Regesten zu 1463

Hamburg1463.01.17 - 1463 Januar 17. Westminster.
Eduard [IV.], König von England, an Richard Earl of Warrick, den Warden der Cinque Ports, sowie den Bürgermeister von Sandwich: Warner Buneke und Johannes Bowman, deutsche Kaufleute, Besitzer eines Schiffes aus Hamburg, hätten zusammen mit dem Magister Robertus Fenne geklagt, dass ihr Schiff mit seiner Ladung aus Waid, Wachs, Eisen, Leinen, Kleidung und anderem im Wert von 452 pfd. bei Yarmouth durch Übeltäter und Piraten unter Henricus Shagen geraubt und nach Sandwich gebracht worden sei. Fordert auf, Schiff und Ladung zu arrestieren, zusammen mit den Piraten, die es geplündert hätten. - Teste me ipso apud Westmonasatrium, xvii die Januarii, anno regni [nostro] secundo. (olim StAHH / App. C to Mr. Cooper's Report on the Foedera, 1860, 17, S. 9)
Hamburg1463.01.18 - 1463 [nach Januar 17]. o.O.
Petition von Hans Bowman, Warner Buneke und Hermann Ferdenynk, Bürger zu Hamburg, an den Earl of Worcester, den Schatzmeister, gegen die Piraten zu helfen, die ihr Schiff genannt "Georg von Hamburg" mit verschiedenen Waren geplündert und in den Hafen von Sandwich gebracht hätten; der königliche Auftrag [HambUB1463.01.17] sei ohne Wirkung geblieben. (olim StAHH / App. C to Mr. Cooper's Report on the Foedera, 1860, 18, S. 9-10)
Hamburg1463.01.24 - 1463 Januar 24. Hamburg.
Rat zu Hamburg an den Rat zu Lübeck: antworten noch einmal auf die Lübecker Klagen über Tonnengeld und Tuchzoll. Das Tonnengeld sei wegen der vielfältigen Maßnahmen zur Sicherung des Schiffsverkehrs auf der Elbe erforderlich, beim Tuchzoll dürfe nicht vergessen werden, dass man Maße wie der Terling Laken, sondern der Wert verzollt werden. Bitten daher, bei den Ihren darauf hinzuwirken, dass sie ihre Abgaben wie die anderen Kaufleute entrichten. (AHL, Original, mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, CCLXXIX, S. 290-92)
HamburgB1463.01.29 - 1463 Januar 29. Hamburg.
Rat zu Hamburg an den Rat zu Lübeck: sind gern bereit, dem Wunsch der Lübecker zu folgen und den jetzt auf Letare [März 20] angesetzten Tag zu Lüneburg, auch mit den Braunschweigern, zu besenden, ebenso den Tag zu Lübeck zur Münze am Sonntag nach Lichtmess [Februar 6]. Dort können sie auch über das Geleit für die Kölner Kaufleute sprechen. (AHL, Original, mit Resten des aufgedrückten Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, CCLXXXII, S. 293-94)
Hamburg1463.02.09 - 1463 Februar 9. Hamburg.
Münzrezess der Städte Lübeck, Hamburg und Lüneburg [sowie Wismar?], vereinbart zu Lübeck, insbesondere über die Reform der Schillingprägung in den vier Städten. (AHL, auf Doppelblatt, unvollständig, wohl Entwurf / Grautoff, Historische Schriften, 3, S. 215-17, nach verlorener Abschrift im StAHH / UB Stadt Lübeck, 10, CCLXXXIX, S. 299-303)
Hamburg1463.03.14 - 1463 März 14. Hamburg.
Rat zu Hamburg an den Rat zu Lübeck: sie hätten ihnen nunmehr zum wiederholten Mal wegen des Tonnengeldes geschrieben, obwohl ihnen Hamburg die Angelegenheit dargelegt habe. Der Hamburger Rat sei gern zu Verhandlungen in Oldesloe bereit, bittet die Lübecker aber, ebenso wie sie selbst beim Recht zu bleiben. (AHL, Original, mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, CCXCVII, S. 309)
Hamburg1463.04.06 - 1463 April 6. Hamburg.
Rat zu Hamburg an den Rat zu Lübeck: die Bremer haben ihnen wegen der Sache mit den Holsten geschrieben, die schon in Lüneburg angesprochen wurde, und um Hilfe gebeten. Bitten daher um einen Tag um Ostern, um darüber und über Schiedsleute wegen der Holländer sowie über die Münze zu verhandeln. (AHL, Original, mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, CCCX, S. 324)
Hamburg1463.04.09 - 1463 April 9. Hamburg.
Rat zu Hamburg an den Rat zu Lübeck: Küster und Guardian der Hamburger Franziskaner hätten sie um Hilfe für die Ausrichtung eines Kapitels in ihrem Konvent um Pfingsten gebeten, insbesondere um ihre Verwendung beim Lübecker Rat, auch in Lübeck Spenden dafür sammeln zu dürfen. Diese Bitte gebe der Rat nunmehr an die Lübecker weiter. (AHL, Original, mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, CCCXII, S. 327)
Hamburg1463.04.26 - 1463 April 26. Hamburg.
Rat zu Hamburg an den Rat zu Lübeck: die Lübecker hätten ein Schreiben der Lüneburger erhalten, dass diese ihre Bürger nicht vor dem Markt an Jubilate zur Verkündigung des Münzrezesses vorladen könnten, und darum gebeten, auch in Hamburg die Verkündigung zu verschieben, doch sei das zu spät. Sie würden gemäß der in Oldesloe getroffenen Vereinbarungen den Rezess am nächsten Freitag verkündigen, bitten die Lübecker, dies ebenfalls zu tun und auch Wismar in diesem Sinne zu benachrichtigen. (AHL, Original, mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, CCCXXVI, S. 341-42)
Hamburg1463.05.23 - 1463 Mai 23. Hamburg.
Rat zu Hamburg an den Rat zu Lübeck: haben ihnen wegen der Verhandlungen über den Tonnenzoll geschrieben, den die Lübecker gern abschaffen oder verringern würden, doch könnten sie wegen der Abwesenheit eines Bürgermeisters und mehrerer Ratsherren nicht verbindlich antworten. Die Klagen, dass die Franzosen Übergriffe auf den Kaufmann verüben würden, könnten berechtigt sein, und sie würden diejenigen informieren, die noch nicht mit dem Ostwind abgesegelt seien. (AHL, Original, mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, CCCXLVIII, S. 367-68)
Hamburg1463.07.16 - 1463 Juli 16. Hamburg.
Rat zu Hamburg an den Rat zu Lübeck: die Lüneburger haben sich bei Lübeck beschwert, dass die Hamburger ein Wehr errichtet hätten und viel Fischerei betrieben, auch zum Schaden des Hauptmanns zu Harburg. Der Hamburger Rat verweist dagegen auf die Fischerei und Wehre der Lüneburger, gegen die man nicht protestiert habe, und des Erzbischofs von Bremen. Sie bitten, dass die Lüneburger sie bei dem Ihren lassen sollten, wie es die Hamburger umgekehrt auch täten. (AHL, Original, mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, CCCLXCII, S. 397-98)
Hamburg1463.07.29 - 1463 Juli 29. Hamburg.
Rat zu Hamburg an den Rat zu Lübeck: warnen vor einer Gesellschaft von 20 Personen unter Johann Wulff, Heinrich Schorleke und anderen und bitten um Entsendung der Ihren nach Oldesloe zum Sonntagabend, so dass sie am Montag am Wunneken broke gemeinsam gegen diese vorgehen können. Sie sollen auch ihren Vogt zu Mölln zur Vorsicht mahnen. (AHL, Original, mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, CCCLXXVII, S. 400-01)
Hamburg1463.12.12 - 1463 Dezember 12. Hamburg.
Rat zu Hamburg an den Rat zu Lübeck: haben ihnen eine Verordnung über das Tonnen- und Bakengeld mit Bitte um Besieglung zugesandt. Das könnten sie zurzeit nicht tun, würden es aber baldmöglichst nachholen und ihnen die Verordnung übersenden. (AHL, Original, mit Resten des Siegels / UB Stadt Lübeck, 10, CDXXII, S. 447-48)
Hamburg1463.12.21 - 1463 Dezember 21. Hamburg.
Rat zu Hamburg erlässt in Absprache mit dem Rat zu Lübeck eine Verordnung über das Tonnen- und Bakengeld auf der Elbe, das mit dem Aufwand für die Sicherung der Elbschifffahrt begründet wird. (AHL, inseriert in Urkunde Nr. CCCCXXXIX / UB Stadt Lübeck, 10, CCLXXIX, S. 451-52)