Regesten zu 1413

Hamburg1413.01.03 - 1413 Januar 3. Hamburg.
Marquardus Gardian der Franziskaner zu Hamburg an Hinricus Bare, Gherwicus Hamme und Hermann Usseler und alle Mitglieder, männlich wie weiblich, der Zunft der Leineweber (unio binificum) zu Hamburg: erklärt wegen ihrer Verehrung (devocio) für den Orden sowohl die lebenden wie die künftigen und die verstorbenen Mitglieder der frommen Werke, Messen, Vigilien, Gebete, Fasten, Askese (participatio missarum, vigiliarum, oracionum, ieiuniorum, castigationum) des Ordens für teilhaftig. Wenn einer oder eine von ihnen versterbe, würden sie wie die Brüder behandelt. - Datum Hamborch anno domini mo ccccxiiio die tercia mensis Januarii. - Siegelankündigung des Ausstellers. (StAHH, 611-3 Franziskaner Nr. B 6 b / ebd., Copiae Archivi)
Hamburg1413.02.01 - 1413 Februar 1. Hamburg.
Stiftungsbrief über das Woldehornische Vermächtnis an St. Petri zu Hamburg. / Schütze, Verzeichnis, 405, S. 364 / Staphorst, I,4, S. 366.
HG2 - Hamburg1413.04.28 - 1413 April 28. o.O.
Ulric Bishorst macht bekannt, dass er Renten von 10 m. von seinem Erbe in der Gerberstraße in Hamburg für 150 m. an Dekan und Domkapitel zu Hamburg verkauft hat, mit denen die Pfründe am Altar St. Alexii in der Kirche St. Petri finanziert werden soll, die Nicolaus Vordis innehabe. (StAHH Threse Ss 47)
HG2 - Hamburg1413.04.30 - 1413 April 30. o.O.
Bernt Langhe macht bekannt, dass er von seinem Grundstück in der Groninger Straße 4 m. jährlicher Rente verkauft habe, für 50 m., an Herman Langhe, Albert Borsteden und Hinrik Vermersen, die Verwalter der von Ludeke van der Word ausgestattete Messenstiftung an St. Nicolai. (StAHH Threse W 22)
Hamburg1413.09.07 - 1413 September 7. Hamburg.
Marquardus van Rode, Gardian, Hermannus Tzurowe, oberster Lesemeister, Godfridus Rastede, Unterlesemeister, Hinricus Buet, Vizegardian, Nycolaus Mast, Elerus Aschenberch, Älteste des Klosters, mit Zustimmung des gesamten Marien-Magdalenen-Konvents der Franziskaner zu Hamburg, in einem offenen Brief: machen bekannt, dass sie von Johan Ekhof, Bürger zu Hamburg, 3 m. jährlicher Renten als Hilfe für das Dach der Kirche und des Klosters, oder wo es sonst Not tue, erhalten hätten. Das Geld werde von den Olderleuten der Allerseelen-Bruderschaft (broderschop alle krystenen selen) ausgegeben jeweils zu Ostern. Als Gegenleistung würden die Brüder jeden Dienstag eine Messe von den heiligen drei Königen lesen, oder an einem anderen vom Gardian festzulegenden Tag, mit Kyrie und Gloria sowie drei Kerzen (wallycht) auf dem Altar. Würde das Geld abgelöst, sollte die Messe weiter gehalten und das Geld so schnell wie möglich neu angelegt werden. Wenn Johann das Geld selbsr benötige, erlösche jedoch die Verpflichtung zum Abhalten der Messe. Auf Wunsch Johanns sollten die Verstorbenen und künftigen Mitglieder der Bruderschaft an den Messen Anteil haben. Siegelankündigung des Klosters. - [...] Gheschreven […] na Godes bort dusent verhundert in deme dorteynden jare in dem hilghen avende der bort Unser Leven Vrowen. (StAHH, 611-3 Franziskaner Nr. B 6 c / ebd., Copiae Archivi)