Regesten zu 1524

1524 Februar 27. London. Heinrich VIII. von England bevollmächtigt Heinrich Bischof Asaph und Ritter John Baker für die Verhandlungen zu Hamburg oder anderswo zur Herstellung eines Friedens zwischen König Christian von Dänemark, seinem Verbündeten, und dessen Untertanen einerseits und dem Herzog von Holstein, der Stadt Lübeck und ihren Verbündeten andererseits, zur Rückführung Christians in seine Reiche. (Rymer, Foedera, 2. Aufl., XIV, 12 / dgl., 3. Aufl., VI, 2, 7 / Hanserezesse III,8, 1910, 737, S. 626-27)
1524 Februar 28. Rom. Papst Clemens VII. bevollmächtigt Kardinal Campeggio für die Verhandlungen in Sachen König Christians zu Hamburg April 10, entweder durch ihn selbst oder durch einen Vertreter. (RA Kopenhagen, Münchensche Sammlung, Nr. 566, Abschrift / Diplomatarium Norwegicum, IX, 527, S. 488 / Hanserezesse III,8, 1910, 738, S. 627)
1524 April 19-Mai 19. [Hamburg]. Die Bevollmächtigten König Christians berichten über die Ergebnisse der Verhandlungen zu Hamburg, die Mai 19 unterbrochen wurden, dann aber Mai 27 in Lübeck fortgesetzt werden sollen. Zwischendurch sollen je ein Vertreter des Kaisers, des Königs von England und des Erzherzogs Ferdinand zu König Christian nach Stendal gehen. (RA Kopenhagen, Münchensche Sammlung, Nr. 1277, Folio-Heft, Abschrift / Diplomatarium Norwegicum, XIII, 338, S. 335-50 / Hanserezesse III,8, 1910, 759, S. 651-52)
1524 April 19. Hamburg. Bürgermeister und Rat zu Hamburg an König Christian von Dänemark: haben seine Briefe mit Bitte um Geleit bekommen, mit denen er auch um Befreiung von Belästigungen und allgemeinen Bedrohungen gebeten habe. Ein Geleit werde selbstverständlich gewährt, aber das Zeitalter bringe es mit sich, dass man Belästigungen und Beleidigungen kaum verhindern könne. (RA Kopenhagen, Münchensche Sammlung, Nr. 951, Original, Spuren äußerer Besieglung / Hanserezesse III,8, 1910, 765, S. 658-59)
1524 Mai 16. Hamburg. Bürgermeister und Rat zu Hamburg an König Heinrich VIII. von England: bitten um die Rückgabe eines Schiffes, das auf dem Weg nach London an der Küste von Norfolk gestrandet ist, beladen mit Pech, Osemund, Wachs, Bier u.a. Das Schiff gehört den Hamburger Bürgern Fredericus Ostra, Peter Rode, Johann Hesterberch, Konrad Meyricke, Henricus Statius und Joachim Schernekouw. (TNA / Brewer, Letters and Papers ... of the Reign of Henry VIII, IV, 1, Nr. 339 / Hanserezesse III,8, 1910, 776, S. 663)
1524 August 13. Kopenhagen. König Friedrich von Dänemark macht bekannt, dass er der Stadt Hamburg wegen ihrer Verdienste für ihn, seine Reiche und Lande alle Privilegien in Dänemark und Norwegen bestätigt, die ihr seine Vorfahren verliehen haben. (StAHH, Original, Pergament, mit 12 zwölf Siegeln / RA Kopenhagen, Registr. Frideriks I, 1524-1533, fol. 1b / Hanserezesse III,8, 1910, 823, S. 853-54)
1524 August 13. Kopenhagen. König Friedrich von Dänemark macht bekannt, dass er der Stadt Hamburg Hilfe leisten werde, wenn sie durch den ehemaligen König Christian oder seine Anhänger geschädigt werden, und sichert zu, dass er nicht ohne Hamburg Frieden schließen werde. (StAHH, Original, Pergament, Siegel Friedrichs beiliegend / RA Kopenhagen, Registr. Frideriks I, 1524-1533, fol. 2b / Hanserezesse III,8, 1910, 824, S. 854-55)
1524 August 13. Kopenhagen. König Friedrich von Dänemark macht bekannt, dass er der Stadt Hamburg Hilfe leisten und zu ihren Gunsten unter bestimmten Bedingungen die Kornausfuhr aus den Fürstentümern verbieten werde, wenn ihr wegen der gegen Christian II. geleisteten Hilfe von der oberen Elbe die Kornzufuhr gesperrt werde, eine Teuerung eintrete oder sonst Gewalt geschehe. (StAHH, Original, Pergament, stark beschädigt / RA Kopenhagen, Registr. Frideriks I, 1524-1533, fol. 4 / Hanserezesse III,8, 1910, 825, S. 856)