Regesten zu 1436

Hamburg1436.00.00 - 1436 [o.T.]. o.O.
Stiftung und Statuten des Brodhauses der Vikarien am Dom. / Schütze, Verzeichnis, 458, S. 368 / Staphorst I,4, S. 278.
Hamburg1436.04.02 - 1436 April 2. o.O.
Wilhelm Holthusen und Kersten Berskampe, Bürger zu Hamburg und Geschworene der Hl. Leichnams-Bruderschaft an St. Petri zu Hamburg, in einem offenen Brief: machen bekannt, dass Bodo Wynninghusen, Bürger zu Hamburg, zur Ehre Gottes und zu seinem Seelenheil dem hl. Leichnam 6 m. jährlicher Rente gestiftet habe. Mit Zustimmung der Ratsherren und der alten und neuen Geschworenen an St. Petri erklären Wilhelm und Kersten auch für ihre Nachfolger die Annahme der Stiftung auf ewige Zeiten. 4 m. davon erhalten die Dominikaner in St. Johannis, vertreten durch den Prior Egbert van Santen, den Lesemeister Albert Haseldorp und den Unterprior Johann Humme, für die Abhaltung genau bestimmter Messen, 2 m. bleiben bei der Bruderschaft. - Ghegeven na Ghodes bord in deme veerteynhundertsten und sosundedrittichsten yare, up den neghesten mandach na dem sondaghe gheheten de Palme dach. (Copiae Archivi, bei Ff 9)
Hamburg1436.04.15 - 1436 April 15. [Hamburg].
Margaretha Merlow Äbtissin, Alheydis Gripeswolt Priorin und der gesamte Konvent zu Harvestehude in einem offenen Brief: machen bekannt, dass ihnen Otte Poppe, Ratsherr zu Rendsburg, und seine Frau Hibbe, Otte Holsten und seine Frau Grete, Detleff Speck und seine Frau Tzibbe, Johan van Nedelwan und seine Frau Tzile für Gott, ihr Seelenheil und das ihrer Vorfahren 315 m. gegeben hätten, mit denen sie mit Zustimmung der Stifter 21 m. jährlicher Rente gekauft hätten. Davon sollen ihr Beichtiger und drei Geistliche jährlich 10 m. für Messen für das Seelenheil der Stifter bekommen; die restlichen 11 m. sollen an die Klosterfrauen für Vigilien und Seelenmessen gehen. Diese nehmen Otte, Hibbe, ihren Sohn Johannes und seine Erben in die Bruderschaft des Klosters aufgenommen. - Gheven [...] na Godes bord in dem verteynhundertsten unde sesundedrutichsten jare, de sondaghes Quasimodogeniti. (StA Rendsburg, Original, Siegel ab / Nordalbingische Studien. Neues Archiv ..., Bd. VI (1854), 10, S. 42-44 / Copiae Archivi, bei Threse O 6)
Hamburg1436.04.22 - 1436 April 22. Westminster.
Heinrich [VI.], König von England, an die zurzeit in Brügge versammelten Sendeboten des Hochmeisters Paul von Rusdorf und der Bürgermeister, Ratsherren und anderen Autoritäten der Hansestädte: fordert sie auf, für die Tagfahrt nach Calais oder nach England zu kommen, um den Vertrag an einem sichereren Ort als Brügge aushandeln zu können. - Datum [...] in pallatio nostro Westmonasterii, xxii. die Aprilis, anno regni nostri quarto decimo. (olim StAHH, Threse, wohl 1842 verbrannt / App. C to Mr. Cooper's Report on the Foedera, 1860, 13, S. 6-7)
Hamburg1436.04.25 - 1436 April 25. [Hamburg].
Bernardus Oldendorp; Tydeke Hober, Clawes Brand und Meyneke Radbrok, Werkmeister des Knochenhaueramts zu Hamburg, an Bürgermeister und Ratsherren zu Rendsburg: Ihr Mitkumpan Siverd Runghe, Bürger zu Hamburg, habe geklagt, dass ihn Tybbe Smole, Ehefrau Marquard Smoles, ihres Mitbürgers, des Meineides beschuldige, weil seinen Eid gegenüber dem Hamburger Rat und Amt nicht gehalten hätte. Stellen dagegen fest, dass Siverd als ehrenhafter Bürger seine Eide gegen den Hamburger Rat und das Amt seine Eide getreu gehalten habe, wofür ihm das ganze Amt danke. Was Tybbe Smole über ihn sage, sei Unrecht. - [...] Na der bord Cristi verteynhundert jar darna in dem sos unde druttrigesten jare, in sunte Marci daghe des hillighen bichteghers. (StA Rendsburg, Original, Siegel ab / Nordalbingische Studien. Neues Archiv ..., Bd. VI (1854), 9, S. 41-42)
Hamburg1436.05.28 - 1436 Mai 28. Marienburg.
Hochmeister Paul von Rusdorf an den Hofrichter Hans Lupfen Reichsgraf von Stulinck etc.: die Räte von Hamburg und Lübeck haben berichtet, dass sie vom Schiffer Anthonius Pawelsson schwer beschuldigt werden, dass sie ihm ihre Auslieger auf See seine Schiffe und Güter genommen und diese in ihre Städte gebracht und aufgeteilt hätten. Der Hochmeister habe deshalb den Danziger Hauskomtur Michael Tossenfelder zu Danzig Untersuchungen durchführen lassen, der jedoch nichts von Übergriffen der Hamburger und Lübecker Söldner erfahren konnte und dies dem Beauftragten des Kaisers, Herzog Wilhelm von Braunschweig, mitgeteilt. Der Danziger Rat und der Komtur hätten dies bestätigt. Auch Verhöre gefangener Söldner hätten keine Informationen erbracht. (AHL, Original, gut erhaltenes Siegel / UB Stadt Lübeck, 7, 1885, DCLXXXV, S. 665-68)
Hamburg1436.09.03 - 1436 September 3. Marienburg.
Hochmeister Paul von Rusdorf an Bürgermeister und Rat von Lübeck: sie haben Hermann Hoyger, Bürgermeister zu Hamburg, zu ihm gesandt in Sachen des Kontors zu Brügge. Er hat daraufhin mit seinen Gebietigern beraten und beschlossen, einen Brief an den Herzog von Burgund zu senden, mit der Bitte, die Privilegien des Kontors zu wahren. Hofft, dass eine Lösung gefunden werden kann. (AHL, Original, gut erhaltenes Siegel / UB Stadt Lübeck, 7, 1885, DCCV, S. 691-92)
Hamburg1436.10.03 - 1436 Oktober 3. Lübeck.
Bürgermeister und Rat zu Lübeck an Johann Clingenberg Bürgermeister und Johann Hertze Schreiber Lübecks, ihre Ratssendeboten nach England, zurzeit in Hamburg: die Boten haben gefragt, ob sie wegen der hohen Kosten für den Aufenthalt in Hamburg mit ihren Dienern besser nach Lübeck zurückkommen sollten. Der Rat antwortet, es sei besser, zunächst in Hamburg auf besseres Wetter zu warten, um Verzögerungen zu vermeiden. (AHL, Original mit Siegel / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 7, DCCXII, S. 696-97)
Hamburg1436.10.11 - 1436 Oktober 11. Hamburg.
Die Lübecker Ratssendeboten zurzeit in Hamburg an Bürgermeister und Rat zu Lübeck: mussten bei einem Versuch, ihre Reise zu beginnen, aufgeben und wieder nach Hamburg zurückkehren. Haben danach in der Herberge Jacob Bramstede und Thomas Kerckringhe mit ihrem Brief vorgefunden. Sie meinen aber nun wegen ihrer hohen Ausgaben nicht länger warten zu können. (AHL, Konzept auf Papier, von der Hand Johann Hertzes / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 7, DCCXIII, S. 697-98)
Hamburg1436.11.21 - 1436 November 21. Westminster.
Mandat Heinrichs [VI.], König von England, an die customarii und scrutatores (Zollbeamten) im Hafen von London: die Aufständischen in Flandern hätten vielfach englisches Gut und englische Schiffe geschädigt. Verbietet daher den Verkehr mit Flandern und fremden Ländern, die England feindlich gegenüberstehen- Teste me ipso apud Westmonasterium xxi die Novembris anno regni nostri xvo. (olim StAHH, Threse, wohl 1842 verbrannt / App. C to Mr. Cooper's Report on the Foedera, 1860, 14, S. 7)