REGESTEN 1463

1463, o.T.
PrUB, JH I 15866 – [1463]. o.O.
s. unter [PrUB, JH I 15866], [1463 V 1].
1463, Januar
PrUB, JH I 15830 – 1463 I 4. Preußisch Mark.
Der Komtur zu Elbing an den Hochmeister: Verleihung der Ballei Koblenz an Herrn Werner (Oberstolz), Vogt auf Samland. - Preußisch Mark 1463 Dienstag nach Circumcisionis Domini. (106, 159)
PrUB, JH I 15831 – 1463 I 4. Brest.
Hieronymus, Erzbischof von Creta, Legat, an den Hochmeister: die Geleitbriefe für die Gesandten des Ordens und der Lande Preußen nach Petrikau, wo er seine Vermittlungsunterhandlungen veranstalten will. - Brest 1463 quarta Januarii. (LXXXII 124)
PrUB, JH I 15832 – 1463 I 5. Riesenburg.
Bischof Caspar von Pomesanien an den Hochmeister: seine große Armut. Bittet um Besetzung von Schloss und Stadt Riesenburg. - Riesenburg 1463 Abend Trium Regum. (LXV 56)
PrUB1463.01.05 – 1463 I 5. Riga.
Riga an Danzig : berichtet, dass es gemäß dem von seinen Ratssendeboten mit Danzig bis Pfingsten vereinbarten Beifrieden den Danzigern beim Meister in Livland sicheren Verkehr mit Riga ausgewirkt habe und zwar bis zu dem von Lübeck angeregten Tage in Preußen, zu welchem Lübeck den Erzbischof von Riga, den Meister zu Livland sowie Riga, Dorpat und Reval eingeladen hat. Bittet demzufolge um die Genehmigung der Verlängerung des Stillstandes bis zu jener Tagfahrt unter der Bedingung des gegenseitigen freien Abzuges, falls der Tag nicht zustande kommen oder fruchtlos verlaufen sollte. Erhofft und erbittet eine zustimmende Antwort, und ersucht, die Danziger Auslieger anzuweisen, dass sie Livland und die Livländer in nenen enden schädigen. - Datum in vigilia Epiphanie Domini anno ejusdem etc. LXIIIo. (AHL, Danzig, Fasc. 2, Abschrift / Liv-, Est- und Kurländisches UB I.12, 177, S. 98-99 / Hanserezesse II,5, 375, S. 261)
PrUB, JH I 15833 – 1463 I 6. Allenstein.
Der Rat zu Allenstein an den Hochmeister: Klage des Petersick wegen Beraubung durch die "Unseren". - Allenstein 1463 Trium Regum. (LIV 64)
PrUB, JH II 3092 – 1463 I 8. Königsberg.
Hochmeister Ludwig von Erlichshausen verleiht dem Anton und Lucas von Powarben 1½ Hufen zu Tarpienen, wo der Wissegarbe darauf gewohnt hat. - Königsberg 1463 Sonnabend nach heilige 3 Könige. - Original Pergament. Siegel. (Schiebl. XXX 72)
PrUB1463.01.14 – 1463 I 14. Danzig.
Danzig an den Rat von Holland, Seeland [und Friesland], [Gisbrecht und Reinold von Brederode und die Stadt Schoonhoven] auf deren Schreiben: erwidert auf ihre Ritte um Rückgabe des mit einer Salzladung aus der Baie gekommenen, im Sommer durch 3 Orlogschiffe aus Leba in der See genommenen und von den Danziger Ausliegern nach Danzig gebrachten Koggen des Schiffers Conrad Jon Cokson und dessen Reeder, Schoonhovenscher Bürger, dass die Danziger Auslieger ihren Feinden von Königsberg und Leba ein von diesen genommenes und länger als 4 Tage besessenes Schiff mit Salzladung wieder entrissen, eine beträchtliche Anzahl Feinde darin gefangen, niemand von der früheren Besatzung darin gefunden, Schiff und Gefangene nach Danzig gebracht und Schiff und Ladung verkauft und unter sich verteilt haben. Ist daher zur Rückerstattung von Schiff und Gut an Conrad und seine Reeder nicht verpflichtet, und hofft, dass sie nichts gegen die Danziger unternehmen, da es sich, wenn die Be schädigten nach Danzig gekommen wären, gern um eine gütliche Einigung über Schiff und Gut mit den Ausliegern bemüht hätte. — [14]63 feria 6 ante Anthonij. (APGd., Missive VI, S. 469-70 / Hansisches UB 8, 1221, S. 750)
PrUB1463.01.27 – 1463 I 27. Pyotrkow.
König Kasimir von Polen an den Rat zu Lübeck: fordert sie auf, dem Danziger Bürger Alexius Nagel das widerrechtlich genommene Gut zurückzuerstatten. (AHL, Original auf Papier, Siegel größtenteils erhalten / UB Stadt Lübeck, 10, 1898, CCLXXXI, S. 292-93)
1463, Februar
PrUB, JH I 15833b / PrUB, JH II 3093 – 1463 II 6. Königsberg.
Hochmeister Ludwig von Erlichshausen erteilt dem Hans Stockheim eine neue Handfeste über den Krug zu Heiligenwalde im KA. Waldau. - Königsberg 1463 an Dorothea. - Abschrift des 16. Jh.s (OBA 15833b); Original Pergament, Siegel erneuert am 29. September 1528 für Kirsten Stockheim (Schiebl. XXXIV 88).
PrUB1463.02.28 – 1463 II 28. Danzig.
Danzig an Riga: antwortet auf [PrUB1463.01.05], dass Lübeck allerdings seine Vermittlung zwischen Polen und Orden angeboten, der König dieselbe jedoch nur für den Fall eines Scheiterns der Sendung des zu dem gleichen Zwecke vom Papst entsandten Erzbischofs von Kreta (Carta) angenommen hat. Vermag die nachgesuchte Verlängerung des Stillstandes nicht zu bewilligen, denn jener Legat ist beim König gewesen und zum Hochmeister gezogen, so dat wie von nerkeynem dage adir tohopekaminge weten, de den heren van Lübeck adir sust ymands van beiden deelen to sulken saken noch tor tydt — benant were. Hat jedoch, um seine Friedensliebe zu bezeugen, den Beifrieden bis Johannis verlängert, sendet [PrUB1463.02.28.a] und sichert den Rigaern ungestörten Verkehr in Danzig zu, falls die Danziger in Riga gleicher Weise behandelt und Riga eine gleichlautende von dem Erzbischof von Riga, dem Om. und Riga besiegelte Gegenurkunde bis Pfingsten einsenden würde. - Datum in Danczke am montage nach Invocavit anno etc. LXIIIo. - Cedula interclusa: sollten Erzbischof und livländischer Meister die Urkunde nicht besiegeln wollen, so genügt es, wenn Riga sie allein ausstellt und Danzig Ersatz für etwaigen Schaden verspricht. (APGd., Liber missivarum 6, S. 470, überschrieben: Der stat Rige / Liv-, Est- und Kurländisches UB I.12, 184, S. 104-06 / Hanserezesse II,5, 376, S. 261-62)
PrUB1463.02.28.a – 1463 II 28. Danzig.
Danzig beurkundet, dass es im vergangenen Herbste mit den Bürgermeister von Riga, Johann Saltrump, Cord Bartmann und Heinrich Schoenhaer, wegen des zwischen beiden Städten in Anlass des Krieges zwischen Polen und Orden obwaltenden Unwillens einen Beifrieden bis Pfingsten abgeschlossen habe und denselben umme korte willen der tiidt bis Johannis verlängere, so dass die beiderseitigen Angehörigen ungehindert mit einander verkehren dürfen sollen, falls Riga eine gleiche Verschreibung des EB. von Riga, des Om. und Rigas bis Pfingsten einsendet; gelobt den Frieden zu beobachten. - […] Gegeven to Danczik ame mandage na deme sondage alse men in der hilgen kerken singet Invocavit na Cristi unses heren gebort ime dusent verhundert dree unde sestigesten jare. (AHL, Danzig, Fasc. 2, Abschrift, Papier / APGd., Liber missivarum 6, S. 472, überschrieben: Also synt dy sendebaden van Rige geleydet / Liv-, Est- und Kurländisches UB I.12, 185, S. 106-07 / Hanserezesse II,5, 377, S. 262)
1463, März
PrUB1463.03.00 – [1463 III]. Danzig.
Der Lübecker Rat beauftragt seinen Sekretär Johann Bracht, zu dem in Aussicht genommenen Tag zur Vermittlung eines Frieden zwischen dem König von Polen und Danzig einerseits und dem Deutschen Orden andrerseits sowohl von dem Hochmeister als auch von dem König von Polen für alle den Tag Besuchenden freies Geleit zu erwirken. Item offt men denne dat geleide so breit nicht gheven wolde, als hir vorgerort wert unde den tal der personen weten wolde, so duncket mynen heren vor deme heren ertzebissehuppe van Righe myt den Lifflandeschen steden, namliken Rige, Darpte unde Revall tome mynnesten behoeff zin geleide vor twehundert personen, item vor de van Lubeke ock vor twehundert edder derdehalffhundert personen. Falls sich der Tag bis nach Pfingsten hinausschieben sollte, so solle auch der zwischen Riga und Danzig vereinbarte Stillstand bis zum Schluss des Tages andauern und Danzig seine Auslieger anweisen, Livland und seine Bewohner sowie die dahin Handel Treibenden unbeschädigt zu lassen. - [1463 März]. (AHL, Danzig Misc.,Doppelbl., überschrieben: Memoriale / Liv-, Est- und Kurländisches UB I.12, 189, S. 109 / Hanserezesse II,5, 402)
PrUB1463.03.05 – 1463 III 5 - VII 5. Danzig.
Aufzeichnung über die den Danziger Ausliegern erteilten Kaperbriefe. — [14]63 März 5 - Juli 9. (APGd., Missive VI S. 466 / Hansisches UB 9, 6, S. 3)
PrUB, JH I 15833a – 1463 III 6. Königsberg.
Der Hochmeister kauft von Jorge von Raweneck, Bruder weiland des Frytze von Raweneck 20 Last Korn zu Putzig und verweist ihn mit der Bezahlung zunächst an den Deutschmeister Ulrich von Lentersheim. - Königsberg 1463 Sonntag Reminiscere. Abschriften. (DM/a 133 bei 1456 III 14)
PrUB1463.03.08 – 1463 III 8. Stralsund.
Stralsund an Danzig auf dessen Antwortschreiben: dankt für seine Bereitwilligkeit zur Freilassung des von den Danziger Ausliegern gefangenen und nach Danzig gebrachten Dethard Subeczouwe und seiner Gesellen gegen Schadloserklärung.Diese hat der Stralsunder Bürger Herm. Hoveren, der jene gegen seine Schädiger ausrüstete [...], unter der Bedingung der Freilassung der Gesellen und Rückgabe seines Boots, abgegeben und in Stralsunds Stadtbuch einschreiben lassen; bittet, die im Danziger Gefängnis sitzenden Gesellen gewöhnliche Urfehde schwören zu lassen, falls sie keinen Bürgen finden. — [14] 63 dynxstedage post dom. reminiscere. — [14]63 feria 6 ante Anthonij. (APGd., 300 D, XXXIV A 51, Or. m. Siegel / Hansisches UB 8, 1233, S. 754)
PrUB1463.03.22 – 1463 III 22. Königsberg.
Hochmeister Ludwig von Erlichshausen an den Rat zu Lübeck: hat seine Auslieger in die See geschickt, dort wurden sie aber von Lübeckern aufgehalten oder zur Rückkehr verpflichtet, was er nicht erwartet hätte. Er bittet sie daher, die Auslieger des Ordens nicht weiter zu behindern. (AHL, Original auf Papier, geringe Siegelreste / UB Stadt Lübeck, 10, 1898, CCCI, S. 312)
1463, April
PrUB1463.04.06 – 1463 IV 6. Danzig.
Der Sekretär Johannes Bracht an den Rat zu Lübeck: berichtet von seiner Reise nach Danzig über Lauenburg, wo er von Hans von Gleichen empfangen wurde, und über Putzig, sowie vom ersten Gespräch mit Reinhold Nedderhoff, dem er die befohlene Botschaft überbracht habe. Dieser wolle sich mit dem Rat abstimmen. Zur Zeit halte sich zur Vermittlung im Konflikt zwischen dem Orden und den Ständen auch ein päpstlicher Legat im Lande auf, der auch mit dem Hochmeister in Königsberg und vielen Fürsten verhandelt habe. Die Danziger sendeten zurzeit viele Schiffe gegen ihre Feinde aus. (AHL, Original auf Papier, geringe Siegelreste / UB Stadt Lübeck, 10, 1898, CCCXI, S. 324-26)
PrUB, JH I 15834 – 1463 IV 9. Heilsberg.
Bischof Paul zu Braunsberg an den Hochmeister: Anschläge der Hofleute von Passenheim auf Bischofstein. Beifrieden des Bischofs mit Landen und Städten. Haltung des Jon von Walsteyn. Sache des Bischofs mit Hans Canitcz und Globogk. Jorge von Sliwen. - Heilsberg 1463 Osterabend. (LXVI 206)
PrUB, JH I 15835 – 1463 IV 11. Balga.
Seifridt Flach, Deutschordensbruder und Hauptmann zu Balga, an den Hochmeister: Bedrohung der Stadt Zinten durch Herrn Jorge (von Schlieben). Herr Contcz (von Egloffstein?). - Balga 1463 Montag zu Ostern. (LXVI 206)
PrUB, JH II 3094 – 1463 IV 18. Königsberg.
Hochmeister Ludwig von Erlichshausen bevollmächtigt den Grafen Georg von Henneberg DO, Stefan Mathie Domherrn zu Frauenburg und Pfarrer zu Elbing und Guntram von Hatzfeld Hauskomtur zu Pr. Mark zu den Verhandlungen vor dem päpstlichen Legaten Hieronymus Erzbischof von Kreta i. S. mit Polen. - Königsberg 1463 Montag nach Quasimodog. - Original Pergament. Siegel ab. Reg. Kulm. UB. Nr. 638. (Schiebl. 68 Nr. 6)
PrUB, JH I 15836 – 1463 IV 20. o.O.
Heinrich von Freiberg, Landkomtur an der Etsch, an Deutschmeister Ulrich von Lentersheim: Unmöglichkeit für die Ballei, dem Orden in Preußen zu helfen. Conrad von Auerbach. Wilhalm Mutschidler. Ulrich von Slandersperg. - 1463 Mittwoch nach Quasimodogeniti. (LXXV 200)
PrUB, JH I 15837 – 1463 IV 20. Mecheln.
Reinhart von Beppenhoven, Komtur zu Pitschenburg binnen Mecheln, an den Hochmeister: seine Antwort an den Deutschmeister (wegen Hilfe für Preußen). Verunglückte Sendung von Wein und Kleinodien. Briefwechsel mit dem Hochmeister. Seine Irrungen mit der Ballei Koblenz. Gesinnung des Herzogs von Burgund gegen den Hochmeister. Die englischen Wirren. Frankreich. - Mecheln 1463 20. April. (XXXIII/a 7)
PrUB1463.04.20 – 1463 IV 20. Königsberg.
Der Rat der Altstadt Königsberg an den Rat zu Lübeck: beschwert sich, dass der Hochmeister auf die vielfachen Fürschreiben für seine von den lübischen Hauptleuten uffin czeit gefangenen Auslieger keine Antwort erhalten könne, und sendet eine Abschrift von [PrUB1460.07.10], welche die Auslieger, wie es hoffe, ohne Lübecks Willen und Wissen hätten ausstellen müssen, mit der Bitte, die Aussteller ihrer schweren Gelübde (sulch swere vorstrickunge) zu entbinden, wen ir alle woll moget irkennen, das es uns gar ein sweres were, das wir unde dieselbigen armen gesellen so harthe sulden sein vorstrickt, den unschuldigen kouffman nicht zcur see werth zcu beschedigen noch die Dantczker, unsir offenbare vinde, so sie uff der vinde strome unde habenunge sie zcu besuchen begriffen wurden, unde die Dantzker sulden es genossen, auszgeen unde uns angreyffen unde den unschuldigen kouffman uff unsirs gnedigen heren strome unde habenunge. Wen liben heren, nu ir einem teyle nicht mehe beyleget denne dem anderen, was uns recht sein sulde, das sulde en billich ouch recht sein. Wäre mit dem von Lübeck zu vermittelnden Auswege, dass die Danczker sowol doheyme bleben also wir, zufrieden und wiederholt obige Bitte mit dem Ersuchen um Antwort. - 1463 an der mittewoche vor Georgii mart. (AHL, v. Danzig, Or. m. Resten d. Secrets; bez.: R. 4. aprilis [! 1. maii] a. 63 / Hanserezesse II.5, 26, Anm., S. 10 / UB Stadt Lübeck, 10, 1898, CCCXXI, S. 335-36)
PrUB1463.04.25 – 1463 IV 25. Danzig.
Danzig an Lübeck: dankt für die Entsendung von Johann Bracht; ist, wie es öfters gemeldet, lange ohne Bescheid auf Lübecks erneuerte Anfrage geblieben, hat jedoch jetzt von dem Könige die Antwort erhalten, dass er die Vermittlung von Lübeck zulassen wolle, falls der Legat, auf dessen Betreiben bereits Tagfahrten vereinbart worden sind, nichts erreichen sollte. Ist von Bracht in Kenntnis gesetzt worden, dass der Legat ihm in Königsberg erklärt habe, er wolle sich bedenken, ob er Lübecks Vermittlung beneven sick to hebben vorwillen unde begeren wurde. Verspricht den Entschluss des Legaten sofort zu melden. Hat den Beifrieden mit Riga bis Johannis verlängert, verweist auf die mündlichen Mitteilungen von Bracht, den es in dieser Frage informiert hat. — [14]63 feria 2 die Marci ev. (APGd., Missive 6 S. 474 / Hanserezesse II.5, 404, S. 279)
PrUB, JH I 15838 – 1463 IV 28. o.O.
Der Statthalter der Ballei Marburg an Deutschmeister Ulrich von Lentersheim: die Beisteuer für Preußen. Angelegenheiten der Ballei. Johann Setteler der alte Tressler. - 1463 Donnerstag vor Walburgis. (108, 30)
PrUB1463.04.30 – 1463 IV 30. Riga.
Der Rat von Riga an den Rat zu Lübeck: senden ihnen den letzten Briefwechsel mit Danzig und bitten dringend darauf hinzuwirken, dass die Danziger Auslieger den Seeverkehr nicht weiter behindern. Sie hätten durch den Entsagebrief der Danziger großen Schaden erlitten, der aber auf falscher Grundlage beruht. (AHL, Original auf Papier, mit Siegelresten / UB Stadt Lübeck, 10, 1898, CCCXXIX, S. 344-45)
PrUB1463.04.30 – 1463 IV 30. Riga.
Riga gelobt für sich und den Meister von Livland den Danziger Schiffen Sicherheit in dem Hafen von Riga bis Johannis Baptiste. - Geven to Rige ame avende beatorum Philippi et Jacobi apostolorum na Cristi unses heren gebort dusent veerhundert unde ime LXIIIten jare. (AHL, Danzig Fasc. 2, Abschrift / Liv-, Est- und Kurländisches UB I.12, 197, S. 116 / Hanserezesse II,5, 378)
1463, Mai
PrUB1463.05.01 – 1463 V 1. Riga.
Riga an Danzig: dankt für [PrUB1463.02.28.a], welche am 18. April (mandag na quasimodogeniti) eingetroffen, und sendet [Hanserecesse II.5, 378]. Erklärt, dass der Erzbischof von Riga sich mit der Angelegenheit nicht lastet unde bekummert, lever zeende, de juwen hiir alle dage qwemen, kerende unde hen unde her vorkerende, were em wol to willen unde sinen genaden zere wylkome. Hat den Meister in Livland bewogen, die Danziger bis Johannis nicht zu behelligen, hofft, dass der Friede bis dahin hergestellt sein wird, und will sich beim Meister bemühen, dass er den Danzigern den Verkehr mit Riga auch nach Ablauf des Termins gestatte. Verspricht hierüber zu berichten und bittet den Rigaern, falls der Krieg fortdauern sollte, gleichfalls freien Verkehr zu gewähren, zumal wy denne yo mit juw unde den juwen nicht anders dan leve unde fruntschopp en weten unde de juwen hiir in deme unsen ny ok imme allirgeringesten nicht beschediget hebben noch gedencken to donde, sunder de gerne eren unde vorderen willen wor wii mogen, unde wii sust unvorschuldes in den Unwillen, den gii to uns vormenen to hebbende, gekomen zin, unde wii ok mit unsen breven juw ny entsecht hebben, wowol gii unsen breff, den wii juw doch in guder meninge unde rechter truwe unde leve umme juwen unde der juwen schaden to vorhoyden gutliken geschreven hebben, in anderer meninge vorstan hebben unde vornomen, alze dat ok wol unse radessendeboden mit juw hebben vorhandelt. Stellt die Entscheidung über den Zwist den Hansestädten anheim, wird sich dem Spruche derselben unterwerfen; ersucht, dass Danzig sich hierin zum Besten des Kaufmanns gutliken erweise. — [14]63 ipso die s. Philippi et Jacobi ap. (AHL,Rigaer Abschrift. / Hanserezesse II.5, 380, S. 263)
PrUB, JH I 15866 – [1463 V 1]. o.O.
Erklärung von Seiten des Ordens gegen den päpstlichen Legaten Erzbischof Hieronymus von Kreta wegen seiner Friedensbedingungen. - Ohne Datum, defekt. (LXXXII 196)
PrUB, JH I 15839 – 1463 V 5. Seeburg.
Christof Eldith, Hauptmann, und die Hofleute zu Seeburg an Bischof Paul zu Braunsberg: ihre Streitigkeiten mit den Hofleuten von Wartenburg. - Seeburg 1463 Donnerstag nach Inventio crucis. - Anlage: Schreiben des Hans Eldith und B(artholomaeus) Wargel an Jorge Lobel und die anderen Hofleute zu Wartenburg. Abschrift. (LIV 81)
PrUB1463.05.01 – 1463 V 1. Riga.
Riga an Danzig: ersucht Danzig, den zwischen ihnen entstandenen Streit beizulegen, und erbietet sich die Sache der Hanse zur Entscheidung vorzulegen. - Datum ipso die sanctorum Philippi et Jacobi apostolorum anno Domini etc. LXIIIo. (AHL, Danzig Fasc. 2, Abschrift, Papier / Liv-, Est- und Kurländisches UB I.12, 198, S. 117 / Hanserezesse II,5, 380)
PrUB, JH I 15840 – 1463 V 6. Brest.
Hieronymus, Erzbischof von Creta, Legat, an den Hochmeister: Betragen der Exkommunizierten aus Preußen. Verweist auf näheren Bericht der zurückkehrenden Gesandten des Hochmeisters. Geht nach Breslau und hat dem Papst ausführlich berichtet. Wiederaufnahme der Verhandlungen nach Rückkehr des Königs. - Brest 1463 die 6. Maji. (LXXXII 122)
PrUB1463.05.06 – 1463 V 6. Wisby.
Wisby an Danzig: erinnert daran, dass Danzigs Diener Oloff Hynsson im Herbst 1462 auf der Fahrt von Stralsund nach Wisby mit Ausliegern aus der Leba zusammentraf, sie mit seinem Volk und seinen Kaufleuten überwältigte und mit einem kleinen mit Heringen beladenen Schiff nach Wisby brachte. Erklärt die Behauptung der Danziger Bürger Aernd Steffenhagen, Hinr. Joensson, Andreas Joensson und Symon Juche Erwyt in ihrem Schreiben an Wisby, dass nach Aussage Oloff Hynssons ein Theil des genommenen Herings in Wisby geblieben sei und Ritter Olav Axelson dafür an einem Tage 1 Last Fleisch, am anderen 1 Last Weizen geboten habe, für unrichtig. Auch Ritter Olav hat auf Befragen die Richtigkeit dieser Behauptung bestritten. — [14]63 an s. Joh. d. ante portam latinam. (APGd., 300 D, XI 63, Or. m. Siegel / Hansisches UB 8, 1242, S. 759)
PrUB, JH I 15841 – 1463 V 9 [?]. Stargard.
Hans von der Sale, Hauptmann zu Stargard, an Heinrich von Richtenberg, Fischmeister zu Putzig, und Nicklos von Weiszenbach, Hauptmann zu Mewe: Unternehmungen gegen den Feind. Schiffe. Zug des Komturs ins Kleine Werder. - Stargard 1463 Montag nach Crucis. (Adelsgesch./a S 91)
PrUB1463.05.09 – 1463 V 9. Danzig.
Danzig an den deutschen Kaufmann zu Brügge auf dessen Schreiben: Anfrage Amsterdams wegen der von Danzig gemeinten Ordenshäfen; Freigabe des Verkehrs mit Riga und Pernau; Stillstand mit Riga; entsprechender Abschluss des Stillstandes mit Amsterdam. — Actum feria 2 post cantate anno etc. 63. (APGd., Missive VI, S. 475-77 / Hansisches UB 8, 1243, S. 759-60)
PrUB, JH I 15842 – 1463 V 11. Bartenstein.
Der Rat zu Bartenstein an den Hochmeister: Sache des Bürgers Hans Panewitcz wegen des von dem Böhmen Schikora bei ihm zurückgelassenen Getreides. Cuntz Egloffsteyner. - Bartenstein 1463 Mittwoch nach Cantate. 1Zettel. (LV 8)
PrUB1463.05.16 – 1463 V 16. Danzig.
Danzig an Lübeck: berichtet mit Bezugnahme auf die Verhandlungen mit Bracht, dass die Tagfahrt tom Brieszke im ryke to Palen up Philippi unde Jacobi resultatlos verlaufen, dach de saken nicht gancz affgeslagen sien. Der Legat hat sich vielmehr nach Breslau begehen, um die Rückkehr des Königs von Polen abzuwarten. Efte he denne noch in den saken wat gudes doen unde bedryven wert, des wie uns uth vorlope der vorscreven geholdenen dachfart nicht vormoden, is uns noch tor tydt unwitlick. Hat seit Erlass des Bracht mitgegebenen Schreibens [PrUB1463.04.25] in data van dissen ein Schreiben des Königs erhalten, de kortlick bynnen dren weken tor Wille in Littowen is gegeven und besagt, dass der König die Vermittlung Lübecks gestatten will, falls der Legat, de umme ere willen des pawestlicken stoles in de deydinge togelaten is, keinen Frieden zustande brächte und der Orden der lübischen Vermittlung gleichfalls zustimmen würde. — [14]63 am mandage rogacionum. (AHL, v. Danzig, Or. mit Spuren des Secrets; bez.: R. 21. junii a. 68 / APGd., Missive 6 S. 480, überschrieben: Der stat Lübeck czu czwen molen / Hanserezesse II.5, 405, S. 279-80)
PrUB1463.05.18 – 1463 V 18. Bergen.
Die Älterleute des deutschen Kaufmanns zu Bergen an den Rat zu Lübeck: berichten von der ungerechtfertigten Wegnahme des Schiffs des Peter Monnick aus Danzig durch den dänischen Vogt, da er gegen die Anordnung des Königs für die preußischen Städte durch den Belt statt durch den Sund nach Schottland gesegelt sei. (AHL, Original auf Papier, mit Siegelresten / UB Stadt Lübeck, 10, 1898, CCCXLIV, S. 362-64)
PrUB1463.05.20 – 1463 V 20. Stralsund.
Stralsund an Danzig: begehrt Rückgabe des stralsundischen Guts in dem von den Danzigern wegen angeblicher Fahrt nach Königsberg weggenommenen, tatsächlich nach Danzig bestimmten Schiffe des Schiffers Hans Matties [...]; verlangt Antwort. — [14]63 vrigdage na ascensionis Dom. (APGd., 300 D XXXIV A 52, Or. m. Siegel / Hansisches UB 8, 1246, S. 763)
PrUB1463.05.26 – 1463 V 26. Danzig.
Danzig an den Rat von Holland, Seeland [und Friesland], [an Dompropst und Burggraf zu Utrecht und die Stadt Schoonhoven] auf deren Schreiben: wiederholt in Erwiderung auf ihre Drohung, dem Cokson und seinen Reedern in Folge der ungenügenden Antwort Danzigs Recht gegen die Danziger gewähren zu wollen, seine früheren Ausführungen und erklärt, dass es sich wegen des von den Danzigern ihren Feinden abgenommenen Guts nicht zu verantworten braucht. Verweist Cokson auf die, die ihm sein Gut genommen haben, und hofft, dass sie sich nicht zum Schaden der Danziger tiefer in die Sache einlassen, da es den Geschädigten vor König [Kasimir] von Polen oder sonst an gebührlicher Stelle zu Recht stehen will. — [14]63 feria 5 ante pentecostes. (APGd., Missive VI S. 481-82 / Hansisches UB 8, 1250, S. 764)
1463, Juni
PrUB, JH I 15843 – 1463 VI 3. o.O.
Volkel Roder an Deutschmeister Ulrich von Lentersheim: Hilfezusage des Komturs von Elsass für Preußen und die geringe Geneigtheit des Deutschmeisters und seiner Balleien zum Beistand für den Orden in Preußen. - 1463 Freitag in der Pfingstwoche. (DM./a 150)
PrUB1463.06.05 – 1463 VI 5. Königsberg.
Hochmeister Ludwig von Erlichshausen urkundet in einem Rechtsstreit zwischen Johann Tolner aus Lübeck, der in Königsberg 3 Tonnen Bernstein gekauft hatte, die ihm von Danziger Ausliegern geraubt wurden, und Werner von Bucken, der den Bernstein in Danzig auf seine Kosten auslöste und nach Lübeck senden wollte. (AHL, Zweifache Ausfertigung, Siegel darunter aufgedrückt / UB Stadt Lübeck, 10, 1898, CCCLIV, S. 374-75)
PrUB1463.06.08 – 1463 VI. Elbing.
[Der Danziger Auslieger] Jak. Vochs an Danzig: berichtet, dass Danzigs Gesandte Joh. Meideburck und Joh. Peckaw seinen Streit mit den Holländern, die er wegen des früher von ihnen erlittenen Schadens und weil sie auch in diesem Jahr [...] Königsberg besuchen wollten, abgefangen hatte, in Elbing beigelegt, ihm und seinen Schiffskindern den sicheren Besuch Danzigs erlaubt und eine schriftliche Zusicherung Danzigs darüber versprochen haben. Erwartet samt seinen Schiffskindern, die gegen diese Zusage in die Beilegung des Streits gewilligt und den Holländern vieles [...] zurückgegeben haben, diese Zusicherung und bittet um eilige Zusendung derselben und keine Rücksichtnahme darauf, dass er mit den Dänen zu schaffen hat. Er hat König [Christian], der ihm während des Beifriedens sein Gut genommen, offene Fehde angesagt mit der Hinzufügung, dass er ein freier Mann sei. Gedenkt, weder Danzig noch Preussen zu verlassen, sondern Danzigs und seine Feinde und die Besucher der feindlichen Hafen zu beschädigen, und bittet um Nachricht, ob er und seine Leute in der See und in Danzig vor dessen Schiffen und Ausliegern sicher sind. — [14]63 am obende corporis Cristi. (APGd., 300 D LXV 83 a, Or. m. Siegel / Hansisches UB 8, 1254, S. 765-66)
PrUB1463.06.15 – 1463 VI 15. Nyenmolen.
Johann von Mengede genannt Osthoff an den Rat zu Lübeck: hat den Komtur zu Memel erneut angewiesen, das Lübecker Schiff unter dem Schiffer Tobbe, das auch Waren des Rats an Bord hatte, zurückzugeben und keine weiteren Übergriffe auf Lübecker Schiffe zu unternehmen. (AHL, Original auf Papier, mit Siegelresten / UB Stadt Lübeck, 10, 1898, CCCLXI, S. 383-84)
PrUB, JH I 15844 – 1463 VI 17. Mecheln.
Austrag in Sachen des Hauses Pitschenburg in Mecheln mit der Ballei Koblenz. Reyner von Beppenhoven genannt von Pissenhem, Komtur und Rentmeister zu Pitschenburg. Nicolaus von Dussen, Komtur zu Utrecht. Johann von Horst, Geschäftsführer der Ballei Koblenz. Johann von Cunresheym, Rentmeister zu St. Katharina in Köln. - Mecheln 17. Juni 1463. Abschrift. (XXXIII/a 8)
PrUB, JH I 15845 – 1463 VI 29. Crossen.
Dienstbekenntnis der Brüder Jörge und Friedrich von Mästchin genannt die Wyschenawer. - Crossen ohne Jahr Petri et Pauli. Seit der Schlacht bei Konitz sind 8,5 Jahre verflossen. (Adelsgesch./a M 107)
1463, Juli
PrUB, JH I 15846 – 1463 VII 3. Keynnot.
Herzog Karl von Burgund an Deutschmeister Ulrich von Lantersheim: Unzufriedenheit des Reinhart von Beppenhoven, Komturs zu Pitschenburg mit dem Ausspruche des Landkomturs zu Biessen in Utrecht (in seiner Sache mit der Ballei Koblenz). - Keynnot 3. Juli 1463. Abschrift. (XXXIII 149)
PrUB, JH I 15847 – 1463 VII 8. Onolzbach.
Deutschmeister Ulrich von Lentersheim an Kurfürst Friedrich von Brandenburg: Beförderung von Briefen zwischen ihm und dem Hochmeister. - Onolzbach 1463 Kiliani. (98, 12)
PrUB1463.07.08 – 1463 VII 8. Danzig.
Danzig an König [Christian] von Dänemark: teilt mit, dass die Danziger Auslieger den Schiffer Nigels Olaffson von Stockholm wegen Verdachts, dass er mit Schiff und Gut die Häfen Balga und Memel aufsuchen wolle, angehalten und bedauerlicherweise nach Danzig gebracht haben. Hat von dem Schiffer erfahren, dass er von Ösel ausgesegelt ist und nach Kopenhagen wollte und dass die aus 27 Last 7 Scheffel Roggen bestehende Ladung dem Könige gehört. Hat Schiff und Ladung dem Schiffer zu freier Verfügung zurückgestellt. Da der Schiffer wegen der Gefährlichkeit der Seefahrt und zur Vermeidung der Wegnahme des Schiffes und Guts durch Danzigs Feinde den Roggen in Danzig aufgespeichert hat, wird Danzig die nach Abzug von Ungeld und Unterhalt des Schiffers übrig gebliebenen 25 1/2 Last gegen Schadloserklärung zur Verfügung dessen bereit halten, den der König zum Empfang des Roggens bevollmächtigen wird. — [14]63 freitage neest nae visitacionis Marie. (APGd., Missive VI S. 483-84 / Hansisches UB 9, 5, S. 2)
PrUB, JH I 15848 – 1463 VII 12. o.O.
(Reinhart von Beppenhoven, Komtur zu Mecheln) an (den Deutschmeister): seine Sache mit der Ballei Koblenz. Dietrich von Ratingen und Jan von Koblenz, Priesterherren zu Koblenz. Jan von Comersheym, Deutschordensbruder. - 1463 Juli 12. Abschrift. (106, 113)
PrUB1463.07.15 – 1463 VII 15. Danzig.
Danzig an Königin Dorothea von Dänemark auf deren Schreiben von Juni 16 [...] aus Kopenhagen: erwidert auf ihre Bitte um anständige Behandlung des Ritters Jorgen Laurensszon und anderen Kriegsvolkes, welches das von ihr dem König Christian auf dessen Begehren nach Schweden gesandte Kriegsvolk geleiten sollte und von einigen Danziger Schiffern auf der See geschlagen, über Bord geworfen und gefangen wurde, dass solches Kriegsvolk nicht nach Danzig gebracht ist. Auch von den in einem ihrem Schreiben beiliegenden Zettel genannten Schiffern ist noch keiner nach Danzig gekommen, ausser Herr Joh. van Herforden, der solches Kriegsvolk auch nicht nach Danzig gebracht und in der See auch nicht angetroffen hat. Hat durch Gerüchte vernommen, dass die Besatzungen der königlichen Schiffe andere Schiffe angegriffen und nach Livland gebracht haben.
Übersendet als Erwiderung auf ihre Beschwerde über Beltfahrt und Zollhinterziehung der Danziger eine Abschrift des Beifriedens zwischen Polen und Dänemark, wonach die Danziger und alle Untertanen König Kasimirs in den drei Reichen zu Wasser und Land gleich anderen von der Hanse verkehren sollen. Bittet, jede weitere Beschädigung der Danziger zu verhindern, da diese laut obigem Beifrieden so wenig wie andere von der Hanse zur ausschliesslichen Fahrt durch den Sund verpflichtet sind. — [14]63 freidage am dage divisionis apost. (APGd., Missive VI S. 466 / Hansisches UB 9, 7, S. 3)
PrUB1463.07.23 – 1463 VII 23. Danzig.
Danzig an Lübeck: berichtet über den gescheiterten Anschlag einiger Danziger zu Gunsten des Ordens. Vermutet, dass der Orden in der Hoffnung auf ein Gelingen desselben Lübecks Vermittlung zurückgewiesen habe, und ersucht die Bemühungen um die Herstellung des Friedens wiederaufzunehmen. — 1463 Juli 23. (AHL, v. Danzig, Or. mit Spuren des Secrets; bez.: R. ummetrent assumpcionis (Aug. 15) a. etc. 63 / APGd., Missive 6 S. 485 / Hanserezesse II.5, 406, S. 280)
PrUB1463.07.25 – 1463 VII 25. Lübeck.
Der Rat zu Lübeck macht bekannnt, dass Euerd Junge und Ludicke Spickhering Güter von vier Danziger Kaufleuten beschlagnahmt haben, da diese sie zur See geschädigt haben. Die Waren wurden zu Geld gemacht und dieses beim Kämmerer hinterlegt, könne aber bis Michaelis ausgelöst werden. (AHL, Niederstadtbuch zu 1363 / UB Stadt Lübeck, 10, 1898, CCCLXXIV, S. 399)
1463, August
PrUB, JH I 15849 – 1463 VIII 13 [?]. Lochstädt.
Der Pfleger zu Lochstädt an den Hochmeister: Scharwerksverweigerung der Leute im Kammeramte Germau. Schlechte Ernteergebnisse. - Lochstädt 1463 Abend Assumptio Mariae. (LXXIII 6)
PrUB1463.08.19 – 1463 VIII 19. Memel.
Otto von Hocklem, Komtur zu Memel, an den Rat zu Lübeck: haben ihm wegen der Güter geschrieben, die er zusammen mit dem Schiff des Hinrik Thobe genommen haben soll. Dieses Schiff sei aber gegen seinen Willen und ohne sein Wissen genommen worden. Er habe jetzt das Schiff an Hinrik Thobe unter Zeugen zurückgegeben, die Waren habe er aber nicht alle erhalten. (AHL, Original auf Papier, mit aufgedrücktem Siegel / UB Stadt Lübeck, 10, 1898, CCCLXXXIX, S. 411-12)
PrUB1463.08.22 – 1463 VIII 22. Lübeck.
Lübeck urkundet, dass es den Vorzeiger, seinen Sekretär Johann Bracht, bevollmächtigt hat, zwischen Polen und Orden enen frundliken unvorplichteden dach in deine lande to Pratzen int vorjar to weddersdagen upp belegener stede unde tiid to vorramende unde to bearbeidende, dar wii unde etlike andere stede unse frunde, desser zake unpartielick, de wii darto vormochten biitobringende, bii hebben mochten, um über die Beilegung des langjährigen Krieges zu verhandeln. - [14]63 mandages vor Bartholomei. (AHL, Handschrift, fol. 4v / Hanserezesse II.5, 407, S. 281)
PrUB1463.08.23 – 1463 VIII 23. Lübeck.
Lübeck an Danzig: Riga hätte ihm, geschrieben und gleichzeitig eine Abschrift übersandt, von der eine Abschrift hierbei folge. Da nun der Zwist zwischen Danzig und Riga nach beiderseitiger Verschreibung bis zum letztverflossenen Fest Johannis Baptiste in einen freundlichen Bestand gebracht worden, dieser Termin aber jetzt verstrichen, bittet es, Danzig wolle auch weiterhin bis zum nächsten Johannis Baptisten Tage jenen Streit in guder dult unde sate bestaen lassen, dass jene Leibes und Gutes sicher bei ihnen verkehren könnten und der gemeine fahrende Kaufmann nicht beschädigt würde, und die entsprechenden Weisungen an ihre Auslieger ergehen lassen. Es zweifle nicht, dass auch Riga darauf eingehen werde und wolle demselben sofort deshalb schreiben, sobald es Danzigs entlike gudlike antwert — bii dessem unsem dener empfangen haben wird. - Am Abend Bartholomaei apostoli 1463. (AHL, Danzig Fasc. 2, Entwurf, Papier / Liv-, Est- und Kurländisches UB I.12, 216, S. 127 / Hanserezesse II,5, 382, S. 263)
PrUB1463.08.23.a – 1463 VIII 23. Lübeck.
Lübeck an König Kasimir von Polen: beruft sich auf seine früheren zum Besten des Friedens getanen Schritte und die Zusagen des Königs in Betreff der Zulassung der lübischen Vermittlung im Falle des Scheiterns der Sendung des Erzbischofs von Kreta, und zeigt an, dass es seinen Sekretär zum Hochmeister abgeordnet hat, um anzufragen, ob dieser gleichfalls in die Vermittlung und in eine Tagfahrt in Preussen um Pfingsten willige, wird das Ergebnis ungesäumt dem König melden. Hofft zuversichtlich, dass es ein günstiges sein wird, und bittet für diesen Fall um Geleite für Lübeck und seine Begleiter. Ersucht, die Urkunden in doppelter Ausfertigung an Danzig zu schicken, welches dieselben in twen schepen Lübeck zustellen würde. Bittet, die Gesandten des Erzbuschofs von Riga und der Städte Riga, Dorpat und Reval in dem Geleit einzuschließen oder ihnen ein gesondertes Geleit zu erteilen. Hat Danzig gebeten, sich bei dem König für das Vorstehende zu verwenden. — [14]63 am avende Bartholomei. (AHL, A. Pruss., Entwurf / Hanserezesse II.5, 6, S. 281)
PrUB1463.08.23.b – 1463 VIII 23. Lübeck.
Lübeck an Danzig: weitgehend gleichlautend mit [PrUB1463.08.23.a]. Bittet [PrUB1463.08.23.a] an den König zu bestellen und beglaubigt Johann Bracht mit dem Ersuchen, ihn bei dem König zu unterstützen. — [14]63 am avende Bartholomei. (AHL, v. Danzig Misc., Entwurf / Hanserezesse II.5, 409, S. 281)
PrUB1463.08.23.c – 1463 VIII 23. Lübeck.
Lübeck an Hochmeister Ludwig von Erlichshausen: beteuert, dass der langjährige verderbliche Krieg zwischen Polen und Orden seine Anteilnahme um so mehr erweckt habe als unse zeigen vorvaren juwes werdighen ordens medestiffter sint gewest, so juwe gnade uns des meer dan to euer tiit in juwen breven herto vormanet. Ist von dem Kaiser, Fürsten, Herren und Städten wiederholt aufgefordert worden, für die Beilegung des Krieges zu wirken, hat sich aber, wie seine früheren Schreiben an den Hochmeister ergeben, zurückgehalten, weil es von den Tagfahrten zu Gross-Glogau und Brest (Pritzke) und der Tätigkeit des päpstlichen Legaten einen günstigen Erfolg erwartete. Hat nun erfahren, dass der Legat wider Verhoffen resultatlos aus Preussen abgezogen ist, und erklärt sich zum Nachweis seines guten Willens bereit, seine und einiger unparteiischer Herren und Städte Gesandte to vorjaren tusschen pinxsten unde paschen to weddersdaghen nach Preussen zu schicken, falls der Hochmeister der Vermittlung von Lübeck zustimme, so gii uns dat niyt underschede hir bevorne alrede togescreven hebben. Ersucht dem Überbringer eine dar unvordecket antwort zu erteilen, damit es sich unnütze Muhe und Kosten sparen könne. Hat, wie es sich gebührt, dem König von Polen und Danzig in gleichem Sinne geschrieben, zweifelt nicht an deren Zustimmung, und hofft um so mehr auf die Einwilligung des Hochmeister, als der Erzbischof von Riga sowie Riga, Reval und Dorpat sich bereit erklärt haben, die anzusetzende Tagfahrt zu beschicken, falls sie Geleite erhielten. Wird dieses auswirken und bittet den Hochmeister, einen Ort in Preussen für die Tagfährt auszuwählen sowie Lübeck ein ausreichendes Geleite für die Gesandten einzuschicken. Beglaubigt Johann Bracht und bittet ihn auf der Reise mit Geleit zu unterstützen. — [14]63 am avende Bartholomei. (AHL, A. Pruss., Entwurf / Hanserezesse II.5, 410, S. 281-82)
PrUB1463.08.25 – 1463 VIII 25. Gotland.
[Der Danziger Auslieger] Jak. Foss an Lübeck: Zurückweisung des Verdachts, dass er die Lübecker beschädigt habe. Drohung für den Fall feindlicher Behandlung. — Geschreven to Gotlande im 63. jare up den sundag na Bartolomei. (AHL, Danica 2, Or. m. Siegel / Hansisches UB 9, 17, S. 8-9)
PrUB1463.08.27 – 1463 VIII 27. Lübeck.
Rat zu Lübeck an König Kasimir von Polen: haben seinen Brief zum Danziger Bürger Allexius Nagel erhalten. Dieser sei in Lübeck zu Recht wegen eines Terlings Laken, der einen Engländer gehörte, den er aber für sich reklamierte, inhaftiert worden, habe aber inzwischen Urfehde geleistet, so dass die Angelegenheit erledigt sei. (AHL, Entwurf auf Papier / UB Stadt Lübeck, 10, 1898, CCCXCIII, S. 417-18)
PrUB1463.08.28 – 1463 VIII 28. Wolmar.
Die zu Wolmar versammelten Ratssendeboten der livländischen Städte an Danzig: haben von Riga vernommen, in wat wise ze mit juwer vorsichticheit eres vorschrivendes enthalven to moye unde drapliken schaden gekomen zin, alze dat dusse stede Rige, Reval unde Pernouwe juw geschreven sollen hebben enen articul der entsegginge, des wii gantcz to Gode nicht zin vorhopende sodanne van en noch van den anderen allen vorbenomet samptliken noch besunderen zii gescheen unde ungerne mit juw allen in sulkeme besitten wolden. Yodoch wes juwer ersamheit uppe de tiid van den van Rige, Darpte unde Reval under der stadt Rige secrete wart geschreven, de warninge schach to juweme unde der juwen beste, siick deszhalven vor schaden to wachtende, kennet God de here, unde nicht to arghe, unde en sulkes gerne van juw upnemen wolden innne geliken, indeme wii so vor unse tokomenden schaden van juw gewarschuwet worden, alze dat ere radessendeboden by juw unlanges gewest wol muntliken, alze wii vornomen hebben, vorhalet hebben unde ze doch do darsulvest mit juwer leve to nener vasten bestentliken grund gantcz entliken deshalven zin gekomen. Hoffen, dass die bevorstehenden Verhandlungen in Preußen auch diese Frage erledigen werden, und bitten für den Fall, dass jene nicht zustande kämen, die Danziger Auslieger anzuweisen, dass sie sich an den von Riga, welches die Danziger nie geschädigt, nicht vergreifen. — [1464 Febr. 21]. (TLA, Handschrift, fol. 5r / Hanserezesse II.5, 390, S. 268)
PrUB1463.08.29 – 1463 VIII 29. Danzig.
Danzig an Lübeck: bekundet die Aussage des Danziger Bürgers Schiffer Oloff Hinczesson, dass er im Herbst 1462 auf der Fahrt von Stralsund nach Wisby den Königsbergern mit einigen von ihnen dem Kaufmann in der See weggenommenen Schiffen begegnete; als sie auch ihn angriffen, erwehrte er sich ihrer, nahm ihnen ein Schiff weg, welches er nach Gotland führte und dort als Beute verteilte, und brachte einige Königsberger gefangen nach Danzig, wo sie noch im Gefängnis sitzen. Da nun Oloff Axelsson, Claus Clemente und Godeke Ottenhusen in Gegenwart der Danziger Bürger Kersten Runge, ihres Wirts, und Mathis Negendank den Schiffer Hinczesson wegen des ihnen von den Königsbergern genommenen Guts belangten, entschied Danzig, dass der Schiffer nicht regresspflichtig sei, da er das Gut nicht ihnen, sondern den Feinden genommen habe, und dass die Kläger sich an den Königsbergern schadlos halten möchten; bittet um Schutz für den Schiffer und um sicheren Verkehr desselben mit Schiff und Gut in Lübecks Gebiet. — 1463 a. d. decollacionis Joh. (AHL, vol. Danzig, Or. Perg. m. Siegel / APGd. Missive VI, S. 489-91 / Hansisches UB 9, 18, S. 9)
PrUB, JH I 15850 – 1463 VIII 30. Schivelbein.
Kurfürst Friedrich von Brandenburg an den Hochmeister: Übersendung eines Briefes des Deutschmeisters. - Schivelbein 1463 Dienstag nach Decollatio Johannis. (98, 13)
1463, September
PrUB1463.09.03 – 1463 IX 3. Danzig.
Danzig an Stockholm auf dessen Schreiben: erwidert auf die Beschwerde einiger Stockholmer Bürger über Wegnahme ihres nach Danzig verfrachteten Guts durch die [Danziger Auslieger] Hinr. Sternenberch, Peter Wendt und Cristoffer, dass nach dem Bericht der Auslieger der Schiffer Erich Thurensson gleich bei der Wegnahme bekannte, mit dem Schiffe nach Memel und Königsberg verfrachtet zu sein, was auch der den Ausliegern übergebene Frachtkontrakt (uthgesnedene breff) bewies. Bekundet die Aussage des Steuermanns Andris Doby und des Kaufmanns Oloff Allesszon, dass sie in Stockholm Ladung genommen und auf dem Wege die Absicht hatten, nach Memel zu segeln, wofür der Schiffer 2 m. preuss. als Fracht haben sollte. Lehnt mit Erinnerung an seine Warnung jede Verantwortung ab, ersucht, seine Auslieger nicht zu bedrängen, und erklärt auf die Beschwerde Stockholms über Misshandlung des Schiffers und des Schiffsvolkes durch die Auslieger, dass letztere diese Beschuldigung für unwahr erklärt haben. — [14]63 sonnavende nah Egidij abb. (APGd., Missive VI, S. 487-88 / Hansisches UB 9, 20, S. 9)
PrUB, JH I 15851 – 1463 IX 5. Nyenmolen.
Der Meister in Livland an den Hochmeister: Rückkehr des Bischofs Jodocus von Oesel nach Rom. Die Rigaische Sache. Versorgung des Bischofs mit der Ballei Apulien oder Sizilien. Verhältnis Livlands zu Litauern und Russen. Einfall der Pleskauer ins Stift Dorpat und Abschluss eines Friedens mit ihnen. - Nyenmolen 1463 Montag vor Nativitatis Mariae. Livl. UB XII Nr. 218. (XLII (LS) 38)
PrUB, JH I 15851a – 1463 IX 13. Thorn.
Johann Rinneberg, Vogt der Neustadt Thorn, schreibt den Räten und Bürgermeistern der Stadt Thorn [über] die Verhandlungen vor einem Gehegten Ding wegen einiges in Beschlag genommenen und dem Georg Schweidnitzer gehörenden [Heidestrohs] auf Befehl des Nicol. Puchola. - Thorn 1463 Dienstag vor des heiligen Kreutzes [Tage]. Brief fehlt. (LII 154)
PrUB, JH I 15852 – 1463 IX 18. Riga.
Der Meister in Livland an den Hochmeister: Hilfegesuch des Hochmeisters wegen der Belagerung von Mewe. Bischof Jodocus von Oesel. - Riga 1463 Sonntag nach Exaltatio Crucis. Livl. UB XII Nr. 222. (V (LS) 15/a)
PrUB, JH I 15853 – 1463 IX 18. Riga.
Der Meister in Livland an den Hochmeister: Belagerung von Mewe. Reise des Bischofs Jodocus von Oesel. Reklamation des Königs von Dänemark wegen der nach Memel entführten Güter des Niclos Petersson. Unruhen in Schweden, Bischof von Upsala. - Riga 1463 Sonntag nach Exaltatio Crucis. Livl. UB XII Nr. 223. (V (LS) 15)
PrUB1463.09.28 – 1463 IX 29. Danzig.
Danzig an Olav Axelson, Hauptmann auf Gotland: erwiedert auf seine schrift liche Beschwerde, derzufolge einige Danziger und Elbinger Auslieger mit drei Schiffen zu Farö an Land gewesen, dasselbe beschädigt und nur gegen Zahlung einer Summe Geldes nicht mit Brand verheert haben, dass Danziger Auslieger dies sicherlich nicht gethan haben. Wird einen solchen Friedensbruch nicht zulassen. Weiss dagegen, dass der von Leuten aus den drei Reichen beschädigte Schiffer Vosz, der Danzig, weil es ihm keine Gewalttätigkeiten gegen die drei Reiche erlauben wollte, sein Bürgerrecht aufsagte, mit zwei Schiffen gemeinschaftlich mit Jon Schkalszky, Hauptmann zu Frauenburg, in einem dritten Schiffe von Elbing ausgesegelt ist. Weiss nicht, ob diese die Täter sind. Hat weder dem Vosz noch anderen die Beschädigung der Unterthanen König [Christians] während der Dauer des Friedens gestattet und wird sie auch nicht erlauben; hofft, dass Olav auch die Unterthanen König [Kasimirs] nicht beschädigen lässt. — [14]63 avende Michaelis. (APGd., Missive VI, S. 491 / Hansisches UB 9, 24, S. 10-11)
PrUB1463.09.29 – 1463 IX 29. Wehlau.
Hochmeister Ludwig von Erlichshausen beurkundet, dass Lübeck wiederholt schriftlich und mündlich und nun durch Johann Bracht seine und seiner Freunde Vermittlung in dem Kriege zwischen Orden und Polen angeboten und er nach Beratung mit unsern herren deser lande, prelaten, gebittigern, brudern, rotmeistern, houptlewten, mannen, steten und allen andern, haldende das teill unsers ordens, das Anerbieten angenommen hat. Bewilligt und gewährt daraufhin, dass Lübeck und Lübecks Begleiter alze frundliche mitteler den Krieg beizulegen versuchen. Ist mit Bracht übereingekommen, dass die Verhandlungen am 1. Mai 1464 (Philippi und Jacobi — neest komende) in Preußen stattfinden sollen, derart, dass wir adir unsir machtboten wellen und sollen legen in der stat Brownszberg adir Heiligebeill, und der herre koningk czu Polen und die sein teill halden adir ire machtboeten sollen legen in der stat Elbingk; die stat Tolkemitte sal sein die stete des czusampnekomens und handels, dohen von beiden teilen sollen kommen und widder von dannen sollen haben czu cziende unnd czu komende alle und iczliche rethe und machtboete, sowoll des konnigs czu Polen und seines teiles als unsers ordens und ouch der von Lübeck und andir scheideherren, die als berurt ist mit en czu solchem handell werden komen, geistliche und wertliche, allir wirde und wezens, frey sicher und unverhindert, czu wasser und czu lande noch irem willen. Gelobt die Tagfahrt zu beschicken, so ferre unser widderteil deine auch alzo thun wirth. — Welaw, 1463 s. Michaelis archangeli. (AHL, A . Polon., Or. mit auf gedr. Siegel / AHL, Handschrift f. 2v / ASP 5, 34 / Hanserezesse II.5, 412, S. 282-83)
PrUB1463.09.29.a – 1463 IX 29. Wehlau.
Hochmeister Ludwig von Erlichshausen erteilt den Gesandten, welche Lübeck zu einem Friedensvermittlungsversuch in unnsere lande Prewssen senden wirth, sie sein von Lubicke addir ausz andern seesteten, nemlich van czwentzicken bisz uff funffczigk, van funffczigen bisz uff hundert und van hundert bisz uff czwei addir dreyhundert pferde und uff sovil menschlicher personen, weniger und nicht meh ungeverlich, freies Geleit für Hin- und für Rückreise für die Zeit von Ostern bis Michaelis des kommenden Jahres. — Welouw, 1463 s. Michaelis des h. ertzengels. (AHL, Handschrift, fol. 3r / Hanserezesse II.5, 413, S. 283)
PrUB1463.09.30 – 1463 IX 30. Wehlau.
Hochmeister Ludwig von Erlichshausen an den Rat zu Lübeck: dankt für [PrUB1463.08.23.b] und die Entsendung von Bracht. Erklärt, wir haben euwir gutte dirbittunge mit willen uffgenomen und gonnen euch der ere gerne, das ir solche krige richten und henlegen moget. Verweist auf [PrUB1463.09.29] und die mündlichen Erläuterungen von Bracht. Erwidert auf die Beschwerde von Lübeck, dass Niklis Petersoen auf dem lübischen Strome nach Lübeck gehöriges Kupfer und Osemunt genommen und nach Königsberg gesandt habe. Er habe den nach Königsberg gelangten Teil des Genommenen beschlagnahmt und werde ihn durch dm Hauskomtur und den Rat der Stadt verzeichnen lassen, doch habe inzwischen auch König Christian von Dänemark bei dem Meister von Livland Anspruch auf dasselbe, von ihm zu 15.000 Holmissche m. geschätzte, Gut erhoben, so dass er mit den Gebietigern übereingekommen, die Waren bis zu der Tagfahrt in Preußen beisammenzuhalten. Sendet eine Abschrift des hierauf bezüglichen Schreibens des Meisters, wird den Brief von Lübeck, den mit der kowfflewte merke, dem Meister zwecks Weiterbeförderung an den König einschicken und das Gut der Seite folgen lassen, der sein Anrecht darauf nachweisen wird. Erklärt auf die von Bracht erhobene Beschwerde von des genomenen heringes wegen —, das die knechte die en genomen haben, nyh bey uns gewezen sein, sunder haben ir leger tzu Powtczk unde tzur Leebe, alleyne ist eyn cleyn Schiffchen ken Konningsberg gekomen. Weiß nicht, wohin das übrige gelangt ist, hofft auf der Tagfahrt weiteren Bescheid erteilen zu können. — Welaw, [14]63 freitag neest noch Michaelis. (AHL, A. Polon., Or. mit Spuren des Secrets / Hanserezesse II.5, 414, S. 283 / UB Stadt Lübeck, 10, 1898, CDIII, S. 427-28)
1463, Oktober
PrUB1463.10.01 – 1463 X 1. Königsberg.
Bürgermeister und Räte der drei Städte Köngsberg an den Rat zu Lübeck: hat den von Johannes Bracht übermittelten Brief erhalten, ebenso wie der Hochmeister, in dem sie über die Verluste des Nigels Petersen klagen. Ihnen und dem Hochmeister seien die Übergriffe auf unschuldige Kaufleute leid, doch seien durch den Krieg viele Übergriffe geschehen, auch von solchen, die auf eigene Faust handelten. So seien Symon Sonnenstull und andere von feindlichen Gewässern aufgebrochen und hätten ihre Beute von Putzig nach Memel gebracht. Als der Hochmeister davon hörte, das Lübecker betroffen waren, habe er das verbliebene Gut nach Königsberg bringen lassen. Dieses sei dort gelagert, doch hätte auch der König von Dänemark Ansprüche erhoben. Bitten, ihnen die Übergriffe nicht zur Last zu legen, da sie nichts damit zu tun hätte . (AHL, Original auf Papier, Secret aufgedrückt / UB Stadt Lübeck, 10, 1898, CDIV, S. 429-30)
PrUB1463.10.05 – 1463 [nach X 5]. Danzig.
Danzig an Lübeck auf dessen Schreiben wegen der Lübecker und Danziger Bürger Everdt Junge, Hans Veldt, Tobias Stenwege und Allex Nagel: hat über diese Angelegenheiten mit dem lübischen Sekretär Meister Joh. Bracht verhandelt. Man kam überein, dass die Sache bis [1464] Mai 1 anstehen, sowie dass Lübeck bzw. Danzig das von den Waren Stenweges bezw. Junges erlöste Geld diesen gegen die Verpflichtung zur eventuellen Wiederauszahlung übergeben sollen. In der Angelegenheit Nagels sollen die im nächsten Jahre zur Beilegung des Krieges kommenden lübischen Ratssendeboten beauftragt werden. Bittet um Antwort, falls Lübeck diese Vorschläge nicht annehmen will. Hans Schulte, der dem Hans Velde Schaden zugefügt haben soll, hat in Gegenwart Peter Strufinges, des Bevollmächtigten Veldes, Bürgschaft gestellt, dass er vor Danzig Recht nehmen wird. — [14]63 post Francisci. (APGd., Missive VI, S. 495-96 / Hansisches UB 9, 25, S. 11)
PrUB1463.10.10 – 1463 X 10. Danzig.
Danzig an Lübeck: dankt (hochflytigen) für das neue Vermittlungserbieten und entschuldigt Brachts Ausbleiben. Hat nach Kenntnisnahme der von Bracht beim Hochmeister erwirkten Antwort für ratsam erachtet, dass Bracht sich umbe sake willen, dee hee juwer erszamheit muntlik wal wert bybrengen, zum König von Polen begebe, und ihn dazu bewogen, die Reise in Begleitung eines Ratssendeboten von Danzig anzutreten. — [14]63 am mandage negst Dyonisii et sociorum. (AHL, v. Danzig Misc., Or. mit Spuren des Secrets; bez.: R. penultima novembris (!) a. 63 / APGd., Missive 6, S. 494, datiert: Post Francisci [Okt. 4] / Hanserezesse II.5, 415, S. 283)
PrUB, JH I 15854 – 1463 X 14. o.O.
Kurze Instruktion für den Komtur von Memel an den Meister in Livland, Erzbischof von Riga, Landmarschall in Livland und Bischof von Kurland. - 1463 Freitag vor Lucas ewangelista. Livl. UB XII Nr. 226. (XXII (LS))
PrUB1463.10.14 – 1463 X 14. Danzig.
Bürgermeister und Rat von Danzig an den Rat zu Lübeck: bestätigen, dass Hermann Teybe, der Vorzeiger des Briefes, zusammen mit anderen Danziger Bürgern vor ihnen erschienen ist und beschworen hat, dass das von ihm geführte Schiff nur ihm und dem verstorbenen Peter Harder zugehört. (AHL, Original mit Resten des Secretsiegels / UB Stadt Lübeck, 10, 1898, CDVII, S. 432-33)
PrUB1463.10.16 – 1463 X 16. Danzig.
Danzig an Königin Dorothea von Dänemark: berichtet mit Erinnerung an den 1462 verlängerten Beifrieden und mit Übersendung einer Abschrift desselben, dass im Sommer einige mit Salz beladene Danziger Schiffe auf der Fahrt von der Baie nach Reval in den Belt kamen, wo sie von zwei Kriegsschiffen angegriffen wurden, die sich ihrer gewaltsam bemächtigen wollten. Die Danziger überwältigten jedoch das eine der beiden Kriegsschiffe, nahmen dessen Besatzung gefangen, liessen dieselbe auf Zeit frei und führten einige davon (Hinrick Hilligeszon, Hans Oldenborch, Andris vam Berge, Alf Azegutt, Hans Peterszon und Olaff Borszon) als Geiseln mit nach Reval, wo sie gegen das Gelöbnis, sich zum 29. Sept. Danzig zu stellen, freigelassen wurden. Die Gefangenen haben das Gelöbnis gehalten und vor Danzig bekannt, dass sie von König [Christian] und der Königin ausgerüstet seien, um die Danziger im Belt und die durch den Belt segelnden Schiffe wegzunehmen. Erklärt dies für einen Friedensbruch und dass unter diesen Umständen ein offener Krieg besser ist als ein solcher Scheinfrieden. Bittet um Anfrage bei König Christian, der itczunder by juw im ryke Sweden is, ob er den Beifrieden halten und den Danzigern gleich anderen von der Hanse freien Verkehr auf allen seinen Gewässern und Strassen gönnen will oder nicht, und um Antwort. — [14]63 sondage am d. s. Galli. (APGd., Missive VI, S. 491-94 / Hansisches UB 9, 28, S. 12-13)
PrUB, JH II 3095 – 1463 X 20. Pilten.
Bischof Paul von Kurland vidimiert auf Antrag des Johann von Mengede gen. Oschoff Mstrs. in Livland (vertreten durch Lubbert von Vorschem Komtur zu Goldingen) den Friedensvertrag von Brzesc vom 31. Dezember 1435. Zeugen: Bartold Korpis Vogt, Paul Bucking und die Priester Matthias Gronaw, Matthias Sculteti und Peter Rasoris, Bernhard von Pentynghusen Kämmerer und Martin Leonis Schreiber des Bischofs. - Pilten 20. Oktober 1463. - Original Pergament. Siegel ab. Reg. Livl. UB. XII Nr. 230. (Schiebl. 66 Nr. 14)
1463, November
PrUB, JH I 15855 – 1463 XI 1. Memel.
Der Komtur zu Memel an den Hochmeister: Stimmung in Litauen wegen des vom König von Polen geplanten Austausches von Podolien gegen die Ordenslande Preußen. Bernstein. - Riga 1463 Dienstag post Simonis et Jude. 1 Zettel. Reg. Livl. UB XII Nr. 231. (XVI/a 30)
PrUB1463.11.03 – 1463 XI 3. Pyotrkow.
König Kasimir von Polen an den Rat zu Lübeck: habe erfahren, dass ihr Mitbürger Johann Kelner die Stadt Danzig vor das Reichshofgericht habe laden lassen. Danzig unterstehe jedoch allein seiner Oberhoheit, Kelner solle die Zitation daher zurückziehen. (AHL, Original auf Papier mit geringen Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, 1898, CDXI, S. 435-36)
PrUB1463.11.03.a – 1463 XI 3. Pyotrkow.
König Kasimir von Polen an den Rat zu Lübeck: erklärt sich bereit, im Konflikt zwischen ihm und seinen preußischen Untertanen sowie dem Deutschen Orden und seinen Verbündeten die Vermittlung des Lübecker Rats und derer, die sie hinzuziehen wollen, anzunehmen. Am nächsten Maitag sollen sich die Abgeordneten beider Seiten auf einen zu Verhandlungen geeigneten Ort einigen. Der König gewährt den Lübecker Gesandten und ihrer Begleitung sicheres Geleit. (AHL, Original, Siegel fehlt / UB Stadt Lübeck, 10, 1898, CDXII, S. 436-38)
PrUB1463.11.03.b – 1463 XI 3. Piotrkow.
König Kasimir von Polen beurkundet, dass er das Anerbieten von Lübeck, zwischen ihm und dem Orden zu vermitteln, angenommen hat und sichert den lübischen Gesandten und ihren Begleitern (in quadringentis equis et totidem humanis personis, citra vel ultra) zu der auf den 1. Mai vereinbarten Tagfahrt freies Geleit für Hin- und Rückreise für die Zeit von Ostern bis Michaelis zu. — Datum in convencione regni nostri generali Pyothrkowie, 1463 feria 5. post festum omnium sanctorum. (AHL, Handschrift, fol. 2r / Hanserezesse II.5, 419, S. 288)
PrUB1463.11.03.c – 1463 XI 3. Piotrkow.
König Kasimir von Polen beurkundet, dass er nach Beratschlagung mit seinen Ständen in Preußen die von Lübeck wiederholt und zuletzt durch Bracht an gebotene Vermittlung des Krieges zwischen Polen und Orden angenommen hat und mit Bracht auf eine Tagfahrt am 1. Mai (Philippi et Jacobi) übereingekommen ist, auf welcher Lübeck mit Zuziehung anderer unparteiischer Herren und Städte als Vermittler zwischen ihm und dem Orden soll fungieren dürfen. Verspricht den Tag zu beschicken sub hiis condicionibus, quod nostri prelati principes et consiliarii ad opidum Bidgoscza, pars vero adversa in Culmen venire et se representare debebunt, in quibus civitatibus partes existentes concordabunt de loco ad tractandum et conveniendum hinc inde congruo et apto. Sichert den Gesandten von Lübeck wie des Hochmeisters freies Geleit zu, und verspricht das Vorstehende zu erfüllen, insofern sein Gegner premissa acceptare et amplecti voluerit. — In convencione regni nostri generali Pyotrkowie celebrata, 1463 feria quinta post festum sanctorum omnium. In plica: Relacione rev. p. domini Johannis de Bzeszea, jur. utr. dr., electi ecclesie Wladislaviensis confirmati, regni Polonie vicecancellarii. (AHL, 1. A. Polon., Or. Perg., das Siegel abgefallen / AHL, Handschrift, fol. 1v / ASP 5, 36 / Hanserezesse II.5, 418, S. 287-88)
PrUB1463.11.08 – 1463 XI 8. Schadeck.
König Kasimir von Polen an den Rat zu Lübeck: dankt für das durch Bracht überbrachte Anerbieten von Lübeck, den Frieden zwischen dem König und dem Orden zu vermitteln, et ne in nobis aliquitpiam quo pax ipsa turbari cerneretur deficiat, vos in amicabiles mediatores et arbitros inter nos et partem adversam assumpsimus, prout ex litteris nostris recessus et relatione dicti Johannis Bracht vestre famositates clarius comprehendent. — Schadek, 1463 feria tercia ante festum sancti Martini. Dominus rex per se. (AHL, A. Polon., Or. mit Resten des Secrets / Hanserezesse II.5, 420, S. 288 / UB Stadt Lübeck, 10, 1898, CDXIII, S. 438-39)
PrUB1463.11.14 – 1463 XI 14. Danzig.
Danzig an König [Christian]: fragt an, ob die Danziger den Belt und andere Gewässer des Königs gleich den anderen Hansen ungehindert besuchen könnten,. — [14]63 mandage na s. Merten. (APGd., Missive VI, S. 498-99 / Hansisches UB 9, 28 Anm., S. 13)
PrUB1463.11.29 – 1463 XI 29. Danzig.
Danzig an Lübeck: der Danziger Bürger Tideman Monnick beschwört, dass Tideman Valandt in der Woche nach Pfingsten [...] von London einen Terling Laken verschiffte, von dem ihm selbst 2/3, sowie ihm, Tideman Valandt und ihrer Gesellschaft 1/3 gehört [...] und dass der Terling von Amsterdam nach Hamburg in dem vom Schiffer Jürgen Hagen von Terschelling [...] geführten und vor der Elbe gestrandeten Koggen verfrachtet war und mit anderen Laken von den Hadelern geborgen sein soll. Verspricht Sicherheit vor Nachmahnung, nachdem der Lübecker Hinr. Droszdauw als Bevollmächtigter Monnicks von den durch Lübeck dazu verordneten Personen 6 englische und 15 aalstsche Laken für Monnick, Valandt und ihre Gesellschaft empfangen hat. — 1463 avende Andree ap. (AHL, vol. Danzig, Or. Perg. m. Siegel / Hansisches UB 9, 39, S. 18-19)
1463, Dezember
PrUB1463.12.02 – 1463 XII 2. Danzig.
Danzig an König [Christian] von Dänemark: die Danziger Bürger Symon Lubbelouw und Hildebrant Holthuwszen berichten, dass er ihr dem Schiffer Hans Witte zur Führung anvertrautes Kreierschiff von 24 Lasten in der letzten Fastenzeit in Stockholm hat wegnehmen lassen und nach Kopenhagen gesandt hat. Sie beschwören, dass das Schiff samt der auf der Reise verdienten Fracht ihnen allein gehört. Bittet in Anbetracht des Beifriedens um Rückgabe des Schiffes und der Gerätschaften an den Überbringer Mattis Finkenberg. — [14]63 fridage negst noch Andree ap. (APGd., Missive VI, S. 499 / Hansisches UB 9, 42, S. 20)
PrUB1463.12.07 – 1463 XII 7. Colo.
König Kasimir von Polen erteilt den Gesandten des Rats zu Lübeck und ihrer Begleitung, die zur Vermittlung eines Friedens zwischen ihm und dem Deutschen Orden anreisen, freies Geleit. (AHL, Original mit anhängendem Siegel / UB Stadt Lübeck, 10, 1898, CDXIX, S. 445)
PrUB, JH I 15856 – 1463 XII 8. Colo.
Geleitbrief des Königs Kasimir von Polen für den Hochmeister und dessen Anhang zur Tagfahrt in Kulm. Abschrift. - Colo 1463 Concepcionis Mariae. Abschrift. (XXVI 12)
PrUB, JH I 15857 – 1463 XII 8. Lomza.
Herzogin Barbara und Herzog Conrad von Masovien an den Hochmeister: Kredenz auf Nicolaus Paczkowsky. - Lomza 1463 feria 5. ipso die Conceptionis Mariae.(XIX 91)
PrUB, JH I 15858 – 1463 XII 13. Nessau.
Friedensschluss des Königs Kasimir von Polen im Namen der Lande Polen und Litauen, der Herzöge von Masovien und Pommern und der Lande und Städte in Preußen mit Bernhardt von Schönberg und den Städten und Besatzungen zu Kulm, Strasburg und Althaus. - Nessau 1463 Luciae. Deutsche Übersetzung. (Aus Reg. D (A 142) Bl. 130-31)
PrUB, JH I 15859 – 1463 XII 13. Nessau.
Friedensschluss des Königs Kasimir von Polen im Namen der Lande Polen und Litauen, der Herzöge von Masovien und Pommern und der Lande und Städte in Preußen mit Bernhardt von Schönberg und den Städten und Besatzungen zu Kulm, Strasburg und Althaus in deutscher Übersetzung und die Gegenurkunde Schönbergs in deutscher und lateinischer Fassung. - Nessau 1463 Luciae. Abschrift. Bl. 1-6. (Aus Reg. B (A 141))
PrUB1463.12.13 – 1463 XII 13. Danzig.
Danzig an König [Christian] von Dänemark: die Danziger Bürger Schiffer Peter Monnick, Pauwel Nyeman, Wilh. Morroy, Hans Kotborszone und Hans Horwyn haben berichtet, dass ungeachtet des Beifriedens der kgl. Vogt zu Bergen, nachdem sie auf der Fahrt von Schottland durch Unwetter in den Hafen von Bergen getrieben waren, ihnen ihren Holk samt der Ladung abgenommen und sie mit Gewalt von ihrem Schiffe und Gut entfernt hat. Monnick sowie dessen Reeder und Kaufleute beschwören, dass Schiff und Gut ausschliesslich nach Danzig gehören, nämlich dem Monnick und seinen Reedern das Schiff mit Zubehör im Wert von 670 Mark, Nyeman 1 Pack Laken im Wert von 150 Mark, Morroy 2 Packen Laken im Wert von 200 Mark, Kotborszone 1 Pack Laken im Wert von 50 Mark und Horwyn 90 m. preuss. ger. Geldes an Laken und Salz. Bittet um Rückgabe oder Ersatz des Schiffes und Gutes. — [14]63 Lucie virg. (APGd., Missive VI, S. 500-01 / Hansisches UB 9, 46, S. 22-23)
PrUB, JH I 15860 – 1463 XII 15. Stargard.
Caspar Nostitz an den Hochmeister: Bittet um ein Pferd. Hannes Max. Peter Suski. - Stargard 1463 Donnerstag nach Lucia. (Adelsgesch./a N 35)
PrUB1463.12.15 – 1463 XII 15. Lübeck.
Der Rat zu Lübeck an den Rat zu Lüneburg: bittet um die Teilnahme an einer Gesandtschaft nach Preußen, die der Vermittlung eines Friedens im Konflikt zwischen dem König von Polen und seinen Untertanen in Preußen sowie dem Deutschen Orden und seinen Verbündeten dienen soll. (StA Lüneburg, Original auf Papier mit anhängendem Siegel / UB Stadt Lübeck, 10, 1898, CDXXIV, S. 449-50)
PrUB, JH I 15861 – 1463 XII 17. Memel.
Der Komtur zu Memel an den Hochmeister: Verleihung eines Guts an seinen Diener Albrecht. Die Hilfe aus Livland. Tonnyes von der Oest. 2 Zettel. - Memel 1463 Sonntag post Luciae. 2 Zettel. Reg. Livl. UB XIII Nr. 236. (XXIII (LS) 33)
PrUB1463.12.20 – 1463 XII 20. Danzig.
Danzig an Lübeck: verwendet sich für den Schiffer Oloff Hinczesson, den der Lübecker Hinr. Snydewynth samt dem Schiffe arrestiert hat wegen einiger Waren (9 Last Heringe und 1 graues Laken), die sich in dem von Hinczesson den Königsbergern wieder abgejagten Schiffe des Schiffers O. Axelsson befunden hatten. - [14]62 avende 8. Thome ap. (APGd., Missive VI, S. 501-02 / AHL, vol. Danzig, Or. m. Siegel / Hansisches UB 9, 20 Anm., S. 9)
PrUB, JH I 15862 – 1463 XII 21. Caymen.
Wenth von Eylenborgk an Heinrich Reuß von Plauen, Komtur zu Elbing: wünscht sein Geld und volle Bezahlung seiner Dienste. - Caymen 1463 Thomae. (Adelsgesch./a E 31)
PrUB, JH I 15863 – 1463 XII 22. Waldau.
Vermögensauseinandersetzung des Hans von Benekaym mit seinen Stiefkindern Niclis und Hans, vertreten durch ihren Vormund Merten Spitczing. Hans von Seckendorf, Pfleger zu Waldau. Matcz Roboth. Michel Spodeyn. - Waldau 1463 Donnerstag nach Thomae. Konzept. (Adelsgesch./a B 163)
PrUB, JH I 15864 – 1463 XII 22. Riesenburg.
Nicolaus, Domdechant von Pomesanien, an Heinrich Reuß von Plauen, Komtur zu Elbing: Haltung von Riesenburg durch den Orden. Traurige Lage des Bistums, Ernennung des Bischofs Jodocus von Oesel oder anderer dem Orden treuen Prälaten zum Bischof von Pomesanien. - Riesenburg 1463 Donnerstag nach Thomae. Reg. Livl. UB XII Nr. 238. (LXV 102)
PrUB, JH I 15865 – 1463 XII 23. Preußisch Mark.
Der Komtur zu Elbing an den Hochmeister: verlassene Lage der Schlösser nach dem Wegreiten der Hofleute auf einen Anschlag. In Neuenburg nur Friderich Nebeschitczt. - Preußisch Mark 1463 Freitag von Nativitatis Domini. (XXXII 123)