Regesten zu 1459

Hamburg1459.02.11 - 1459 Februar 11. Hamburg.
Bürgermeister und Rat von Hamburg an Bürgermeister und Rat von Lübeck: wollen zum Besten des Kaufmanns die Erhebung von Zöllen in Hamburg wieder aufnehmen, wenn jetzt der Verkehr zur See wieder beginnt. Die Ihren, die bis Martini die Zollerhebung bereits zuvor gemeinsam durchgeführt haben, wollen das wieder zusammen mit den Lübeckern tun. Der Hamburger Rat bittet daher um Entsendung der Lübecker Vertreter. (AHL, Original, mit Resten des aufgedrückten Siegels / UB Stadt Lübeck, 9, 1893, DCLXXIV, S. 691)
Hamburg1459.03.27 - 1459 März 27. Siena.
Papst Pius II. an den Erzbischof von Bremen und die Bischöfe von Verden und Schwerin: beauftragt sie mit der Vermittlung im Streit zwischen den Räten von Lübeck und Hamburg mit Bischof und Domkapitel von Ratzeburg wegen des Patronatsrechts über die Pfarrkirche in Bergedorf. (AHL, Original, mit Resten des Siegels an Hanfschnur / UB Stadt Lübeck, 9, 1893, DCLXXXVIII, S. 702)
Hamburg1459.05.27 - 1459 Mai 27. Antwerpen.
Älterleute des deutschen Kaufmanns zurzeit zu Antwerpen an Bürgermeister und Rat von Hamburg: haben erfahren, dass französische Seeräuber auf Kaufleute Jagd machen. So seien Johann Waghe, der aus Hamburg in den Zween oder nach Holland fahren wollte, sein Schiff und seine Waren genommen worden; eine Kogge sei in das Maastief verfolgt worden, um sie zu beschädigen. Sie fürchten ähnliche Angriffe auf die von Lübeck kommenden Schiffe. Bitten daher, dafür zu sorgen, dass diese hinreichend durch Söldner geschützt werden. (AHL, Abschrift auf Papier, von Hamburg nach Lübeck geschickt / UB Stadt Lübeck, 9, 1893, DCCXI, S. 727-28)
Hamburg1459.05.29 - 1459 Mai 29. o.O.
Die Dekane und Domkapitel von Lübeck und Hamburg an Sifrid von Hoym Propst des Domkapitels von Halberstadt: Pius II. hat die Lübecker ermahnt, die Bannbullen gegen Lüneburg weier einzuhalten. Dekane und Kapitel bitten nunmehr aber, die Bannbullen solange auszusetzen, wie die Verhandlungen andauern, um Schäden insbesondere für Lübeck zu vermeiden. (AHL, unbeglaubigte Abschrift auf Papier / UB Stadt Lübeck, 9, 1893, DCCXIII, S. 730)
Hamburg1459.06.26 - 1459 Juni 26. Hamburg.
Die S.Vinzenz-Bruderschaft der Brauerknechte an der Katharinenkirche, vertreten durch ihre Ober-Älterleute Johan van dem Haghen, Lüdeke van Emersen, Hanß Scroder und Herman Juttinck, stiftet eine Seelmesse an ihrem Altar mit 20 m. jährlicher Rente, die Gerd Stotebrock nu tor tyd kerckhere to Tetenbollen [...] tyd synes levendes wahrnehmen soll. Er soll dafür in die Stadt kommen und wird jeweils die Hälfte der Rente zu Ostern und die andere Hälfte zu Martini erhalten.
Hamburg1459.07.16 - 1459 Juli 16. [Lüneburg].
Bürgermeister und Rat von Lüneburg übertragen die Entscheidung in ihrem Streit mit den Prälaten und Geistlichen in allen noch offenen Fragen an Herzog Adolf von Schleswig und Holstein, an Bürgermeister und Rat von Lübeck sowie an Bürgermeister und Rat von Bremen und Hamburg. Zur Durchsetzung der Entscheidung kann auch eine Strafe verhängt werden. (AHL, Abschrift in Notariatsinstrument von 1459 August 20 / UB Stadt Lübeck, 9, 1893, DCCXXIX, S. 747)
Hamburg1459.08.03 - 1459 August 3. Hamburg.
Bürger und Mitglieder des Neuen Rats von Lüneburg zurzeit in Hamburg an Bürgermeister und Rat von Lübeck: haben von ihrem Gesandten Johann Ruden erfahren, dass die Lübecker Sendeboten auf sie in Oldesloe gewartet haben. Sie konnten ihren Briefen nichts darüber finden und haben vielmehr auf die Ankunft der Lübecker in Hamburg gewartet, um sie in ihrer Herberge aufzusuchen. Bitten, ihnen das nicht übel zu nehmen, zumal es auf einen Fehler des Schreibers bzw. Boten zurückgeht. Der Aufforderung, einen Tag in Oldesloe zu besenden, können sie nicht nachkommen, da das wegen vieler Feinde zu schwer würde. Verweisen auf die ihnen von Pius II. bestätigte Bulle Calixt III., die ihnen Bewegungsfreiheit in den Hansestädten gebe, nur Hamburg und Buxtehude wären dem Gebot nachgekommen. Falls es zu einem Ausgleich mit Lüneburg kommen solle, müsse dieser das Recht herstellen. Bitten darum, den Tag in Hamburg abzuhalten. (AHL, Original, mit aufgedrücktem Siegel / UB Stadt Lübeck, 9, 1893, DCCXXXVI, S. 752)
Hamburg1459.08.13 - 1459 August 13. Hamburg.
Bürgermeister und Rat von Hamburg an Bürgermeister und Rat von Lübeck: die Älterleute des deutschen Kaufmanns zu Flandern haben zu den französischen Seeräubereien mitgeteilt, dass man diese sicher durch Verhandlungen mit dem französischen König beenden könne. Darauf sei ihnen schon geantwortet, doch sei nun ein Bote des Königs in die Stadt gekommen, der dies bestätige. Sie könnten ihn nun im Haus von Hinrick van Velten antreffen, wenn sie wollten. Fragen an, was dem Kontor melden sollten. (AHL, Original, mit dem größten Teil des Siegels / UB Stadt Lübeck, 9, 1893, DCCXLV, S. 756-57)
Hamburg1459.09.06 - 1459 September 6. Hamburg.
Vergleich zwischen den Vorstehern und Kirchgeschworenen zu S.Katharinen und Hinrick Kroger Kaplan zu Unser Lieben Frauen Kirche zu Stendal über die vom verstorbenen Heine Britzke gestiftete Kommende am Altar S. Annen - unter Vermittlung der Bürgermeister Dedlef Bremer und Hinrich Lopouw, Johann Maler, Syndicus, und Johann Nigendorp, Sekretär des Rats, sowie der Ratsherren Johan Gherwer und Pardum Lueteke. Danach soll Hinrick nach Hamburg kommen, hier wohnen, die Kommende persönlich wie seine Vorgänger wahrnehmen und die Messe lesen. Seine Rente soll er je nach seiner Ankunft in der Stadt erhalten.
Hamburg1459.09.07 - 1459 September 7. Lübeck.
Bürgermeister und Rat von Lübeck an Bürgermeister und Rat von Hamburg: Hinrick Castorp, Ratsherr, und Hermann Sobberhusen, Lübecker Bürger, haben ihnen berichtet, dass von 82 englischen Laken, blaue und weiße, die ihnen in der Mark bei Plathe durch Ludelve van Estorpe auf der kaiserlichen freien Straße geraubt wurden, 12 1/2 Laken durch Diderik Gossler nach Hamburg gebracht wurden, wie ihnen Tydeman Bye, der Briefweiser, beweisen werde. Bitten demselben, Albert Schele und Johann van Meren. die von ihnen dafür bevollmächtigt sind, beim Aufspüren und Wiedererlangen dieser und eventuell weiterer Laken behilflich zu sein. (AHL, Konzept auf Papier / UB Stadt Lübeck, 9, 1893, DCCL, S. 768)
Hamburg1459.12.28 - 1459 Dezember 28. Graz.
Kaiser Friedrich [III.] quittiert Bürgermeistern und Rat der Stadt Nürnberg über die für ihn hinterlegten 10.000 r.gld. der Stadt Lüneburg und 100 r.gld. der Stadt Hamburg, die ihm der Nürnberger Bürger Anton Paumgartner ausgezahlt habe. (StA Nürnberg, 35 neue Laden, Nr. 2766 / Regesta Imperii, [XIII], 28, Nr. 196)