießen solle, wie sie die anderen freien Leute dort nach Recht und Gewohnheit genießen würden. Anlass war die Klage der Hamburger, zum Schaden der Stadt würden Kaufleute, die sich, aus vielen Ländern kommend, dort dauerhaft niedergelassen hätten und als sesshafte Bürger ein Gewerbe, Freunde und Familie besäßen, wegen ihrer Leibeigenschaft zurückgefordert und damit ihr Gut und ihre Familie verlieren würden. Der Kaiser verfügt, dass weder die Betroffenen noch die Hamburger deshalb nach geistlichem oder weltlichem Recht beklagt werden dürften, unter dem Vorbehalt der Obrigkeit von Kaiser und Reich. Er befiehlt allen Kurfürsten, Fürsten, Grafen und Herren sowie allen Reichsuntertanen die Beachtung des Privilegs, unter der Androhung seiner ubd des Reiches schwerer Ungnade und einer Strafe von 60 m. Gold, die zur Hälfte der kaiserlichen Kammer und zur Hälfte den Hamburgern zufallen sollen. - Am vierczehenden tag des monads Julii. (StAHH, 710-1 I Threse I, A 3 a / Regesta Imperii, [XIII], 31, Nr. 363)