Regesten zu 1439

Hamburg1439.03.08 - 1439 März 8. Hamburg.
Heyne Brand, Bürger zu Hamburg, in einem offenen Brief: macht bekannt, dass er sich mit Herzog Adolf [VIII.] von Schleswig, Graf von Holstein, Stormarn und Schauenburg, auch für dessen verstorbenen Brüder Heinrich und Gerhard, in Verhandlungen mit den Rittern Otte Sluter und Diderik Blome über den Ausgleich von Forderungen geeinigt habe, betreffend seine Besitzungen in Eiderstedt, Evershop, Utholm und auf Helgoland. - Gheven na Gades bord verteinhundertjar, dar na in deme neghenundedrittigesten jare, am sondaghe alse men singhet Oculi in der hilligen kerken. (Falcks Staatsbürgerliches Magazin, 8. Band, 1828, S. 665 / Copiae Archivi, beim Deckblatt zu 1439)
Hamburg1439.04.02 - 1439 April 2. Lübeck.
[Bürgermeister und] Rat der Stadt Lübeck an Bürgermeister und Rat der Stadt Hamburg: danken für ihren Brief wegen der Ansprüche, die die Bremer zu haben glauben. Hätten den Bremern nun geschrieben, senden ihnen den Brief mit einer Kopie und bitten um Weiterleitung. - Screven [...] des donredages vor Paschen anno etc. 39. (Original, Pergament, Reste des briefschließenden Siegels / StAHH Cl. VI Nr. 1a Vol. 1 Fasc. 8 / Copiae Archivi, bei U 20)
Hamburg1439.04.04 - 1439 April 4. Hamburg.
Vicke vom Hove, Bürgermeister und Vorsteher von St. Katharinen, sowie Hermen Gulzouwe und Hermen Krogher, Kirchgeschworene an St. Katharinen, machen bekannt, dass sie Meister Curd von der Vechte, seiner Frau Grete und ihrem Sohn Conrad für 207 m., die sie vollständig empfangen hätten, 12 m. jährlichen Leibgedinges von den Gütern derselben Kirche verkauft hätten, zu zahlen je 6 m. an Michaelis und zu Ostern. Nach dem Tod der drei würden 2 m. verfallen, je 5 m. jährlich sollten dann aber zur Aussteuer einer armen, ehrlichen Dienstmagd und zur Versorgung armer Leute verwandt werden. (StAHH Memorialbuch an St. Katharinen, fol. 28b / StAHH Copiae Archivi bei P 34)
Hamburg1439.05.06 - 1439 Mai 6. Hamburg.
Dekan und Domkapitel bestätigen und erweitern eine Vikarie aufgrund der Inghenschen Stiftung. / Schütze, Verzeichnis, 474, S. 369 / Staphorst I,2, S. 166.
Hamburg1439.05.16 - 1439 Mai 16. Lübeck.
Bürgermeister und Rat zu Lübeck sowie die Ratssendeboten von Hamburg, Bürgermeister Hinrik Hoyer und Ratsherr Detleff Bremer, von Wismar, Bürgermeister Peter Wilde, und von Lüneburg, Hinrik Hoyemann und Albert Semmelbecker, einigen sich auf Regeln für die Münzprägung. Die Mark Silber soll nicht für mehr als neun Mark gekauft werden. Aus der Mark sind, wie schon bisher, 96 1/2 Münzen zu schlagen. Lübeck und Hamburg sollen jährlich nicht mehr als 18 m. Silber zu Münzen ausprägen, Wismar und Lüneburg nicht mehr als 12 m. Silber darf in der Stadt nur durch die Münzer gewogen und wie alles Edelmetall nicht ausgeführt werden. Keiner der Einwohner soll die schwereren Münzen von den leichteren trennen. (StAHH, verloren / Grautoff, Historische Schriften, 3, 223 / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 7, DCCXCVIIII, S. 808-09)
Hamburg1439.08.13 - 1439 August 13. Lübeck.
Vor Bürgermeister und Rat zu Lübeck und den Ratssendeboten Hamburgs, Hinrik Hoyer und Hinrik Koting, erscheinen die Ratssendeboten Wismars, Johann Steinbeke und Juryen Belouwe, mit weiteren Wismarern, in Sachen des Streits mit Johann Sleff, Bürgermeister von Kolberg. Dieser ist nicht bereit, eine Entscheidung der Lübecker und Hamburger zu akzeptieren, nur eine eigene Verhandlungslösung, da ein Teil der genommenen Güter geistlichem Recht unterliegt. (AHL, Niederstadtbuch zu 1439 Laurencii / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 7, DCCCVI, S. 817-18)
Hamburg1439.09.23 - 1439 September 29. Rostock.
Die zu Rostock versammelten Ratssendeboten von Lübeck, Hamburg, Stralsund, Lüneburg und Wismar machen bekannt, dass sie zusammen mit den Herzögen Heinrich und Johann von Mecklenburg zwischen dem alten und neuen Rat Rostocks eine Sühne vermittelt haben. (AHL, Entwurf auf Papier / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 7, DCCCXI, S. 821)
Hamburg1439.09.29.a - 1439 September 29. [Rostock].
Die zu Rostock versammelten Ratssendeboten von Lübeck, Hamburg, Stralsund, Lüneburg und Wismar an den schwedischen Reichsrat und die schwedischen Städte: die Herzöge Heinrich und Johann von Mecklenburg haben zusammen mt ihnen den alten und neuen Rat zu Rostock ausgesöhnt. Bitten die Stadt zu unterstützen. (StA Rostock, Original mit Siegel / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 7, DCCCXII, S. 822)
Hamburg1439.12.23 - 1439 Dezember 23. Hamburg.
Dekan und Domkapitel bestätigen die Inkorporation einer Vikarie zum Vorteil des Thesaurarius. / Schütze, Verzeichnis, 475, S. 369 / Staphorst I,2, S. 164.