Regesten zu 1448

Hamburg1448.00.00 - [1448 o.T.].
Die Hamburger Bürgermeister und Ratsherren Hinrich Koting, Dietrich Lüneburg und Erik van Tzeven schlichten einen Streit um eine Stintfurt zu Groverorde.
Hamburg1448.03.30 - 1448 März 30. Hamburg.
Rat von Lübeck an den Rat von Rostock: Hamburg schließt sich dem Beschluss, einen gemeinsamen Prokurator an den königlichen Hof zu senden, nicht an, weil es bereits einen eigenen Prokurator dort unterhält. Bremen, Lüneburg und Stade haben noch nicht geantwortet. (AHL, Konzept auf Papier / UB Stadt Lübeck, 8, 1889, DIX, S. 558)
Hamburg1448.04.03 - 1448 April 3. Hamburg.
Rat von Lübeck an den Rat von Bremen: teilt mit, dass Hamburg nicht an der Verabredung teilnimmt, weil es einen eigenen Prokurator am königlichen Hof unterhält. (AHL, Konzept auf Papier / UB Stadt Lübeck, 8, 1889, DX, S. 558-59)
Hamburg1448.09.10 - 1448 September 10. o.O.
Gerlach Pil Rentmeister im Emsland an die Räte von Lübeck und Hamburg: bittet, die Bestimmungen des zu Kampen mit dem Bischof von Münster vereinbarten Friedensvertrags ihm in zwei Ausfertigungen zukommen zu lassen, eine davon besiegelt, er werde für die Besiegelung der zweiten sorgen. (AHL, Abschrift / UB Stadt Lübeck, 8, 1889, DXXIX, S. 576)
Hamburg1448.09.12 - 1448 September 12. Linlithgow.
Die Baillis und Ratsherren von Linlithgow in Schottland an Bürgermeister, Ratsherren und Schöffen zu Hamburg (Hommburgh): die Angelegenheit des Patricius Buny, der von einem Hamburger namens Hinricus Newland auf dem Meer ausgeraubt und seines Schiffes beraubt wurde (super mare violenter depredatus est). Patricius habe darauf einen weiteren Hamburger, Theman Bremar, arrestieren lassen, diesen aber auf Drängen von Baillis und Rat wieder freigegeben. Bitten um Schadensersatz für Patricius. - Scriptum apud burgum nostrum predictum [...] XII die mensis Septembris, anno domini MCCCCo quadragesimo octavo. (olim StAHH / App. C to Mr. Cooper's Report on the Foedera, 1860, 15, S. 8)
Hamburg1448.10.01 - 1448 Oktober 1. Hamburg.
Rat von Hamburg an Rat von Lübeck: senden Brief des Gerlach Pil [Nr. DXXIX], sollen die von ihnen verwahrte, vom Bischof besiegelte Friedensurkunde umschreiben lassen und dann entsprechend vorgehen. Gerlach Pil soll eine Entschädigung für seine Arbeit und Mühen bekommen. (AHL, Orginal auf Papier, Siegel aufgedrückt / UB Stadt Lübeck, 8, 1889, DXXXIII, S. 580-81)
Hamburg1448.10.08 - 1448 Oktober 8. Hamburg.
Der Rat von Hamburg an Lübeck: bittet den Bremer Rat zu veranlassen, Tanne Duren, Lubbe Onneken unde ere vrunde zu unterweisen, dat se de sone, na inneholde der besegelden breve darup gemaked, holden unde den genoech don, uppe dat de lande unvorderft in reste und vrede mögen bliven. Es scheine, als ob dem Olrike unde sinen vrunden de sone unde vrede gentsliken vorbroken unde nicht geholden werde. (Dionisii avend / Original: AHL / Ostfriesisches Urkundenbuch, ed. Friedländer, I, 599 / UB Stadt Lübeck, 8, DXXXV, S. 582-83 / Urkundenbuch von Jever und Kniphausen, Nr. 161, 80)
Hamburg1448.10.08.a - 1448 Oktober 8. Hamburg.
Der Rat von Hamburg an den Rat von Lübeck: ihr Schreiber Johann Quentin hat ihnen den Entwurf des Friedensvertrags mit dem Bischof von Münster gebracht, der nun besiegelt werden muss. Der zu Kampen vereinarte Friede endet 1449 September 29, dann soll der vorliegende Friede auf fünf Jahre einsetzen. - Zettel: Die Besiegelung wird sich wohl auf Oktober 28 verzögern, hat daher dasselbe Datum in beide Urkunden eintragen lassen. (AHL, Orginal mit aufgedrücktem Siegel / UB Stadt Lübeck, 8, 1889, DXXXIV, S. 581-82)
Hamburg1448.10.09 - 1448 Oktober 9. Hamburg.
Rat von Hamburg an Rat von Lübeck: senden den Entwurf zu einem Vertrag mit dem Bischof von Münster mit der Bitte um Besiegelung. Der Vertrag soll dann mit einem Geschenk von 20 rh. gld. für den Unterhändler Gerlich Pile zurückgesandt werden, Hamburg wird dieselbe Summe dazulegen und mit einem weiteren Brief an diesen weitersenden. (AHL, Abschrift auf Papier / UB Stadt Lübeck, 8, 1889, DXXXVI, S. 583)
Hamburg1448.10.11 - 1448 Oktober 11. Lübeck.
Rat von Lübeck an Rat von Hamburg: senden die besiegelte Ausfertigung des Friedensvertrags mit dem Bischof von Münster und ein Geschenk von 20 rh. gld. für den Unterhändler Gerlich Pile. (AHL, Konzept auf Papier / UB Stadt Lübeck, 8, 1889, DXXXVIII, S. 584)
Hamburg1448.10.11.a - 1448 Oktober 11. Lübeck.
Rat von Lübeck an Rat von Hamburg: senden die ihnen übersandten Unterlagen zum Ausgleich zwischen den friesischen Häuptlingen Ulrich von Esens, Norden und Aurich, Tannen Duren und Lubben Onneken zurück, zusammen mit einem Schreiben an den Rat von Bremen, mit dem sie Bitten der Friesen nachkommen, und weiteren Abschriften. (AHL, Konzept auf Papier / UB Stadt Lübeck, 8, 1889, DXXXIX, S. 585)
Hamburg1448.10.11.b - 1448 Oktober 11. Lübeck.
Rat von Lübeck an den Häuptling Ulrich: sie haben in seinem Interesse an Bremen geschrieben, Hamburg werde ihm die Antwort Bremens übermitteln. (AHL, Konzept auf Papier / UB Stadt Lübeck, 8, 1889, DXLI, S. 586-87)
Hamburg1448.10.28 - 1448 Oktober 28. o.O.
Bischof Heinrich von Münster bezeugt das mit Lübeck und Hamburg auf fünf Jahre ab 1449 September 29 eingegangene Bündnis, das von Gherlich Pile, seinem Rentmeister im Emsland, vermittelt wurde. (StAHH, Original / UB Stadt Lübeck, 8, 1889, DXLVIII, S. 596-97)
Hamburg1448.10.30 - 1448 Oktober 30. Lübeck.
Rat von Lübeck an Rat von Lüneburg: haben ihnen zusammen mit der Kopie eines Schreibens von Albert von der Molen, Ratsherr und Hauptmann zu Winsen, die Bitte zukommen lassen, die zu Unrecht von Riepenburg aus überfallenen Untertanen wieder freizulassen. Riepenburg werde aber auch durch die Hamburger verwaltet, bitten daher, sich zuerst an Hamburg zu wenden. (StA Lüneburg, Original, Reste des Secrets / UB Stadt Lübeck, 8, 1889, DLI, S. 600)
Hamburg1448.12.11 - 1448 Dezember 11. Hamburg.
Die Brüder Hinrik, Johan und Wichman von Bingen an Rat von Lübeck: berichten auf Anfrage des Rats über Probleme um die Münzprägung.(AHL, Orginal auf Papier, Siegel ab / UB Stadt Lübeck, 8, 1889, DLXII, S. 612-14)