Regesten zu 1523

1523 Januar 8. Lübeck. Hans Kastorp an Matthias Mulich: berichtet von der Flotte und den Unternehmungen gegen Severin Norby. Von den Verhandlungen mit den Dithmarschern in Hamburg, an denen Clawes Bromse, der junge Herzog von Holstein und der Graf teilgenommen hätten, gebe es noch keine Nachrichten. (AHL / Zeitschrift des Vereins für Lübische Geschichte, 2, S. 308ff. / Hanserezesse III,8, 1910, 197, S. 223-24)
1523 Januar 28. Lübeck. Bürgermeister und Rat von Lübeck erklären, dass sie in ihrem Streit mit Hamburg ein Schiedsgericht angerufen haben, das klären soll, ob und in welchem Umfang ihnen Hamburg aufgrund der bestehenden Tohopesate im Krieg gegen König Christian von Dänemark zu Hilfszahlungen verpflichtet sei. Bis zu einer Entscheidung zahlt Hamburg den Lübeckern 6.000 m. Wenn die Entscheidung zugunsten der Hamburger ausfällt, müssen die Lübecker das Geld zurückzahlen, ansonsten wird die Zahlung mit den Lübecker Forderungen verrechnet. (AHL, vol. Reichsstadt Hamburg, III, 5, Original, Pergament / Hanserezesse III,8, 1910, 277, S. 310-11)
1523 Mai 7. Hamburg. Bürgermeister und Rat von Hamburg an die zu Gottorp zurückgebliebenen Räte Friedrichs, des erwählten Königs von Dänemark: haben von einem zu Erkundungen in Braunschweiger Gebiet ausgesandten Diener erfahren, dass die Fürsten von Braunschweig dort Truppen zusammenzögen. Der Graf Erich von Hoya sei bei den Braunschweigern gewesen, dann aber rasch zu König Christian abgereist. Die Gegner würden einen Angriff auf Holstein vorbereiten. Die Hamburger bitten, Gegenmaßnahmen zu ergreifen und König Friedrich zu informieren. (RA Kopenhagen, Gemeinsch. Archiv, XIII, 47 m, n. 130, Mit Resten des Signets / Hanserezesse III,8, 1910, 425, S. 387)
1523 Juni 27. Lübeck. Bürgermeister und Rat von Lübeck an die Räte von Hamburg und Lüneburg: König Friedrich habe um Geschütz und Pulver gebeten. Die Lübecker bitten nunmehr Hamburg und Lüneburg, ihnen 2-3 Last Pulver zu senden, da sie selbst im Kampf ständen und nichts entbehren könnten. Sie würden sich für Rückgabe oder Bezahlung verbürgen. (AHL, Acta Danica, vol. V, Konzept / Hanserezesse III,8, 1910, 464, S. 413)
1523 August 25. Valladolid. Kaiser Karl V. an Bürgermeister und Rat von Lübeck: tadelt die Lübecker, dass sie zusammen mit dem Herzog von Holstein den rechtmäßigen König von Dänemark, Christian II., vertrieben hätten, er wolle dies nicht dulden. Deshalb lädt er im Einvernehmen mit dem Papst, König Heinrich VIII. von England und Erzherzog Ferdinand zu einer Tagfahrt nach Hamburg zu November 1. (APGd., C11, lübische Abschrift / Hanserezesse III,8, 1910, 734, S. 626)
1523 Dezember 21. Hamburg. Bürgermeister und Rat von Hamburg an König Friedrich von Dänemark: hätten von verschiedenen Seiten erfahren, dass die 7.000 Söldner, die fast ganz Friesland erobert hätten, nun in die Dienste König Christians treten würden. Man habe in den Bistümern Köln und Münster schon 2.000 Pferde aufgebracht. (AHL, Acta Danica, vol. V, holsteinische Abschrift / Hanserezesse III,8, 1910, 660, S. 563)
1523 Dezember 28. Hamburg.
Bürgermeister und Rat zu Hamburg an Bürgermeister und Rat zu Lübeck: haben durch den Ratssendeboten und Sekretär den Rest der 6000 Mark entrichten lassen; sollten das Geld unverzüglich erhalten.