Regesten zu 1432

Hamburg1432.03.20 - 1432 März 20. o. O.
Die Lübecker Ratsherren Jacob Bramstede und Johann Colmann vermitteln einen Ausgleich zwischen Hamburg, vertreten durch die Bürgermeister Johann Wyen und Simon von Utrecht, und den Lübecker Bürgern Hinrik Gripeshorn, Hinrik Gerlichstede und Herman Vrome sowie Cord Hupe über ein Schiff, den Kamhuser, den Hinrik Hoyer und die Hamburger in den Sund gebracht haben und der da geblieben ist. Die Hamburger sollen den Reedern dafür Ostern in einem Jahr 510 m. lübisch in einer Summe zahlen bzw. entsprechende Renten zusammenbringen, wenn sie das Geld nicht haben. (AHL, Original auf Pergament, Zerter / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 7, CDLXXXVIII, S. 464)
Hamburg1432.04.07 - 1432 April 7. Rom.
Papst Eugen IV. bestätigt die Beveldsche Stiftung an St. Nicolai in Hamburg. / Schütze, Verzeichnis, 454, S. 368 / Staphorst I,3, S. 48.
Hamburg1432.05.07 - 1432 Mai 7. o. O.
Vor dem Rat Hamburg werden die Renteneinkünfte vermerkt, die nach dem Tode Heinrichs von Hotlum an seine Frau Hylle übergegangen sind, mit genauer Angabe der Grundstücke, von denen die Renten zu zahlen sind. Über ihre tutores (Vormünder oder Testamentsvollstrecker) Johan Worm, Tymmo Bremer, Otto Bickelstad und Johan Nygehus behält Hylle alle zuvor beschriebenen Einkünfte ihrem Sohn, Heinrich von Hotlum dem Jüngeren, vor. Verhandelt vor dem Ratsherrn Conrad Moller.. (StAHH, Liber contractuum 1300-1453, fol. 249r, gleichzeitige Register-Überlieferung)
Hamburg1432.05.08 - 1432 Mai 8. Hamburg.
Hamburg an Kampen: antwortet auf die Anfrage nach dem Verbleib eines nach Hamburg ausgegangenen Schiffes, dass der ostfriesische Häuptling Sibet von Sybedesborch etliche Vitalienbrüder auf See ausgerüstet hat; diese nahmen drei Schiffe, unter anderem das vermisste Schiff des Schiffers Bruningh Wilmessen, das sie bemannten; als sie aber von Hamburger Schiffen bedrängt wurden, schafften die Vitalienbrüder eilig aus Brunings Schiff Segel, Takel, Taue und viele Güter in das eigene hinüber und flohen, so dass die Hamburger das Schiff am Morgen verlassen in der offenen See vor Anker vorfanden und es mit Hilfe einer bardsen (Lastschiff) nach Hamburg brachten; da Junker Sibet deshalb vom Hamburger Rat 1200 rheinische Gulden verlangt, weil das Schiff von seinen Leuten seinen erklärten Feinden abgenommen sei, und auch die Hamburger, die das Schiff wieder erbeutet haben, Ansprüche erheben, müssen Schiff und Güter solange in Hamburgs Verwahrung bleiben, bis die Sachlage geklärt ist.
Hamburg1432.05.16 - 1432 Mai 16. o. O.
Vor dem Rat zu Hamburg, vertreten durch Ludolf Melczing, tritt Alheydis, Witwe des Matthias Walkemoler, vertreten durch Heinrich de Monte, mit Zustimmung ihrer Erben Renten von 30 m. an Wobbeke, Witwe des Thidekin Wonstorpe, ihre Tochter, ab. Diese 30 m. kann Alheydis erst nach dem Tod der Witwe Adelheids. Verhandelt vor dem Ratsherrn Vicko Wigershop.
Nachtrag zu 1434: Von den 20 m. Renten wurden 10 m. abgelöst. Verhandelt vor dem Ratsherrn Bern[hard] Gronewold. (StAHH, Liber contractuum 1300-1453, fol. 249r, gleichzeitige Register-Überlieferung)
Hamburg1432.07.14 - 1432 Juli 14. Wismar.
Bürgermeister und Rat von Wismar an die in Hamburg versammelten Bürgermeister und Ratsherren von Lübeck, Lüneburg und Hamburg: bevollmächtigen bei ihnen Cord Swarte und Walter Kröger, die von Bartholomäus Voed, Willem Reynerdesson, Arnd Bole, Vrancke und Hans Zwartehavere, Hauptleute der Auslieger, beauftragt wurden, das ihnen aus ihrem Dienst für die Städte zustehende Geld und Gut einzufordern. Sie dürfen auch Quittungen ausstellen und handeln, als wenn die Hauptleute selbst anwesend wären. Die Wismarer bitten um Unterstützung. (AHL, Original mit Siegel / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 7, D, S. 476-77)
Hamburg1432.07.18 - 1432 Juli 18. o.O.
Der Dekan zu Lübeck und päpstliche Beauftragte Bonrode bestätigt die Beveldsche Stiftung an St. Nicolai in Hamburg. / Schütze, Verzeichnis, 455, S. 368 / Staphorst I,3, S. 49.
Hamburg1432.09.18 - 1432 September 18. [Lübeck].
Bürgermeister und Rat von Lübeck, Johann Wyge, Bürgermeister, und Erik van Tzeuen, Ratsherr zu Hamburg, Johann Vrese, Bürgermeister zu Wismar, Clawes Gronenhagen, Bürgermeister, Johann Sprinkintgut, Ratsherr, und Johann [van Minden] Protonotar von Lüneburg, legen den Münzfuß für die aktuelle Münzprägung fest. So sollen Pfennige im Wert eines Schillings geschlagen werden, von den 92 auf die lötige Mark gehen, oder auch halbe Schillinge (von sechs Pfennigen). Weiter sollen Hohlpfennige geprägt werden, von denen die Gewichtsmark 3 m. 14 sol. ausmachen. (StAHH, verloren / Grautoff, Historische Schriften, 3, 218ff. / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 7, DVI, S. 481-83)
Hamburg1432.09.23 - 1432 September 23. o.O.
Heyne Gyre, Bürger zu Wismar, quittiert für sich und seine Mitreeder den Bürgermeistern und Ratsherren der Stadt Hamburg den Empfang einer Teilsumme von 50 Mark von insgesamt 750 Mark für sein bei der Kriegsfahrt gegen Dänemark unter Bürgermeister Hinrik Hoyer im Sund verlorenes Schiff. (StAHH Threse Gg 41 / HG 2 / HUB VI, 1052, S. 586)
Hamburg1432.09.27 - 1432 September 27. Hamburg.
Dekan und Domkapitel bestätigen die Bennynsche karitative Stiftung. / Schütze, Verzeichnis, 456, S. 368 / Staphorst I,4, S. 391.
Hamburg1432.12.08 - 1432 Dezember 8. Lübeck.
Johannes Constin Vikar an der Marienkirche zu Lübeck überlässt seinem Verwandten Hinrik Constin 800 m. lübisch vom halben Zoll der Grafen von Holstein in Hamburg mit Schlüsseln und allen Rechten und Zubehör nach dem Wortlaut der Urkunde des Grafen von Holstein. (AHL, Niederstadtbuch 1432 Concept. Marie / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 7, DXIX, S. 491)