Regesten zu 1470

Hamburg1470.04.04 - 1470 April 4. Hamburg.
Bürgermeister und Rat zu Hamburg an den Syndikus Lübecks, Johann Osthusen: hat ihnen wegen der Forderungen des Grafen Gunther von Mühlingen an die holländischen Städte geschrieben. Sie haben den Herzog von Burgund deshalb angeschrieben, doch lässt die Antwort negative Konsequenzen befürchten. Haben deshalb auch den Kaiser verständigt. Bitten sie beim Kaiser zu unterstützen. (AHL, Original Pergament mit Resten des Siegels / Lübisches Urkundenbuch, 11, 569, S. 621-22)
Hamburg1470.04.17 - 1470 April 17. Hamburg.
Bürgermeister und Rat von Hamburg an den Häuptling Edo Boynges von Gödens: danken ihm für die Vermittlung zwischen ihnen und Alleken, Lubbe Onneken unde Sirke tor Fredeborg , die 5000 rheinische Gulden Schadensersatz verlangt haben. Da aber diese Sache erst mit den anderen Städten besprochen werden muß, so erbitten sie ein Jahr, oder wenigstens bis Michaelis Aufschub. (OLA. Kniphausen, Landessachen / Original, Papier, Verschlusssiegel ab / ame Dinxedage na Palmsondage / Druck: Ostfriesisches Urkundenbuch, ed. Friedländer, I, S. 886 / Urkundenbuch von Jever und Kniphausen, Nr. 216, 112)
Hamburg1470.07.26 - 1470 Juli 26. Hamburg.
Zeugnis über die Schlichtung eines gewalttätigen Ehestreits.
Die von ihrem Mann Hans Weghedorne misshandelte Ehefrau Metken floh in das Haus ihres Vaters. Der Vater, Engelken van Hamme, bemühte sich daraufhin um eine Anklage des Ehemanns seiner Tochter vor dem Rat der Stadt. Hierzu kam es aber nicht, da sich Verwandte beider Parteien darum bemühten, die gewalttätigen Streitigkeiten zwischen Hans Weghedorn und seiner Frau, vertreten durch ihren Vater, in gemeinsamen Beratungen zu schlichten. Als Ergebnis dieser Schlichtung werden größtenteils dem Ehemann, aber auch seiner Frau, eine Reihe von Verhaltensregeln auferlegt. Diese sollen, unter Androhung von Konsequenzen, den Frieden in der Ehe wieder herstellen und bewahren. Über diesen Vorgang wird ein Zerter angefertigt, der in drei Teile geschnitten wird und von dem Engelken van Hamme, Dyderyke Allenhusen und Hans Weghedorne je einen Teil erhalten.
Hamburg1470.10.25 - 1470 Oktober 25. Neumünster.
König Christian I. von Dänemark an Graf Gerhard von Oldenburg: fordert ihn auf, ein von ihm genommenes Schiff aus Hamburg und Lübeck mit Gütern an die Eigner zurückzugeben. Er soll auch den Bau einer Festung an der Weser aufgeben. (AHL, Abschrift auf Papier / Lübisches Urkundenbuch, 11, 655, S. 703)
Hamburg1470.11.29 - 1470 November 29. Graz.
Kaiser Friedrich [III.] in einem offenen Brief: macht bekannt, dass er Graf Günther von Mühlingen, Herrn zu Barby, dessen Sohn Johann und Erben für sich und ihre Untertanen das Recht verliehen habe, Korn, Mehl und anderes Getreide sowie Wein und Bier auf der Elbe nach Hamburg zu verschiffen und vor Ort zu verkaufen; ebenso dürften sie dort Heringe, Tuch und andere Waren erwerben und zurückbringen. (GStA PK I. HA Rep. 52 Nr. 87, unfol. / Regesta Imperii, [XIII], 20, Nr. 168 / ebd. 16, Nr. 102 / ebd. 11, nr. 398 / Chmel 5140)
Hamburg1470.12.04 - 1470 Dezember 4. Lüneburg.
Der Rat von Lüneburg macht bekannt, dass er einen Streit zwischen dem Rat von Hamburg und den Brüdern Ordghys und Roleff von Hodemberg geschlichtet hat.
Hamburg1470.12.16 - 1470 Dezember 16. o.O.
Kaiser Friedrich [III.] an Bürgermeister und Rat der Stadt Hamburg: bevollmächtigt sie, im Streit des Grafen Johann von Mühlenberg, Herrn von Barby, mit den Städten Amsterdam und Leiden eine Entscheidung herbeizuführen. (StAHH, 111-1, Senat, Bd. 1, Cl. I Lit A1 Nr. 1, S. 98, inhaltlich problematisches Regest / Regesta Imperii, [XIII], 31, Nr. 189)
Hamburg1470.12.22 - 1470 Dezember 22. Graz.
Kaiser Friedrich [III.] an Bürgermeister und Räte der Städte Hamburg und Lüneburg: lädt sie zum Tag nach Regensburg. (StAHH, 111-1, Senat, Bd. 1, Nr. 5, S. 14, Regest des Nicolaus Stampeel / Regesta Imperii, [XIII], 31, Nr. 191)