Regesten zu 1419

Hamburg1419.01.31 - 1419 Januar 31. Lübeck.
Bertram Abt von Reinfeld, Balduin Wenden, Prior von St. Michaelis zu Lüneburg, und die Bürgermeister und Ratsherren von Hamburg, Hinrick van dem Berge, Johann Wye und Erik van Tzeven, und von Lüneburg, Albert van der Molen, Hinrik Viscule, und Johan Schellepepper, machen bekannt, dass sie im Streit zwischen dem Rat und dem Domkapitel von Lübeck über Besitz in Genin vermittelt haben. (AHL, Abschrift / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. LXXVI, S. 117)
Hamburg1419.03.01 - 1419 März 1. o.O.
Die Grafen Dietrich und Christian von Oldenburg an Bürgermeister und Rat zu Hamburg: bitten erneut um Antwort auf ihre Botschaft nach dem Bericht von Gherd Staffhorst und nach der Verständigung mit Lübeck und versichern, sich an die Vereinbarungen zu halten. (AHL, Original / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. LXXVIII, S. 118-19)
Hamburg1419.04.03 - 1419 April 3. Hamburg.
Werner Dekan des Domkapitels zu Hamburg macht bekannt, dass Marquard Brasche Pfarrherr zu Lütjenburg, zur Errichtung einer ewigen Vikarie am Altar S. Nicolai bzw. am Altar der heiligen Jungfrau, der Apostel Petrus und Paulus und der hl. Agnes und Katharina im Nonnenkloster bzw. der Pfarrkirche St. Laurencii zu Itzehoe 24 m. Renten gestiftet und dass er daraufhin die Vikarie entsprechend Marquards Wunsch errichtet habe. (Noodt, Beyträge zur Erläuterung der Civil-, Kirchen- und Gelehrten-Historie, 4, 1745, S. 327-30)
Hamburg1419.06.16 - 1419 Juni 16. Lüneburg.
Bürgermeister und Rat zu Lüneburg an Bürgermeister und Rat zu Lübeck: die Bürgermeister Albert van der Molen und Hinrik Viskule und der Ratsherr Johan Schellepeper, die kürzlich als Sendeboten zu Hamburg waren, haben berichtet, dass die Lübecker im Streit Lüneburgs mit Hamburg eine schiedsrichterliche Entscheidung treffen sollen. Die Lüneburger betonen, dass ihnen in der Angelegenheit wegen der Aufhaltung des Salzes zu Blekede, an der einst Marquard Schreye und Meynard von Buxtehude beteiligt waren, ein Schaden von über 1000 m. lötig entstanden sei, den sie nicht geltend gemacht hätten. Die Lüneburger begründen ihre Vorwürfe u.a. über die unrechtmäßige Klage vor den Hansestädten, die Verweigerung des Erbes Lüneburger Bürger, das Verbot des Handels mit Gästen und die Zollerhebung in Hamburg. (AHL, Original auf Papier / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. DCCCV, S. 788-91)
Hamburg1419.06.23 - 1419 Juni 23. Oldenburg.
Graf Christian von Oldenburg an Bürgermeister und Räte zu Lübeck und Hamburg: berichtet vom Streit des Häuptlings Sibeth von Rüstringen mit den Butjadingern, seinem Eingreifen zu Sibeths Gunsten, der zwischen den Parteien vereinbarten Sühne und einem Angriff der Friesen auf die Seinen, als sie friedlich abziehen wollten. Er habe danach Bremen sein Leid geklagt. Die Bremer hätten jedoch trotz seiner auf einem Tag vorgebrachten Bitten seine Feinde unterstützt, einen Teil Butjadingens besetzt, der Sibeths Erbe sei, und gegen sie Truppen ausgesandt. Bittet, die Bremer zur Rückgabe des Gebiets zu bewegen. (AHL, Original auf Papier, Siegel ab / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. XCVII, S. 142-44)
Hamburg1419.06.23.a - 1419 Juni 23. Hamburg.
Bürgermeister und Rat zu Hamburg an Bürgermeister und Rat zu Lübeck: senden ihnen eingeschlossen zwei Briefe der Grafen von Oldenburg und bitten um ihre Meinung. Bitten um Zusendung des offenen Briefs Sibeths, damit sie ihn den Stadern zeigen können. Nachtrag: Die Lübecker sollen es nicht mit Unwillen aufnehmen, dass sie das Schreiben zuerst geöffnet haben. Zur Sache mit ihnen und den Lüneburgern könnten sie jetzt noch nicht antworten. (AHL, Original, Siegel teilweise erhalten / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. XCVIII, S. 144-45)
Hamburg1419.07.02 - [vor 1419 Juli 3]. Bremen.
Bürgermeister und Rat zu Bremen an Bürgermeister und Rat zu Hamburg: berichten, dass Häuptling Sibeth von Rüstringen ihre Bürger gefangen genommen und deren Güter geraubt habe. Bitten, ihnen eine Kopie zu senden, wenn sie ihm schreiben. Sibeth werbe schon in Westfriesland Vitalienbrüder an, um vor Weser und Elbe dem Kaufmann zu schaden. (AHL, Abschrift, Beilage zu 1419 Juli 3 / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. C, S. 146-47)
Hamburg1419.07.03 - 1419 Juli 3. Hamburg.
Bürgermeister und Rat zu Hamburg an Bürgermeister und Rat zu Lübeck: senden in Abschrift einen Brief des Bremer Rats und bitten um Mitteilung der Beschlüsse, die der Lübecker Rat dazu fasst. (AHL, Original, Siegel ab / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. CI, S. 147)
Hamburg1419.07.04 - [vor 1419 Juli 5]. Bremen.
Bürgermeister und Rat zu Bremen an Bürgermeister und Rat zu Hamburg: haben das Schreiben erhalten, das Sibeth an Stade, Hamburg und Lübeck gerichtet hat, und rechtfertigen sich gegen die Vorwürfe. So hätten sie einen Teil des Landes zum Besten des gemeinen Kaufmanns übernommen. (AHL, Abschrift, Beilage zu 1419 Juli 5 / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. CII, S. 147-49)
Hamburg1419.07.05 - 1419 Juli 5. Hamburg.
Bürgermeister und Rat zu Hamburg an Bürgermeister und Rat zu Lübeck: senden in Abschrift einen Brief des Bremer Rats und bitten um Mitteilung der Entscheidungen des Lübecker Rats. (AHL, Original, Siegel ab / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. CIII, S. 149)
Hamburg1419.08.26 - 1419 August 26. o.O.
Bürgermeister und Rat zu Lübeck machen bekannt, dass sie mit Hilfe von Balduin, Propst von St. Michaelis zu Lüneburg, Johannes, Abt von Schermbeke, und Hinrik Wilke, Propst zu Ebstorf, zwischen den Städten Hamburg und Lüneburg in verschiedenen Angelegenheiten vermitteln wollen. Hamburg fordere 1580 m. für Ausgaben im Krieg für Lüneburg, 1600 m. für Soldzahlungen an Bürger und weitere Summen. Die Lüneburger erklärten, sie wären davon ausgegangen, dass das um Freundschaft geschehen sei, zumal sie selbst in den Gewässern um Hamburg hohe Kosten gehabt hätten. Zudem hätten die Hamburger 1600 m. aus der Lösung der Schlösser Harburg, Blekede und Sundershausen von den Prälaten erhalten. Was den Sold der Bürger betreffe, würden die Lüneburgern immer gern den Hamburgern umsonst zu Hilfe eilen, wenn sie durch ihren Landesherrn bedroht seien. Die Lüneburger klagen, dass sich die Hamburger ihretwegen bei den Hansestädten beklagt hätten und dass diese zudem ihren Bürgern die Übernahme von Erbgut und den Handel mit Gästen verweigern würden. (StAHH, Original ohne Siegel / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. CXIII, S. 159-62)
Hamburg1419.10.14 - 1419 Oktober 14. Hamburg.
Bürgermeister und Rat zu Hamburg an Bürgermeister und Rat zu Lübeck: ihre Ratssendeboten, die kürzlich in Lübeck waren, haben ihnen mitgeteilt, dass die Lübecker es für das Beste halten, in der Sache mit Stade nach dem Rezess des Hansetages zu verfahren. Sie werden diesen den Hamburger Bürgern am Montag auf der nächsten Bursprake verlesen lassen, aber nicht vorher darüber sprechen. Sie werden auch, wie die Lübecker wünschen, den Tag zu Segeberg mit Heinrich von Holstein zum Konflikt zwischen Lübeck und diesem besenden, um zu vermitteln. (AHL, Original mit Siegelrest / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. CXXVI, S. 172)
Hamburg1419.10.29 - 1419 Oktober 29. Hamburg.
Bürgermeister und Rat zu Hamburg an Bürgermeister und Rat zu Lübeck: senden ihnen in Abschrift einen Brief des Rats von Buxtehude. Haben bei den Verhandlungen in Segeberg erfahren, dass die Lübecker [den Rezess des Hansetags] Buxtehude und den anderen Städten verkünden lassen wollen, dass das aber noch nicht geschehen sei. Bitten, diese Verkündigung demnächst vorzunehmen. (AHL, Original mit Siegel / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. CXXX, S. 178)
Hamburg1419.12.13 - 1419 Dezember 13. Hamburg.
Bürgermeister und Rat zu Hamburg an Bürgermeister und Rat zu Lübeck: senden ihnen in Abschrift Briefe des Erzbischofs von Bremen, die Hinrik Dreyer gebracht hat, unter anderem wegen des Ausschlusses von Stade, den die Städte beschlossen haben. Der Erzbischof biete seine Hilfe an, wenn Lübeck und Hamburg erwas unternehmen wollten. Dies werde Hinrik auch bei ihnen werben. Bitten um eine Abschrift, wenn Lübeck dem Erzbischof antworte. (AHL, Original mit Siegelrest / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. CLIV, S. 201)
Hamburg1419.12.16 - 1419 Dezember 16. Lübeck.
Bürgermeister und Rat zu Lübeck an Bürgermeister und Rat zu Hamburg: haben ihr Schreiben mit den Briefen des Erzbischofs von Bremen bekommen, Hinrik Dreyer war auch bei ihnen. Senden, wie erbeten, eine Abschrift ihres Briefs an den Erzbischof. (AHL, Konzept auf Papier / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. CLVIII, S. 203)
Hamburg1419.12.21 - 1419 Dezember 21. Hamburg.
Stiftungsbrief über die Vynkesche milde Stiftung an St. Petri zu Hamburg. / Schütze, Verzeichnis, 412, S. 365 / Staphorst I,4, S. 373.