Regesten zu 1400

Hamburg1400.00.00 - [c. 1400]. Hamburg.
Bürgermeister und Rat zu Hamburg an Bürgermeister und Rat zu Lüneburg: wie sie wüssten, hätten die Städte das Schloss Harburg nur bis Weihnachten übernommen und müssten es danach wieder an Herrn Ortgiß übergeben. Dieser habe jedoch eine Fehde mit dem Erzbischof von Bremen. Sie sollten daher auf Lübeck einwirken, dass sich die Städte vorher über ihr Vorgehen berieten. (StA Lüneburg, Original auf Pergament, Siegelrest / StAHH, Copiae Archivi bei Oo 58)
HG2 - Hamburg1400.00.00.a - [1400/1405]. o.O.
Ortghis Bere an Bürgermeister, Rat und Gemeine zu Hamburg: erklärt ihnen wegen der Schäden, die ihm, seinem Vater und seinem Bruder vom Schloss Harburg aus (das unter städtischer Verwaltung stand) widerfahren seien, die Fehde. (StAHH Threse Gg 18 [3])
Hamburg1400.00.00.b - [um 1400]. Thorn.
Bürgermeister und Rat zu Thorn an Bürgermeister und Rat zu Hamburg: hätten ihrem Unterschreiber Nicolaus Röper [Niclos Ruffer] gestattet, von der ihm in Thorn verliehenen almissen abwesend zu sein, und diese Erlaubnis bei seinem Aufenthalt in Thorn um ein Jahr verlängert, danach sollte sie aber an einen anderen übertragen werden. Nicolaus habe nun in der Sache den abschriftlich beigefügten Drohbrief geschrieben. Bitten ihn anzuhalten, sich an die Vereinbarung zu halten und keine solchen Briefe mehr zu schreiben. (APT I 275, Entwurf / StAHH, Copiae Archivi bei Gg 14)
Hamburg1400.00.00.c - [um 1400]. Hamburg.
Bürgermeister und Rat zu Hamburg an Bürgermeister und Rat zu Lüneburg: senden einen Brief des Herzogs Johann von Mecklenburg und fragen an, was sie erwidern sollten. (StA Lüneburg, Original, Pergament, Rückseite mit Adresse und gleichzeitigem Vermerk consules Hamburgenses ex parte Janeken de Helpte / StAHH, Copiae Archivi bei Gg 14)
Hamburg1400.03.25 - 1400 März 25. o.O.
Notiz über die Erlaubnis des Herzogs [von Holland] für Willem Symons Zoon und alle, die er anwerben könne, bis auf Widerruf gegen die Ostfriesen (Oistvriesen) und die Hamburger Krieg zu führen, auf eigenes Risiko. (von Schwartzenberg, Groot placaat en charter-boek van Vriesland, I, S. 304 / StAHH, Copiae Archivi bei Gg 14)
Hamburg1400.05.23 - 1400 Mai 23 und 25. Emden.
Häuptlinge und ganze Gemeinschaft des Landes Ostfriesland zwischen Ems und Weser in einem offenen Brief: erklären, dass sie künftig und auf ewige Zeiten keine Vitalienbrüder und andere Räuber, die den Kaufmann schädigten, in ihrem Land aufnehmen und unterstützen würden. Wer dies trotzdem täte, sollte mit aller Kraft bekämpft werden. Der Kaufmann solle frei fahren können und nur die gewohnten Abgaben zahlen. Im Falle eines Schiffbruchs sollten die Kaufleute ihre gestrandeten Güter frei bergen können. Auch sollten alle den Hansestädten gewährten Privilegien ihre Gültigkeit behalten. Dies sei mit den Gesandten der Hansestädte verhandelt worden, aus Lübeck Henning van Rintelen, aus Hamburg Johan Kressem, aus Bremen Alverd Schrege und Johan Nane, aus Groningen Ludger Wolders, aus Emden Sweder van Winden, Alef Scheling und Alverd Scheling. Auf Seiten der Ostfriesen sagen Keno van dem Broke, Leward van Emeke, Häuptlinge zu Norden, Volkmar Allen, Häuptling zu Osthusen, Tede Wymekens, Häuptling eines Teils von Rustringen, und vielen Anderen die Einhaltung der Vereinbarungen zu. - Nachtrag mit weiteren Siegler. (Dreyer, Strandrecht, S. 219 / StAHH, Copiae Archivi bei Gg 14)
Hamburg1400.05.25 - 1400 Mai 25. o.O.
Vergleich zwischen den Häuptlingen von Ostfriesland und den Städten Lübeck, Hamburg und Bremen über die Einschränkung des Strandrechts. / Schütze, Verzeichnis, 381, S. 363 / Dreyer, Vom Strandrechte, S. 229f.
Hamburg1400.06.02 - 1400 Juni 2. o.O.
Notiz über den Befehl von Florys van Borselen, gegen die Ostfriesen (Oistvriesen) und die Hamburger auf See zu gehen, auf eigenes Risiko. (von Schwartzenberg, Groot placaat en charter-boek van Vriesland, I, S. 308 / StAHH, Copiae Archivi bei Gg 14)
Hamburg1400.07.01 - 1400 Juli 1. Hamburg.
Das Hamburger Domkapitel bestätigt und erweitert die Crachtische Stiftung. / Schütze, Verzeichnis, 382, S. 363 / Staphorst, I,2, S. 147.
Hamburg1400.07.07 - 1400 Juli 7. Hamburg.
Werner Dekan und das gesamte Domkapitel machen bekannt, dass zur Vikarie am Altar St. Magni im Dom, die einst Hinricus Chracht, Pfarrer zu Hamme, von seinen Gütern mit ihrer Erlaubnis gestiftet und mit Renten von 28 m. ausgestattet habe, von denen 15 m. in terra Nordingiae lägen, Hinricus in seinem Testament weitere 4 m. hinzugestiftet habe. Die Vikarie sei jedoch mit Zustimmung von Hinricus, der sie seit einiger Zeit innehabe, dauerhaft an den Altar St. Cyriaci in der neuen Krypta im Dom verlegt worden, an dem er und seine Nachfolger wöchentlich drei Messen feiern sollten. Der Vikar solle jeweils10 m. jährlich im Chor des Doms für die memoria der Eltern und Wohltäter Heinrichs verteilen. Nach dessen Tod sollten seine Nichte Margarethe, Frau des Nicolaus Hop, und ihre ältesten Nachfahren das Präsentationsrecht ausüben. (Staphorst, I,2, S. 147 / StAHH, Copiae Archivi bei Gg 14)
Hamburg1400.07.14 - 1400 Juli 14. Groningen.
Bürgermeister und Rat zu Groningen an Bürgermeister und Rat zu Lübeck an: sie haben ihren Brief über die Verhandlungen mit den friesischen Häuptlingen und den Städten zu Hamburg auf Mittwoch nach Jacobi bekommen. Die Zeit sei jedoch zu kurz für sie, um den Tag zu besenden. (AHL, Original auf Papier, Siegelrest / Urkundenbuch der Stadt Lübeck, 6, 1881, Nr. VIII, S. 7)
Hamburg1400.08.05 - 1400 August 5. Hamburg.
Boytinische Stiftung zum Unterhalt von St. Petri zu Hamburg. / Schütze, Verzeichnis, 383, S. 363 / Staphorst, I,4, S. 355.
Hamburg1400.09.08 - 1400 September 8. Reinbek.
Herzog Erich [IV.] von Sachsen-Lauenburg in einem offenen Brief: macht bekannt, dass er wegen der ihm von Bürgermeister und Rat zu Hamburg erwiesenen Freundschaft den von ihnen getätigten Kauf des Schlosses Ritzebüttel, im Land Hadeln gelegen, vom verstorbenen Wolder Lappe, Alverick Lappe und ihren Erben gemäß dem darüber geschlossenen Vertrage bestätige. Er verzichtet für seine Erben und Nachkommen auf alle Rechte am Schloss mit Ausnahme dessen, was seine Vorfahren verpfändet hätten. Er behalte sich die Bede im ganzen Land vor, erneuere aber alle Privilegien, die Hamburg und dem gemeinen Kaufmann von ihm und seinen Vorfahren zum Strandrecht verliehen worden seien. Eine neu zu errichtende Burg solle nicht zu Übergriffen auf die Hamburger und den Kaufmann genutzt werden. (Schuback, Strandrecht, S. 40 / StAHH, Copiae Archivi bei Uu 34)
Hamburg1400.09.10 - 1400 September 10. Rom.
Bonifatius IX. in einem offenen Brief: überträgt Äbtissin, Priorissin und Konvent zu Itzehoe, zum Ausgleich für erlittene Schäden durch Überschwemmungen und anderes die Pfarrkirchen zu Hilligensteden und St. Bonifacii in Schenefeld, die bisher im Besitz des Propstes zu Hamburg waren, mit allen Einkünften und dem Recht zur Besetzung der Pfarrstellen. Der Propst zu Hamburg habe an den Kirchen keinerlei Rechte mehr. (nur fragmentarisch bzw. im Regest überliefert / Noodt, Beyträge zur Erläuterung der Civil-, Kirchen-, Gelehrten-Historie, I, 1744, S. 319-20 / StAHH, Copiae Archivi bei Gg 14)
Hamburg1400.12.10 - 1400 Dezember 10. Den Haag.
Albrecht [von Bayern, Herzog von Holland?] in einem offenen Brief: macht bekannt, dass er Jacob Dirk Spitszoon, Bürger von Rotterdam, und allen, die er anwerben könne, erlaubt habe, bis auf Widerruf gegen die Ostfriesen (Oistvriesen) und die Hamburger Krieg zu führen, in allen seinen Territorien, zu Lande und zu Wasser, aber auf eigenes Risiko. Die Amtsträger werden angewiesen, Jacob und seinen Gesellen das Gut und die Gefangenen zu ihrem eigenen Nutzen zu lassen, die sie gewinnen. (von Schwartzenberg, Groot placaat en charter-boek van Vriesland, I, S. 317 / StAHH, Copiae Archivi bei Gg 14)