Regesten zu 1431

Hamburg1431.02.19 - 1431 Februar 19. Hamburg.
Stiftungsbrief über die Horborchsche geistliche Stiftung an St. Petri in Hamburg. / Schütze, Verzeichnis, 452, S. 368 / Staphorst I,4, S. 389.
Hamburg1431.04.15 - 1431 April 15. Lübeck.
Bürgermeister und Rat von Lübeck an Bürgermeister und Rat von Wismar: wie bereits durch ihren Sendeboten angekündigt, haben Lübeck und Hamburg jeweils einen Holk und Snicken zur Fahrt nach Sonderburg ausgerüstet. Bitten sich mit einem Holk zu beteiligen und Bartolomeus Voet, Klockener und Gesellen anzuweisen, sich bereit zu machen. (StA Wismar, Original mit Resten des Siegels /Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 7, CDLI, S. 436-37)
Hamburg1431.07.05 - 1431 Juli 5. Hamburg.
Bürgermeister und Rat von Hamburg an Bürgermeister und Rat von Lübeck: haben ihren Brief mit der Abschrift des Briefes aus Heiligenhafen erhalten. Sobald sie von der Ankunft des Königs hören, werden sie sich gemäß ihrer Vereinbarung verhalten. (AHL, Original mit Siegelrest / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 7, CDLXIII, S. 445)
Hamburg1431.07.16 - 1431 Juli 16. [Hamburg].
Otto Graf von Hoya, Propst zu Hamburg, an Johannes Ryse, Pfarrherr zu Hemmingstedt, und Johannes Kedingh, ewiger Vikar an der Kirche in Hemmingstedt: erlaubt ihnen den Wechsel ihrer Würden. - Datum anno domini millesimo quadringentesimo tricesimo primo feria secunda proxima post festum divisionis apostolorum [...]. (StA Hannover, Original, Siegel erhalten / Copiae Archivi, bei Threse A 1 a)
Hamburg1431.07.24 - 1431 Juli 24. Hamburg.
Meynhard Beueld, Vikar am S. Jacobi-Altar der Nicolaikirche, und sein Bruder Hans Beueld, Bürger zu Hamburg, bessern die genannte Vikarie um 20 Mark lübisch jährlicher Rente auf. - Es folgen Bestätigungen des Kapitels und Papst Eugens IV.
Hamburg1431.08.13 - 1431 August 13. o.O.
Die Ratsherren Simon von Utrecht und Albert Widinghusen an Bürgermeister und Ratsherren zu Hamburg: berichten vom vergeblichen Angriff auf die Vorstadt von [Flensburg] und die Anhöhe [bard], bei der die Schiffe lägen. Ihre Männer seien schwer beschossen worden und hätten sich zurückziehen müssen. Sie hofften aber weiterhin, Vorstadt und bard demächst in did Hand zu bekommen. Sie verweisen auf Probleme bei der Bezahlung und Versorgung der Söldner und bitten um die Sendung von mehr Geld. Sie hätten gerade erfahren, dass der [dänische] König mit einer Flotte von 40 Schiffen in die Förde gesegelt sei. (StAHH, ad II Nr. 19a Vol. 1, Original mit kleinem Siegel / StAHH, Copiae Archivi, bei Uu 21)
Hamburg1431.09.07 - 1431 September 7. Sluis.
Der Hamburger Kaufmann zu Sluis an Bürgermeister und Rat zu Hamburg: teilt mit, der Herr von Veere habe drei Hamburger Schiffe wegnehmen lassen und sich bei der durch den deutschen Kaufmann zu Brügge verlassten Vorladung vor die vier Lede von Flandern zum offenen Feind der Herren von Holstein und der wendischen Städte erklärt. Das Kontor habe den Kaufmann zu Sluis gewarnt und bitte Hamburg um Übersendung eines Transsumpts der Urkunde von Herzog Albrecht [von Bayern, Graf von Holland]. (AHL, gleichzeitige Abschrift / HUB VI, 963, S. 535)
Hamburg1431.11.24 - 1431 November 24. o.O.
Älterleute und gemeiner Kaufmann zu London bezeugen, dass die Hamburger Kaufleute Mertyn Witte und Clawes Herder 1427 an Maria Magdalena 16 l. Hamburger Biers und andere Waren nach Sluis gesandt hätten, um von dort in England Handel zu treiben. Als sie damit in die Themse gekommen seien, wären sie von den Ausliegern aus Quenenborch, Untertanen des englischen Königs, überfallen, ihre Waren weggeführt und sie gefangen gesetzt worden, als Feinde des Herzogs von Burgund. Nach längerer Gefangenschaft seien sie durch Fürsprache beim Herzog von Gloucester freigekommen, um Bürgen für ihre Unschuld zu finden. Das habe ihnen trotz hoher Kosten nicht geholfen, vielmehr seien sie der Feindschaft zum König von Dänemark beschuldigt und 27 Wochen inhaftiert worden. Da sie kein Recht bekommen konnten, wandten sie sich an den englischen König, doch seien sie dann vom Kapitän von Quenenborch bedroht worden. Trotz aller Bemühungen hätten sie ihr Gut nicht wiedererlangt, sondern bei 100 englischen pfd. Schaden erlitten, was das Kontor bestätige. (StAHH, aus Cl. VI Nr. 1a Vol. 1 Fasc. 7, Original, Pergament mit stark beschädigtem Siegel / StAHH, Copiae Archivi, bei Uu 21 / HUB VI, 981, S. 545-46)