Regesten zu 1467

Hamburg1467.03.04 - 1467 März 4. Westminster.
Eduard [IV.], König von England, an Bürgermeister und Rat zu Hamburg: habe kürzlich ihren Brief von 1466 November 3 erhalten, mit der Bitte, die Rechte der hansischen Kaufleute erneut zu bestätigen. Er habe sich unter großem Aufwand für eine Erneuerung der Privilegien eingesetzt, doch sei von seinen Vorstellungen bisher nichts verwirklicht. Dennoch stehe dem von seiner Seite nichts entgegen. - Datum [...] apud Westmonasterium quarto die Marcii regnorum nostrorum anno septimo. (olim StAHH / App. C to Mr. Cooper's Report on the Foedera, 1860, 22, S. 11)
Hamburg1467.08.08 - 1467 August 8. Lübeck.
Rat zu Lübeck an den Rat zu Hamburg: berichten im Einzelnen über die Schäden, die ihren Bürgern durch Friedrich den Jüngeren, einstmals Markgraf zu Brandenburg, und durch Friedrich den Älteren, Kurfürsten des Heiligen Römischen Reichs, seinem Bruder auf freier kaiserlicher Straße zu Unrecht geschehen sind, ohne hinreichende Entschädigung zu bekommen. Da sie Bergedorf und Bilenburg gemeinsam verwalten, bitten sie die Hamburger, ihren Bürgern zu gestatten, auf der Elbe Waren aus märkischen Städten mit Beschlag zu belegen. Sie werden davon bereits auf der letzten Versammlung zu Lübeck gehört haben, doch werden noch einmal die Geschädigten, darunter Bürgermeister Hinrik Kastorpp, und ihre Verluste detailliert benannt. Der Kurfürst schuldet Hinrik Kastorpp und seiner Gesellschaft zudem noch 600 ung. gld., nach Ausweis seines Briefes. Die Lübecker bitten die Hamburger um Beistand, eventuell um Abschluss einer Tohopesate. Haben in der Sache schon den Städten der Alt- und Mittelmark geschrieben. (AHL, Original mit Resten des Siegels / Lübisches Urkundenbuch, 11, 271, S. 274-77)
Hamburg1467.12.01 - 1467 Dezember 1. Cölln an der Spree.
Kurfürst Friedrich [II.] an den Rat zu Hamburg: wundert sich über die Klagen der Lübecker über fremdes Gut, da das beschlagnahmte Gut sämtlich aus Stettin stamme, das gegen sein Verbot unter Frevel durch die Lande gefahren worden sei. Bittet daher, die Lübecker zu bewegen, die unrechtmäßigen Beschlagnahmen aufzuheben. Mahnt an, nicht mit den Stettinern Handel zu treiben. Was in der Altmark unter seinem Bruder geschehen sei, wisse er nicht, doch hätte man das sicher zu dessen Lebzeiten klären können. Ansonsten könne man sich an ordentliche Richter, auch an den Kaiser, wenden. (AHL, Abschrift auf Papier, von Hamburg gesandt / Lübisches Urkundenbuch, 11, 306, S. 312-13)