Regesten zu 1401

Hamburg1401.00.00 - [1401/1405]. [Hamburg].
Bürgermeister und Rat zu Hamburg an Bürgermeister und Rat zu Lüneburg: teilt mit, dass der Ritter Ernst Bock Untertanen des Herrn von Homborch und ihre Güter bei Harburg aufgehalten und sie trotz eines Förderbriefes ihres Herren nicht wieder freigelassen habe. Diese könnte auch für sie zu einem Konflikt führen, da Lübeck, Hamburg und Lüneburg ihm die Verwaltung des Schlosses Harburg übertragen hätten. Bitten daher, von ihm die Freigabe von Personen und Gütern zu erwirken. (StA Lüneburg, Original, Pergament mit Resten des briefschließenden Siegels, Rückseite mit Adresse / StAHH, Copiae Archivi bei Gg 15)
Hamburg1401.01.24 - 1401 Januar 24 [Text: 1400 Januar 25]. Den Haag.
Albrecht [von Bayern, Herzog von Holland] in einem offenen Brief: macht bekannt, dass er Dirc Claeszoon, Bürger von Monnikendamm, und allen, die er anwerben könne, erlaubt habe, gegen die Ostfriesen (Oistvriesen) und die Hamburger Krieg zu führen. (Datierung wegen der zeitlichen Nähe zu [HambUB1400.12.10], das auch inhaltlich gleich ist / von Schwartzenberg, Groot placaat en charter-boek van Vriesland, I, S. 317 / StAHH, Copiae Archivi bei Gg 14)
Hamburg1401.01.26 - 1401 Januar 26. Marienburg.
Der Hochmeister des Deutschen Ordens [Konrad von Jungingen] an Herzog Albrecht von Holland: bittet, die Handelsstreitigkeiten zwischen ihm und den Hamburgern friedlich beizulegen, um weiteren Schaden zu vermeiden. Die Hamburger haben bereits den Orden um Abbruch des Handels mit Holland und Seeland gebeten, während der Herzog gegenüber dem Brügger Kontor seinerseits Maßnahmen gegen die mit Hamburgern Handel treibenden Kaufleute angekündigt hat.
Hamburg1401.01.26.a - 1401 Januar 26. Marienburg.
Der Hochmeister des Deutschen Ordens [Konrad von Jungingen] an Dordrecht, Haarlem und die gemeinen Städte in Holland sowie Middelburg und die gemeinen Städte in Seeland: sollen helfen, die Handelsstreitigkeiten zwischen dem Herzog [Albrecht] von Holland und den Hamburgern beizulegen. Die Hamburger haben die Preußen um Abbruch des Handels mit Holland und Seeland gebeten, während der Herzog ein hartes Vorgehen gegen alle angekündigt hat, die die Hamburger unterstützen.
HG2 - Hamburg1401.01.14.a - 1401 April 14. Lüneburg.
Bürgermeister und Rat von Lüneburg einigen sich mit dem Abt von Reinfeld, den Kapiteln sowie den Bürgermeistern und Räten zu Lübeck und Hamburg auf zusätzliche Zahlungen aus der Saline und eine städtische Abgabe zur Tilgung der städtischen Schulden. (StAHH Threse Pp 34)
HG2 - Hamburg1401.01.14.b - 1401 April 14. Lüneburg.
Bürgermeister und Rat von Lüneburg machen bekannt, dass ihre Abmachungen mit dem Abt von Reinfeld und den Städten Lübeck und Hamburg über die städtischen Schulden nicht im Widerspruch zu ihren früheren Zusagen an die Prälaten betr. die Saline stehen. (StAHH Threse Pp 35)
HG2 - Hamburg1401.09.13 - 1401 September 13. Hamburg.
Werner Dekan und das Domkapitel zu Hamburg machen bekannt, dass sie das Patronatsrecht für die Vikarie an der Kapelle St. Caecilien, die von Hartwicus de Salina gestiftet wurde, auf Hinricus Viscule, Bürgermeister von Lüneburg und seine Familie übertragen haben. (StAHH Threse Ss 22)
Hamburg1401.10.14 - 1401 Oktober 14. Hamburg.
Bürgermeister und Rat zu Hamburg an Bürgermeister und Rat zu Lüneburg: nach einem Treffen ihrer Ratssendeboten mit dem Erzbischof Otto von Bremen in Stade sei mit Geverdes Schulte dem Jüngeren, Verwalter des Harburger Schlosses für die Städte, ein weiteres Treffen besprochen gewesen. Nunmehr habe ihnen der Erzbischof einen offenen Brief geschickt, den sie beigefügt hätten; sie hätten daher bereits den Schlossvogt Harburgs und dieser die Einwohner gewarnt. (StA Lüneburg, Original, Pergament mit kleinem Abriss mit Textverlust, Umbug mit Resten des briefschließenden Siegels, Rückseite mit Adresse / StAHH, Copiae Archivi bei Q 71)