Regesten zu 1462

Hamburg1462.01.09 - 1462 Januar 9. Hamburg.
Rat zu Hamburg an den Rat zu Lübeck: antworten auf die Klagen von Lübeckern gegen Hamburg wegen des Tonnenzolls, erhöhter Sätze für die Verzollung von Tuch (350 statt 200 m.), Erhebung von Krangeld für schwere Waren, die nicht mit dem Kran transportiert wurden, und wegen der ungünstigen Lage der Kräne. Hamburg verweist als Antwort auf erhöhte Ausgaben für den Schutz der Elbe. (AHL, Original, mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, CXXVI, S. 129-31)
Hamburg1462.02.10 - 1462 Februar 10. Hamburg.
Rat zu Hamburg an den Rat zu Lübeck: haben ihnen geschrieben, dass sie zu Schwanenbek mit Herzog Bernhard von Sachsen-Lauenburg über die erhöhten Fährgelder zu Artlenburg verhandeln wollen, und sie ebenso wie Lüneburg um Teilnahme gebeten. Sie werden zum allgemeinen Besten gern ihre Vertreter nächsten Dienstag oder Mittwoch zum Treffen schicken. (AHL, Original, mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, CXXXVII, S. 140-41)
Hamburg1462.02.16 - 1462 Februar 16. Hamburg.
Der Hamburger Ratsherr Johann Gerwer überschreibt dem Kloster Marienwold bei Mölln 13 m. jährlicher Rente aus der ihm vom Rat im Hauptbrief überlassenen Niedermühle und verfügt über die Verwendung. Falls der Rat die Rente auslösen will, soll die Hauptsumme beim Kämmerer hinterlegt werden, bis sie wieder angelegt werden kann. (AHL, Original, mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, CXLV, S. 148-49)
Hamburg1462.03.22 - 1462 März 22. Bremen.
Rat zu Bremen an den Rat zu Lübeck: könne nur mit Graf Gerhard von Oldenburg eine Sühne eingehen, wenn sich Moritz von Oldenburg anschließt, ist auf jeden Fall bereit, an Verhandlungen in Hamburg teilzunehmen, wenn auf der Elbe zwischen Stade und Hamburg und zurück sicheres Geleit gewährt wird. Vertrauen völlig auf Lübeck und die Hamburger. (AHL, Original, mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, CLIV, S. 157-58)
Hamburg1462.04.08 - 1462 April 8. Segeberg.
Christian I. König von Dänemark, Schweden und Norwegen, Herzog von Schleswig usw. macht bekannt, dass er alle Privilegien Hamburgs in den drei Nordischen Reichen bestätigt und erneuert und den Hamburgern die Ausfuhr von Waren nach Hamburg gestattet hat, die im dortigen Hafen verzollt werden sollen.
Hamburg1462.04.28 - 1462 April 28. Segeberg.
Detlev von Buchwalde Amtmann zu Segeberg, an den Rat zu Lübeck: beschwert sich darüber, dass die Fuhrleute zwischen Lübeck und Hamburg Oldesloe nicht mehr berühren. (AHL, Original auf Papier, mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, CLXXVIII, S. 177)
Hamburg1462.05.26 - 1462 Mai 26. o.O.
Kaiser Friedrich [III.] an Bürgermeister und Rat zu Hamburg: verweist auf den Ungehorsam von Pfalzgraf Friedrich [I.] bei Rhein und Herzog Ludwig [IX.] von Bayern-Landshut gegenüber Papst, Kaiser und Reich, auf das Vorgehen Friedrichs gegen Amberger Bürger, Ludwigs gegen Donauwörth und Dinkelsbühl sowie den Bischof von Eichstädt. Fordert sie auf, den kaiserlichen Hauptleuten Markgraf Albrecht von Brandenburg, Markgraf Karl von Baden und Graf Ulrich von Württemberg, beizustehen und niemandem zu erlauben, Friedrich und Ludwig in ihren Schlössern, Städten und Gebieten Unterstützung zu geben. (StA Bamberg, GHAP, 5107, fol. 264r-v / Regesta Imperii, [XIII], 32, Nr. 690)
Hamburg1462.06.04 - 1462 Juni 4. o.O.
Kaiser Friedrich [III.] an Bürgermeister und Rat zu Hamburg: hat von den kaiserlichen Hauptleuten mit Befremden erfahren, dass sie gegen kaiserliche Gebote sich dem Vorgehen gegen die Gegner des Reichs entziehen. Fordert sie auf, sich den kaiserlichen Hauptleuten anzuschließen, sonst werde er die Getreuen des Reichs auch gegen sie vorgehen lassen. (erwähnt in Aufstellung kaiserlicher Schreiben, HStA Stuttgart, Best.A 602, Nr. 4607, S. 10-11 / Regesta Imperii, [XIII], 23, Nr. 488)
Hamburg1462.08.13 - 1462 August 13. Hamburg.
Rat zu Hamburg an Bürgermeister Detlev Bremer und Ratsherrn Albert Schilling zurzeit zu Lübeck: haben den Schiffern, die zurzeit bei Vrijborch auf der Elbe liegen, ihren Brief mit der Antwort des Lübecker Rats und der Kaufleute vorlesen lassen und ihre Vertreter nach Hamburg eingeladen, um mit den Lübecker Gesandten zu verhandeln, damit sie mit ihren Waren gut nach Hause kommen. (AHL, Original, mit geringen Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, CCVII, S. 217-18)
Hamburg1462.10.19 - 1462 Oktober 19. Hamburg.
Rat zu Hamburg an den Rat zu Lübeck: von den Schiffen des dänischen Königs, von denen man lange gesprochen habe, seien nun zwei große bei Vrijborch auf der Elbe aufgetaucht, und weitere sollen folgen. Ihr Münzmeister hat ihnen durch Aufschneiden den geringen Wert der in Stadt umlaufenden ungarischen Gulden gezeigt, so dass der Rat die Annahme der Gulden verboten habe. (AHL, Original, mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, CCXLV, S. 256-57)
Hamburg1462.10.29 - 1462 Oktober 29. Hamburg.
Rat zu Hamburg an den Rat zu Lübeck: haben angefragt, wie sie zu dem in Mölln vereinbarten Münzrezess stehen. Der Hamburger Rat stimmt dem Rezess vollständig zu. (AHL, Original, mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, CCXLVII, S. 257-58)
Hamburg1462.11.10 - 1462 November 10. Hamburg.
Rat zu Hamburg an den Rat zu Lübeck: nachdem der dänische König eines der in der Stör liegenden großen Schiffe von 30-40 Last mit 80 Mann Besatzung ausgerüstet und vor Helgoland beordert hat, fürchten sie Übergriffe auf die Kaufleute. Schlagen vor, Maßnahmen dagegen zu beraten. (AHL, Original, mit geringen Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, CCL, S. 260-61)
Hamburg1462.12.23 - 1462 Dezember 23. Bremen.
Rat zu Bremen an den Rat zu Lübeck: Graf Johann von Hoya und Bruchhausen hat zwischen ihnen und den Grafen Gerhard und Moritz von Oldenburg einen Tag zu Hamburg vermittelt, der einen Ausgleich herbeiführen soll. Sie bitten um die Teilnahme der Lübecker. (AHL, Original, mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, CCLXXI, S. 283)