Regesten zu 1426

Hamburg1426.04.18 - 1426 April 18. Hamburg.
Bürgermeister und Rat zu Hamburg an Bürgermeister und Rat zu Kampen: haben ihren Brief mit der Mitteilung über die Gefangennahme ihres Bürgers Johan Omlop durch Detleff Widdeser, Bürger von Itzehoe, erhalten. Haben Abschriften davon und des Briefes des postulierten Utrechter Bischofs an Itzehoe gesandt; übersenden Antwort der Itzehoer. (StA Kampen, Original auf Pergament, mit Siegelrest / HUB VI, 623, S. 347)
Hamburg1426.07.10 - 1426 Juli 10. Nürnberg.
König Sigismund an die Städte Lübeck, Hamburg, Stade, Rostock, Stralsund und Wismar sowie die übrigen Seestädte: sie wüssten um die Notwendigkeit der Bekämpfung der Ketzer in seinem Königreich Böhmen, die stetig an Stärke gewinnen. Er fordert sie daher auf, sich am Sonntag nach Mariae Assumptionis mit der durch den Reichstag zu Nürnberg beschlossenen Truppenstärke in Freiberg in Meißen einzufinden. (AHL, Original auf Papier, mit aufgedrücktem Siegel / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. DCCXLIV, S. 718-20)
Hamburg1426.09.09 - 1426 September 9. Hamburg.
Die Witwe des Hamburger Ratsherrn Christan Miles, Margarethe, nimmt eine Vikarstiftung am Altar S. Dorotheen zu Ehren des hl. Thomas von Canterbury vor; sie stiftet 32 m. lüb. an Renten, 16 aus dem Erbe der Heyno Norendorpe, 8 aus dem des Johannes Lodigen und 8 aus dem des Nicolaus Hofstede. Die Patronatsrechte über die Vikarie bleiben bei Margarethe und ihren Erben für 120 Jahre vom Zeitpunkt der Stiftung. Dazu kommt eine Stiftung von 10 m. für Seelenmessen.
Hamburg1426.09.22 - 1426 September 22. o.O.
Bürgermeister und Räte zu Lübeck, Hamburg, Rostock, Wismar, Stralsund und Lüneburg machen bekannt, dass sie sich auf die Truppen geeinigt haben, die jede Stadt teils jetzt, teils im nächsten Jahr für den Krieg gegen Dänemark stellen soll. So sollen Lübeck, Hamburg und Stralsund je 500 Mann stellen, die anderen 300, und im Sommer soll die Zahl jeweils verdoppelt werden. (AHL, Original, Siegel Lübecks, Hamburgs und Stralsunds erhalten / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. DCCLXIV, S. 737-38)
Hamburg1426.09.27 - 1426 September 27. Lübeck.
Die Grafen Heinrich IV., Adolf VIII. und Gerhard VI. von Holstein bekennen, dass sie mit den Städten Lübeck, Hamburg, Rostock, Stralsund, Wismar und Lüneburg ein Bündnis gegen den König von Dänemark und seinen Helfern geschlossen haben, mit denen sie im Krieg stehen. Die Städte wollen sie gegen ihre Feinde stärken, wie sie den Städten im Krieg gegen Dänemark helfen werden. Sie werden sich nicht ohne die Städte mit Dänemark aussöhnen. Eingenommene Städte, Orte und Burgen sollen gemeinsam verwaltet werden wenn nicht Städte darauf zugunsten der Holsteiner verichten, Beute soll nach Mannschaftsstärke geteilt werden. Beiderseitige Konflikte sollen untereinander geschlichtet werden. (AHL, Abschrift auf Papier / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. DCCLXVIII, S. 740-42)
Hamburg1426.09.28 - [vor 1426 September 29]. Lübeck.
Bürgermeister und Rat zu Lübeck an Bürgermeister und Rat zu Hamburg: sie haben ihnen geschrieben, dass ein Treffen zu Lynow wegen des Wechsels in der Verwaltung der Schlösser Bergedorf und Riepenburg notwendig sei. Die Lübecker könnten dies wegen der großen Anzahl der Geschäfte zurzeit nicht zusagen, würden aber baldmöglichst ein Treffen vereinbaren wollen. Sollen dann Johann Cletze und Nikolaus von Stiten mitbringen. (AHL, Konzept auf Papier / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. DCCLXIX, S. 743-44)
Hamburg1426.11.19 - 1426 November 19. Lübeck.
Bürgermeister und Räte zu Lübeck, Hamburg, Rostock, Stralsund, Wismar und Lüneburg an die holländischen Städte: sie machen bekannt, dass sie König Erik von Dänemark den Krieg erklärt haben, weil dem gemeinen Kaufmann und Schiffer der deutschen Hanse in seinen Reichen lange Zeit Gewalt geschehen sei, gegen das Recht und die den Hansestädten verliehenen Privilegien. (AHL, Abschrift auf Pergament / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. DCCLXXVII, S. 750-51)