Regesten zu 1461

Hamburg1461.05.15 - 1461 Mai 15. Hamburg.
Rat zu Hamburg an den Rat zu Lübeck: sagen zu, dass sie nach den wertvollen Gegenständen suchen werden, die die in der Elbe ertrunkenen Lübecker mit sich geführt haben, und dass sie die gefundenen Gegenstände aufbewahren werden. (AHL, Original, mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, XLIX, S. 48-49)
Hamburg1461.06.30 - [um 1461 Juni 30]. Graz.
Kaiser Friedrich [III.] an Bürgermeister und Rat zu Hamburg: befiehlt ihnen, da es zu lange dauern würde, einen Bevollmächtigten zu jedem von ihnen zu senden, ihre Ratssendeboten zu August 24 zu Verhandlungen mit Markgraf Albrecht von Brandenburg nach Nürnberg zu schicken. (in Liste der Empfänger StA Bamberg, GHAP 5101, fol. 322v / Regesta Imperii, [XIII], 32, Nr. 363 / ebd., 10, 196)
Hamburg1461.07.02 - 1461 Juli 2. Hamburg.
Rat zu Hamburg an den Rat zu Lübeck: die Grafen Gerhard und Moritz von Oldenburg hätten Schiffe ausgerüstet, um gegen Kaufleute vorzugehen. Während die Hamburger Gerhards Schiffe in der Elbe arrestiert hätten, hätte Moritz zwei weggenommene Schiffe in die Hunte bringen lassen. Gerhard und Moritz seien nunmehr aus der See, so dass der Kaufmann fahren könnte. (AHL, Original, mit teilweise erhaltenem Siegel / UB Stadt Lübeck, 10, LXIII, S. 67-68)
Hamburg1461.09.02 - 1461 September 2. Wiener Neustadt.
Kaiser Friedrich [III.] an Bürgermeister und Rat zu Hamburg: unterrichtet sie über die schriftliche Appellation des Lübecker Bürgers Klaus Muntzer gegen die Vorladung, den Prozess und das Urteil durch Reginhard Laurender, der sich Freigraf zu Freienhagen nenne. Dieser habe am dortigen Freistuhl auf Klage Michael Heiders gegen die Gesetze seiner zu Frankfurt beschlossenen königlichen Reformation entschieden, ohne dass Heider seine vorgeblichen Ansprüche zuvor begründet hätte. Weder müsste sich der Beklagte vor diesem Richter rechtfertigen, noch dürfte jener über ihn urteilen. Befiehlt daher den Hamburgern und bevollmächtigt sie, beide Seiten rechtlich vorzuladen, anzuhören und eine Entscheidung zu fällen. Auch könnten Zeugen angehört und ggf. Aussagen mit Strafen erzwungen werden. (inseriert in Urteil des Hamburge Rats, StAHH 111-1 Senat Cl. VII Lit. Ma Nr. 1 vol. 5, Pergament / Regesta Imperii, [XIII], 31, Nr. 143)
Hamburg1461.09.02.a - 1461 September 2. Wiener Neustadt.
Kaiser Friedrich [III.] an Reginhard Laurender, der sich Freigraf zu Freienhagen nenne, nicht weiter gegen den Lübecker Bürger Klaus Muntzer vorzugehen. Dieser habe an den Kaiser appelliert, er habe seinerseits Bürgermeister und Rat der Stadt Hamburg zu einer Entscheidung bevollmächtigt. Erinnert an den dem Reich schuldigen Gehorsam und droht mit einer Strafe von 100 m. Gold an die kaiserliche Kammer sowie mit Strafen nach der königlichen Reformation. (AHL, ASA, Interna, Evokationen Nr. 8422 / Regesta Imperii, [XIII], 31, Nr. 144)
Hamburg1461.09.07 - 1461 September 7.
Die Äbtissin von Harvestehude, Elisabeth Ebbedische, und die Priorin Gertrud bestätigen die Stiftung der Bruderschaft S. Johannis des Apostels und des Evangelisten.
Hamburg1461.10.24 - 1461 Oktober 24. Hamburg.
Rat zu Hamburg an den Rat zu Lübeck: haben ihnen wegen der Münze geschrieben, dass die rheinischen Gulden künftig 22 Schillinge gelten sollen. Bitten, das nicht vor November 11 zu publizieren und baldmöglichst für weitere Beratungen einen Tag einzuberufen. (AHL, Original, mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, XCVIII, S. 102-03)
Hamburg1461.11.05 - 1461 November 5. Hamburg.
Rat zu Hamburg an den Rat zu Lübeck: bitten dem Hamburger Ludike vom Rade die ausstehenden Gelder für 30 Last und fünf leere Biertonnen zu bezahlen aus der Zeit, als er ihr uthnemer in Hamburg war. (AHL, Original, mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, CIII, S. 107)
Hamburg1461.12.10 - 1461 Dezember 10. Hamburg.
Rat zu Lübeck an den Rat zu Wismar: bitten sie, in einem Streit Lübecks mit Otto Meinersdorpp aus dem Land Hadeln zusammen mit Hamburg und dem Bischof von Lübeck die Vermittlung zu übernehmen. (StA Wismar, Original, mit größeren Teilen des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, CXIII, S. 117-18)
Hamburg1461.12.19 - 1461 Dezember 19.
Der Hamburger Rat bezeugt den 1461 August 19 geschlossenen Vergleich in einem Streit zwischen Gheseke, der Witwe Hermann Staels, und Copekin Scroder betr. Fischereirechte, die Gheseke für die Zahlung von 60 Mark in drei Raten übertragen werden.
Hamburg1461.12.23 - 1461 Dezember 23. Hamburg.
Rat zu Hamburg an den Rat zu Lübeck: haben ihren Brief zu Klagen von Lübeckern, was ihnen in Hamburg widerfahren ist, Mittwoch vor Weihnachten erhalten. Wegen des Fests wollen sie jedoch noch nicht antworten, sie senden die Antwort aber danach. (AHL, Original, mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, CXVIII, S. 122)