Regesten zu 1420

Hamburg1420.00.00 - 1420. [Hamburg].
Stiftung der Vikarie der Jungfrau Maria und des hl. Thomas von Canterbury an St. Katharinen durch Johannes von dem Hagen, Kleriker der Mindener Diözese, mit Renten von 40 m. in einem Haus im Grimm, Patronatsrecht 120 Jahre. (Niehusen, Inventarium, 2. / Staphorst, I,1, S. 473)
Hamburg1420.00.00.a - [ca.1420]. o.O.
Luderus vormunde, Womele Äbtissin, Lucia Priorin und der ganze Konvent zu Harvestehude, in einem offenen Brief: machen bekannt, dass sie Johan Elresdorp, Vikar am Dom, für 150 m. Hamburger Pfennige eine Leibrente von 10 m. jährlicher Rente verkauft hätten, die sie ihm aus ihren Einkünften zahlen sollten, in zwei Raten zu Ostern und Michaelis. Nach seinem Tode sollten die 10 m. zur Finanzierung der Kleidung der Schwestern. Dafür solle jeden Donnerstag eine Messe mit Orgel gesungen werden. (Abschrift, Papier / Copiae Archivi, beim Deckblatt zu 1420)
Hamburg1420.02.02 - 1420 Februar 2. Hamburg.
Bürgermeister, Räte und Gemeine zu Lübeck und Hamburg machen bekannt, dass sie sich wegen der Rechtsbrüche der Herzöge Erich und Bernhard von Sachsen-Lauenburg, für die ihnen keine Gerechtigkeit widerfahren ist, gegen diese und ihre Unterstützer verbündet haben. Im Kriegsfall soll jede Stadt 200 Gewappnete und 100 Schützen, alle zu Pferd, ausrüsten. Auch für die Ausrüstung von Schiffen sollen die Lasten zwischen den Städten gleich verteilt werden. Im Krieg eroberte Lande, Burgen und Städte sollen gemeinsam verwaltet, Beute und Lösegelder aufgeteilt werden. Das Bündnis besteht auch nach dem Friedensschluss fort und ist auf insgesamt zehn Jahre geschlossen, kann aber vorher gekündigt werden. (AHL, Original, Siegel Hamburgs / StAHH, Original / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. CLXXI, S. 214-16)
Hamburg1420.03.26 - 1420 März 26. Piacenza.
Papst Martin V. an Johannes Brunonis de Verdis: verleiht ihm wegen seiner Verdienste die ewige Vikarie am Dom St. Marien zu Hamburg, die vorher Johannes (VII.), Bischof von Lübeck innehatte, bevor er kürzlich in sein neues Amt berufen wurde, da die Vikarie dadurch am heiligen Stuhl vakant geworden sei. Der Papst verleihe ihm die Einkünfte und Rechte, mit der Verpflichtung, sich bei Anwesenheit an den Gottesdiensten zu beteiligen. (Hamburg, Staatsbibl., aus dem Einband der Clementinen-Hs. der Petrikirche / Staphorst, I,3, S. 138ff. / StAHH, Copiae Archivi bei Y 12)
Hamburg1420.04.15 - [nach 1420 April 14]. Lübeck.
Bürgermeister und Rat zu Lübeck an Bürgermeister und Rat zu Hamburg: In der von den Hamburgern aufgebrachten Frage, wer als Gesandter zum römischen König geschickt werden soll, scheint es den Lübeckern ausreichend zu sein, ihren Schreiber zu schicken. Das gemeinsame Treffen mit Lüneburg zum Abschluss eines Bündnisses sollte nächsten Freitag in Lübeck stattfinden, da dann auch die preußischem Städte, Rostock und Wismar da sein werden. Haben den Hamburger Brief an den Markgrafen von Meißen mit dem ihren dem Boten übergeben. Senden in Kopie Schreiben an Bremen und Amsterdam. (AHL, Konzept auf einem Blatt, Beilage zum Rezess zu Wismar 1420 April 14 / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. CXCVIII, S. 237-38)
Hamburg1420.05.29 - 1420 Mai 29. Salzwedel.
Bürgermeister und Räte zu Hamburg und Lübeck machen bekannt, dass sie ein Bündnis mit Markgraf Friedrich [I.] von Brandenburg geschlossen haben. Die Städte werden die Herzöge Erich und Bernhard von Sachsen-Lauenburg zu ihren Feinden erklären und gegen sie Juni 24 400 Mann in Glevenien und 200 Schützen zu Pferde ins Feld führen, notfalls auch noch mehr. Lösegelder sollen nach Mannstärke der Beteilgten geteilt werden. Werden Lande, Burgen und Städte erobert, so gehen die Hälfte an die Städte, die andre Hälfte an den Markgrafen. Das gilt aber nicht, wenn nur einzelne der Partner beteiligt sind. Die Städte sollen den Markgrafen auch gegen andere Feinde verteidigen, wie der Markgraf die Städte verteidigen soll. Bis September 29 soll keine Partei allein Frieden schließen. Danach sollen die Parteien an einem geeigneten Ort über das weitere Vorgehen verhandeln. (LA Schleswig, Original, Siegel Lübecks ab / Riedel B III, 361 / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. CCXI, S. 251-52)
Hamburg1420.05.29.a - 1420 Mai 29. Salzwedel.
Markgraf Friedrich I. von Brandenburg macht bekannt, dass er mit Bürgermeister und Räten zu Lübeck und Hamburg ein Bündnis gegen die Herzöge Erich und Bernhard von Sachsen-Lauenburg und ihre Brüder geschlossen hat. Gegenurkunde zur Urkunde der Städte. (AHL, unbeglaubigte Ausfertigung auf Papier / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. CCXII, S. 252-53)
Hamburg1420.06.20 - 1420 Juni 20. o.O..
Otte Grote, Knappe van Wapene, und Frederick Scholdenvleht, Bürger zu Hamburg, bekennen, dass sie sich über die Teilung ihrer Grundstücke geeinigt hätten, die entlang des Wassers gheheten de Rykenhoff verlaufen solle, das ihnen beiden zugehöre. (Gebhardi II, 77. / StAHH, Copiae Archivi bei Y 12)
Hamburg1420.06.21 - [nach 1420 Juni 20]. Lübeck.
Bürgermeister und Rat zu Lübeck an Herzog Heinrich von Schleswig und Graf Heinrich von Holstein: haben ihren Brief wegen Herzog Erichs von Sachsen-Lauenburg erhalten, müssen sich aber vor einer Antwort noch mit Hamburg absprechen. (AHL, Original, Siegel ab / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. CCXXVIII, S. 265)
Hamburg1420.07.08 - 1420 Juli 8. Hamburg.
Bürgermeister, Rat und Gemeine zu Hamburg senden den Herzögen Erich und Bernhard von Sachsen-Lauenburg einen Fehdebrief, mit Hinweis auf das Bündnis mit Markgraf Friedrichs I. von Brandenburg. (AHL, Abschrift auf Papier / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. CCXLII, S. 278)
Hamburg1420.07.14 - 1420 Juli 14. Bergedorf.
Bericht der Lübeckischen Abgeordneten Jordan Pleskow, Tidemann Steen und Dietrich Morkerke an den Rat von Lübeck über die Einnahme des Städtchens Bergedorf, den Angriff auf das Schloss und das Verhalten des Markgrafen Friedrich von Brandenburg und des Herzogs Wilhelm von Braunschweig. (Original, Siegel ab / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. CCXLIV, 280-81)
Hamburg1420.07.14.a - 1420 Juli 14. Bergedorf.
Die Sendeboten Lübecks und Hamburgs nun zu Bergedorf an Bürgermeister und Rat zu Hamburg: senden ihn anliegend den Kredenzbrief, den ihnen ein Bote Herzogs Wilhelm von Braunschweig gebracht habe. Der Bote habe unter anderem mitgeteilt, dass sich der Herzog Riepenburgs und seiner Umgebung angenommen und Hans Marschalk ausgezahlt habe. Sie hätten für das Angebot friedlicher Beziehungen gedankt, aber für alles andere auf die Antwort von Bürgermeister und Räten von Lübeck und Hamburg verwiesen. Bitten um Antwort. (AHL, Abschrift auf Papier / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. CCXLV, S. 282)
Hamburg1420.07.16 - 1420 Juli 16. Lüneburg.
Herzog Wilhelm von Braunschweig an [Bürgermeister und Rat zu Hamburg]: bittet um Geleit für die Boten des Herzogs, die wegen des Konflikts mit dem Herzog Erich von Sachsen-Lauenburg mit ihnen verhandeln sollen. Hat ihnen und den Lübeckern mehrfach geschrieben, aber noch keine Antwort erhalten, was er nicht erwartet hätte. (AHL, Abschrift auf Papier / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. CCXLVII, S. 284)
Hamburg1420.07.17 - 1420 Juli 17. o.O.
Herzog Wilhelm von Braunschweig an Bürgermeister und Räte zu Hamburg und Lübeck: beglaubigt bei ihnen seinen Diener Hermen Soltaw. (AHL, Abschrift auf Papier / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. CCXLVIII, S. 284-85)
Hamburg1420.07.18 - 1420 Juli 18. Hamburg.
Bürgermeister und Rat zu Hamburg an Bürgermeister und Rat zu Lübeck: Herzog Wilhelm von Braunschweig habe seinen Diener Hermen Soltaw mit einem Kredenzbrief nach Bergedorf geschickt. Dieser habe berichtet, dass sich der Herzog des Schlosses Riepenburg angenommen, Hans Marschalk entschädigt und auch den Herzog von Sachsen zufriedengestellt habe. Der Herzog fordere, nicht gegen das Schloss vorzugehen, senden den Kredenzbrief und das Schreiben aus Bergedorf in Kopie. Die Hamburger verweisen darauf, dass sie sich mit dem Herzog von Sachsen-Lauenburg in Fehde befänden, diesem aber bekanntermaßen das Schloss gehöre. Der Herzog von Braunschweig erhebe den Anspruch auf Riepenburg während der Fehde der Städte mit Herzog Erich. Darum solle man sich nicht kümmern. Bittet, dass sie ihren Leuten in Bergedorf entsprechend schreiben. (AHL, Original, Siegel ab / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. CCXLIX, S. 285-86)
Hamburg1420.07.24 - 1420 Juli 24. Ganzaw.
Markgraf Friedrich I. von Brandenburg an Bürgermeister und Räte zu Hamburg und Lübeck: beglaubigt bei ihnen seinen Gesandten, den Ritter Bernhard von der Schulenburg, oder den Bürgermeister von Salzwedel, Hermann Cuden. (AHL, Original, Siegel ab / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. CCL, S. 286)
Hamburg1420.07.25 - 1420 Juli 25. Hamburg.
Jordan Pleskow an Bürgermeister und Rat zu Lübeck: ihr Bote Hermann, ihr Schreiber, habe in Hamburg ihre Gewerbe vorgebracht. Gegen das mögliche Vorrücken der Truppen des Herzogs von Sachsen-Lauenburg seien Tyderke Morkerke und Hinrik Hoyer mit 200 Glevenien ausgezogen. Über Nacht habe man 3000 Mann nach Riepenburg ausgesandt, dazu 200 Mann mit Glevenien, unter T. Morkerke und T. Steen. Die Besatzung habe sich zunächst nur bei einer Übergabe an Herzog Wilhelm von Braunschweig ergeben wollen, sich dann aber auch den städtischen Truppen gestellt. Auf Riepenburg habe man die Fahne Hamburgs aufgezogen. Die Hamburger hätten mit Lüneburg über die bekannte Sache verhandelt. Man habe sich mit Hamburg geeinigt, 35 Schützen in Riepenburg zu stationieren. Die Hamburger würden ihren Schaffer nach Lübeck senden, um Lebensmittel einzukaufen. (AHL, Original, Siegel ab / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. CCLII, S. 287-89)
Hamburg1420.07.26 - 1420 Juli 26. Lübeck.
Bürgermeister und Rat zu Lübeck an Egidius von Campe, Vikar zu Hamburg: haben ihm über die von Neustadt ausgehenden Aktivitäten der von den Herren von Holstein unterstützten Vitalienbrüder berichtet. Diese haben nun ein großes Schiff mit Gütern Lübecker Bürgern genommen. Die Lübecker haben zwar Pauwel to der Nyenstad entsandt, um die Güter zurückzufordern, fürchten aber, dass nichts zurückgegeben wird. Werden sich weiter in der Angelegenheit einsetzen und bitten ihn um Hilfe. Soll auch die Hamburger ansprechen, dass sie sich für die Rückgabe einsetzen. (AHL, Original auf Papier, Siegel teilweise erhalten / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. CCXXXVII, S. 273-74)
Hamburg1420.07.26.a - 1420 Juli 26. Winsen an der Luhe.
Herzog Wilhelm von Braunschweig an Bürgermeister und Räte zu Hamburg und Lübeck: beglaubigt bei ihnen seinen Gesandten Bertold van Vermessen sowie Hermann von Chuden, Gesandten des Markgrafen Friedrich von Brandenburg. (AHL, Original, Siegel ab / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. CCLIII, S. 289)
Hamburg1420.07.31 - 1420 Juli 31. Winsen an der Luhe.
Bertold van Vermessen an Bürgermeister und Räte zu Lübeck und Hamburg: Herzog Wilhelm sei zwar nicht mehr in Winsen anwesend, habe es aber mit seinen Leuten und Dienern so bestellt, dass ihre Gesandten bis Lüchow Schutz und freies Geleit hätten. Sende ihnen den Friedebrief Herzog Wilhelms so bald wie möglich, damit sie entsprechend antworten könnten. Reite wegen der Verhandlungen zu Herzog Erich, der den Waffenstillstand mit den Seinen so regeln soll, dass Herzog Wilhelm, sie und die Ihren eingeschlossen seien. (AHL, Abschrift auf Papier / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. CCLIV, S. 290)
Hamburg1420.07.31.a - 1420 Juli 31. Hamburg.
Bürgermeister und Rat zu Hamburg an Bürgermeister und Rat zu Lübeck: verweisen auf die von Bertold van Vermersen und Hermann von Chuden, Bürgermeister von Salzwedel, eingeleiteten Verhandlungen und senden Bertolds Brief in Abschrift. Sind bereit, zu den Verhandlungen ihre Gesandten zu schicken. Haben ihren Diener Karow ohne dessen Schuld länger bei sich aufgehalten. (AHL, Original, Siegelrest / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. CCLV, S. 291)
Hamburg1420.08.01 - [1420 August 1]. o.O.
Herzog Wilhelm von Braunschweig macht bekannt, dass er den Bürgermeistern und Räten zu Lübeck und Hamburg, ihren Gesandten und jenen, die ihretwegen in die Fehde mit Herzog Erich eingetreten seien, im Namen Herzog Erichs, seiner Brüder und seiner Partei ab Freitag bis zum Sonntag nach Laurencii [August 11] einen festen Frieden (Waffenstillstand) für die Verhandlungen zu Lüchow am nächsten Sonntag [August 4] zusage. Dorthin werde er sie von Esslingen geleiten. (AHL, Abschrift auf Papier / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. CCLVI, S. 291-92)
Hamburg1420.08.01.a - 1420 August 1. o.O.
Bürgermeister und Räte zu Lübeck und Hamburg machen bekannt, dass sie auf Vermittlung Herzog Wilhelms von Braunschweig einen Waffenstillstand mit Herzog Erich von Sachsen-Lauenburg und den Seinen vereinbart haben, der bis [August 11] gelten soll. Unter dem Siegel Hamburgs. (AHL, Abschrift auf Papier, selbes Blatt wie vorhergehender Friedebrief / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. CCLVII, S. 292)
Hamburg1420.08.11 - 1420 August 11. Winsen an der Luhe.
Herzog Wilhelm von Braunschweig und Lüneburg an Bürgermeister und Räte zu Lübeck und Hamburg: sende ihnen wegen der Verhandlungen zu Lüchow seinen Friedebrief. Habe auch dem Markgrafen von Brandenburg entsprechend geschrieben. (AHL, Abschrift auf Papier / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. CCLIX, S. 294)
Hamburg1420.08.11.a - 1420 August 11. o.O.
Herzog Wilhelm von Braunschweig und Lüneburg macht bekannt, dass er die Bürgermeister und Räte zu Lübeck und Hamburg, die Ihren und alle, die mit Herzog Erich von Sachsen und den Seinen in Fehde ständen, in einen festen auf 14 Tage [bis August 25] befristeten Waffenstillstand eingeschlossen habe. (AHL, Abschrift auf Papier / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. CCLX, S. 295)
Hamburg1420.08.11.b - 1420 August 11. Hamburg.
Bürgermeister und Rat zu Hamburg an Bürgermeister und Rat zu Lübeck: nachdem sie ihre Friedebriefe übermittelt hätten, hätten sie nunmehr ein Schreiben Herzog Wilhelms von Sachsen-Lauenburg und den von ihm ausgestellten Friedebrief erhalten, die sie geöffnet hätten. Senden ihnen hiermit Abschriften zu. (AHL / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. CCLXI, S. 295)
Hamburg1420.08.14 - 1420 August 14. Schwerin.
Die Herzöge Johann IV. und Albrecht V. von Mecklenburg machen bekannt, dass sie Bürgermeister und Räte zu Lübeck und Hamburg und ihre Gesandten für ihre Reise zu den Verhandlungen in Perleberg [August 18] Geleit erteilt haben. (AHL, Original auf Papier, beide Siegel aufgedrückt / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. CCLXIV, S. 297-98)
Hamburg1420.08.22 - 1420 August 22. o.O.
Bürgermeister und Räte zu Lübeck und Hamburg formulieren ihre Bedingungen für einen Friedensschluss mit Herzog Erich von Sachsen-Lauenburg, seinen Brüdern und seiner Partei. Die Städte fordern die Überlassung der im Krieg eroberten Burgen Bergedorf, Riepenburg und Kuddewörde mit allem Grundbesitz, Rechten und Untertanen sowie den Dörfern Kirchwerder, Altengamme, Neuengamme und Curslack. Weiter soll der Herzog Lübeck einen Schuldbrief über 300 m. übergeben, den einst der Neue Rat ausgestellt hat. Der Herzog soll innerhalb von acht Tagen in Lübeck eine Urkunde besiegeln, in der er die Städte von allen möglichen Forderungen auch in der Zukunft befreit. Auch Ansprüche an vier andere Städte, Stralsund, Rostock, Wismar und Lüneburg, sollen geregelt werden. Damit soll eine vollständige Sühne erfolgen. (AHL, Aufzeichnung auf Papier / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. CCLV, S. 298-99)
Hamburg1420.08.23 - 1420 August 23. Perleberg.
Die Herzöge Erich, Albrecht, Magnus, Bernhard und Otto von Sachsen-Lauenburg treten den Städten Lübeck und Hamburg die Schlösser Bergedorf und Riepenburg, den Zoll zu Esslingen und die Hälfte des Sachsenwaldes ab. (Original, mit den Siegeln der fünf Herzöge / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. CCLXVI, 299-300)
Hamburg1420.08.23.a - 1420 August 23. Perleberg.
Die Herzöge Erich und Bernhard von Sachsen-Lauenburg und ihre Brüder protestieren gegen die ihnen zu Perleberg aufgezwungenen Bedingungen, insbesondere gegen den Verzicht auf die Burgen Bergedorf, Riepenburg und Kuddewörde. (Notitia actorum, Lübeck 1742, Beil. VII / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. CCLXVII, S. 300-03)
Hamburg1420.08.24 - [1420] August 24. Hamburg.
Rat zu Hamburg an Bürgermeister und Rat zu Lüneburg: ihre Ratssendeboten, mit denen sie sich kürzlich auf dem Ghammer orde getroffen hätten, hätten gewünscht, dass Hamburg Lübeck in der Fehde gegen den Herrn von Wenden Hilfe leiste. Sie werden sich gemäß des Rezesses verhalten, könnten aber darüber hinaus keine Hilfe leisten. Hätten Lübeck schon geschrieben. - Screven in sunte Bartholomeus dage [...]. (Stadtarchiv Lüneburg, Original, Pergament, Reste des briefschließenden Siegels / Copiae Archivi, beim Deckblatt zu 1420)
Hamburg1420.08.25 - 1420 August 25. o.O.
Lübeck und Hamburg bestätigen den Perleberger Vertrag mit den Herzögen von Sachsen-Lauenburg. / Schütze, Verzeichnis, 418, S. 365 / Klefeker, 10, S. 334.
Hamburg1420.08.30 - 1420 August 30. o.O.
Bürgermeister und Räte zu Lübeck und Hamburg machen bekannt, dass sie, sobald Herzog Erich von Sachsen-Lauenburg ihnen die zu Perleberg vereinbarte Urkunde zusenden werde, die er und seine Brüder besiegelt haben, ihm innerhalb von vier Wochen ihre besiegelte Urkunde zusenden werden und inserieren den Text. (AHL / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. CCLXXI, S. 306-07)
HG2 - Hamburg1420.09.15 - 1420 September 15. [o.O.].
Bürgermeister und Rat der Stadt Hamburg vergleichen sich mit Stade über den Handel. - Gheven unde […]. (Regest HUB VI, 325, S. 176 / StAHH Threse Ff 8, durch Feuchtigkeitsschäden fast völlig zerstört)
Hamburg1420.12.06 - 1420 Dezember 6. Chutten.
Der römische König Sigismund macht bekannt, dass ihm Bürgermeister, Rat und ganze Gemeinde zu Hamburg die Ansprüche des Heiligen Römischen Reiches, woraus diese auch entstanden seien, zu seiner vollen Zufriedenheit beglichen hätten. Daher spreche er sie von allen Forderungen frei. (Wien, Haus-, Hof- und Staatsarchiv, Reichsregistratur Lit. G, Bl. 83 / StAHH, Copiae Archivi bei Tt 43)