Regesten zu 1458

Hamburg1458.01.19 - [vor 1458 Januar 20]. o.O.
Kaiser Friedrich [III.] an Bürgermeister, Rat und Gemeinde der Stadt Hamburg: lädt sie rechtlich vor sich, um sich wegen der Übergriffe auf seine Abgesandten Dr. Hertnidt von Stein und Wenzel Reymann in ihrer Stadt zu verantworten und Entschädigung zu leisten. (Erwähnt in [Hamburg1458.05.01], StAHH 710-1 I Threse I D 18 a und 18 b / Regesta Imperii, [XIII], 31, Nr. 104)
Hamburg1458.05.01 - 1458 Mai 1. Wiener Neustadt.
Kaiser Friedrich [III.] in einem offenen Brief: macht bekannt, dass er nach einer gütlicher Einigung mit den Bürgermeistern und Bürgern der Stadt Hamburg auf ihre Ladung wegen der Übergriffe auf seine Abgesandten Dr. Hertnidt von Stein und den Priester Wenzel Reymann in ihrer Stadt verzichtet habe. - An montag vor dem sonntag Vocem jocunditatis. (StAHH 710-1 I Threse I D 18 a, Pergament, rotes Siegel / ebd., D 18 b, Notariatsinstrument 1618 April 14 / Regesta Imperii, [XIII], 31, Nr. 105)
Hamburg1458.05.10 - 1458 Mai 10. Wiener Neustadt.
Kaiser Friedrich [III.] an Bürgermeister, Räte und Gemeinden der Vereinigung der hansischen Städte: teilt mit, dass ungeachtet seiner Ladeschreiben im Streit zwischen den Herzögen Wilhelm [I.] und Heinrich [II.] von Braunschweig-Lüneburg, zahlreichen Prälaten und Klöstern in Sachsen sowie den Mitgliedern des Neuen Rats von Lüneburg auf der einen und dem Alten Rat und seinen Anhängern in der Lüneburger Gemeinde auf der anderen Seite Letztere in geistliche Prozesse verstrickt worden seien. Da sich dies gegen die Gerichtsgewalt von Kaiser und Reich richte, befiehlt er ihnen unter Androhung schwerer Ungnade, zu verhindern, dass eine der Parteien die andere vor Austrag der Angelegenheit vor ihm durch geistliche Prozesse belaste. - Am zehenden Tag des monads Maii. (Transsumpt Herzog Bernhards II. von 1458 August 5, StAHH 710-1 I Threse I N 52, Pergament, grünes Siegel / Regesta Imperii, [XIII], 31, Nr. 106)
Hamburg1458.05.17 - 1458 Mai 17. Hamburg.
Rat von Hamburg an Rat von Lüneburg: haben sie gebeten, nicht gegen ihre oder der Lüneburger Güter vorzugehen. Für die Stadt kann das zugesichert werden, doch könne der Hamburger Rat die Ausführung der päpstlichen Bullen nicht verhindern, wenn sie Lüneburger Güter in der Stadt betreffen. Bitten daher, bis zur Klärung der Fragen von einer Versendung Lüneburger Güter nach Hamburg abzusehen, wie sie auch die Ihren entsprechend anweisen werden. (AHL, Abschrift der Lüneburger, nach Lübeck übersandt / UB Stadt Lübeck, 9, 1893, DCXVI, S. 609-10)
Hamburg1458.08.30 - 1458 August 30. Otterndorf.
Rezess einer Tagfahrt mit Sendeboten des Herzogs Adolfs VIII. von Schleswig (Volrad van Bockwolde und Wulff Poggewisch) und Herzog Bernhards von Sachsen-Lauenburg (Hinrik Snakenbeke, Kirchherr von Lauenburg, und der Knappe Vicke Karlow) sowie der Stadt Hamburg, vertreten durch den Bürgermeister Hinrik Lepouw, die Ratsherren Johan Gherwer und Erik van Tzeven, den Ratsschreiber Michael Synneghe sowie die Bürger Wilhelm Holthusen, Hinrik Arndes, Johann Biterdes, Johann Brokberghe, Hermann Kröger, Hermann Byspingh, Johann von Hildensem und Bernd Leemann, wegen etlicher Artikel des Landes Hadeln und der im Lande entstandenen Zwietracht. Die Landsassen legten zwei Briefe der Herzöge Adolf von Holstein und Bernhard von Sachsen-Lauenburg sowie einen Brief der Stadt Hamburg zur Pfandschaft vor, die ihre alten Privilegien bestätigten, ebenso wie der Rezess zu Stade 1446. Dazu gehöre die Einsetzung von Hauptleuten. Man einigt sich, dass der Greven Hauptleute in jeden Kirchspiel, insgesamt 24, bestimmen solle, die ihm und dem Land die Einhaltung des (sächsischen) Rechts schwören. Dazu werden Regelungen über Verwundung, Totschlag und Notwehr getroffen; die Stellung der Hauptleute und die Aufteilung der Gerichtsbußen werden näher bestimmt. Die Regelungen gelten während der Verpfändung Hadelns an Hamburg. (J.M. Lappenberg, Über ältere Geschichte und Rechte des Landes Hadeln, Lüneburg 1829, Urkunde IV, S. 49-55)
Hamburg1458.09.01 - 1458 September 1. Brügge.
Älterleute des deutschen Kaufmanns zu Brügge an Bürgermeister und Rat von Lübeck: berichten von der Wegnahme lübischer Schiffe durch englische Auslieger. Zudem haben die Amsterdamer willkürlich hansische Güter mit Abgaben belegt, weil in Hamburg Pfundzoll erhoben werde. Daraus entstehe den Kaufleuten großer Schaden, zumal das gegen die Abmachungen des Kopenhagener Friedens verstoße; die Situation müsse geklärt werden. (AHL, Original, von drei Siegeln wenig erhalten / UB Stadt Lübeck, 9, 1893, DCXLI, S. 644-48)
Hamburg1458.09.22 - 1458 September 22. Hamburg.
Der Prior der Dominikaner sagt der Bruderschaft der Säger (sarratores civitatis Hamburgensis) Anteil an den geistlichen Verdiensten und den täglichen Gebeten des Hamburger Konvents zu.
Hamburg1458.11.14 - [vor 1458 November 15]. Graz.
Kaiser Friedrich [III.] an Bürgermeister und Rat der Stadt Nürnberg: fordert sie erneut auf, die bei ihnen für ihn hinterlegten 10.000 r.gld. der Stadt Lüneburg und 100 r.gld. der Stadt Hamburg unverzüglich auszuzahlen, da er die Gläubiger, denen das Geld versprochen sei, nicht länger hinhalten könne. (StA Nürnberg, 35 neue Laden, Nr. 2766 / Regesta Imperii, [XIII], 28, Nr. 148)