Regesten zu 1464

1464 Januar 17. Hamburg.
Rat zu Hamburg an den Rat zu Lübeck: haben ihnen die Urkunde zum Tonnengeld zugesandt, sie mögen damit zufrieden sein. Wenn sie den Zoll auf der Holstenbrücke ansprechen, so werden die Hamburger dadurch stark belastet. Sie bitten daher um seine Abschaffung. (AHL, Original, mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, CDXXXIII, S. 457)
1464 Februar 2. Lübeck.
Notariell bestätigter Protest des Rats zu Lübeck gegen den letzten Artikel der Hamburger Verordnung über das Tonnen- und Bakengeld, der nach zwei Jahren die Belastung der auf der Elbe transportierten Waren in gewöhnlicher Weise nach Wert vorsieht. (AHL, Ausfertigung auf Papier, ohne Notariatszeichen / UB Stadt Lübeck, 10, CDXXXIX, S. 463-64)
1464 April 13. Hamburg.
Rat zu Hamburg an den Rat zu Lübeck: haben heute Nachricht bekommen, dass die von Bremen mit 500 Mann auf See gegen ihre Feinde, die Holsteiner, Herthegener und den König von Dänemark, ziehen wollen. Sie wissen aber nichts Näheres, weil die Bremer ihnen auf ihre Anfrage noch nicht geantwortet haben. (AHL, Original, mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, CDLXIII, S. 488)
1464 Mai 12. Bremen.
Rat zu Bremen an den Rat zu Hamburg und die Lübecker Ratssendeboten zu Hamburg: Der König von Dänemark ist ihr Feind geworden, weil [sein Bruder] Gerhard von Oldenburg den Kaufmann immer wieder auf der freien Straße schädigt. Sie erwarten daher in ihrem Konflikt mit dem König von Dänemark, den sie nicht auf sich beruhen lassen können, die Unterstützung der Hansestädte. (AHL, Abschrift des Briefes und Original der Beilage, beides auf Papier. / UB Stadt Lübeck, 10, CDLXXIV, S. 497-99)
1464 Mai 18. Segeberg.
Die Räte von Schleswig und Holstein an den Rat zu Lübeck: haben wegen ihrer Fehde mit Bremen kürzlich Detlev von Buckwalde bei ihnen gehabt. Sie hoffen, das wegen dieser Fehde nun nicht die Zufuhr wichtiger Güter aus Lübeck und Hamburg unterbunden werde. (AHL, Original, mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, CDLXXVII, S. 501-02)
1464 Mai 22. Hamburg.
Rat zu Hamburg an den Rat zu Lübeck: die ehrenwerten Ritter des Herzogtums Schleswig und der Grafschaft Holstein hätten ihnen geschrieben, das sie zum Frieden geneigt seien. Die Bremer seien dagegen mehr auf Krieg aus und hätten auch schon fremde Schiffe angegriffen, so vier Schiffe, die aus Holland und Groningen kämen. Man solle ihnen daher noch einmal eindringlich schreiben. (AHL, Original, mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, CDLXXIX, S. 502-03)
1464 Mai 31. Hamburg.
Rat zu Bremen an die Räte zu Lübeck und Hamburg: können ihren Vorschlag für Verhandlungen mit dem Herzogtum [Schleswig] und Holstein zu Hamburg zurzeit nicht annehmen, da sie ohne Graf Moritz von Oldenburg keine Vereinbarung eingehen könnten. Dieser sei aber abwesend und in Ostfriesland gebunden. Wenn er wiederkommt, werden sie gern mit ihm über den Tag sprechen. (AHL, Original, mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, CDLXXXIII, S. 506-07)
1464 September 19. Hamburg.
Rat zu Bremen an die Räte zu Lübeck, Hamburg und Stade: danken ihnen für ihren Brief an die Gemeinde in Bremen, da es erheblichen Unwillen zwischen dieser und Bürgermeister und Rat gegeben hatte. Können sich jetzt aber zum Ausgang noch nicht äußern. (AHL, Original / UB Stadt Lübeck, 10, DVII, S. 527)
1464 September 30. o.O.
Ulrich Häuptling zu Gretsiel, Norden, Aurich, Emden usw. an den Rat zu Hamburg: Sibo, sein Ohm, habe auf seine Nachfrage mitgeteilt, dass er zu Hamburg in freundschaftlichem Verhältnis stehe, den Übergriff durch seine Knechte bedauere und den Kaufleuten, die zu ihm kämen, das genommene Schiff und Gut zurückgeben werde. (AHL, gleichzeitige Abschrift auf Papier / UB Stadt Lübeck, 10, DXIII, S. 531)
1464 Oktober 3. o.O.
Sibo Häuptling zu Dornum an den Rat zu Hamburg: werde das den Hamburger Kaufleuten von seinen Knechten genommene Schiff und Gut zurückgeben, wenn sie sich an ihn wenden. (AHL, gleichzeitige Abschrift auf Papier / UB Stadt Lübeck, 10, DXVII, S. 535-36)
1464 Oktober 10. Hamburg.
Rat zu Hamburg an den Rat zu Lübeck: die zwei Schiffe von Hansekaufleuten, die Junker Sibo genommen hat und von denen die Lübecker geschrieben haben, hat dieser auf Intervention des Junkers Ulrich zurückgegeben. (AHL, Original, mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, DXXI, S. 538)
1464 Dezember 5. Hamburg.
Rat zu Hamburg an den Rat zu Lübeck: haben den Brief an den Herzog von Burgund und die Älterleute zu Brügge zustimmend zur Kenntnis genommen und weitergesandt sowie die unterstützt, die durch einen Schiffbruch Verluste erlitten haben. Sie werden auch Zimmerleute für Arbeiten in Bergedorf entsenden, bitten aber ebenso um Werkleute. In der Sache der zu schmalen Leidenschen Laken müsse man sich um Besserung bemühen. (olim Archiv des Amtsgerichts Bergedorf, Original, mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, DXLII, S. 554-55)